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Alt 16.03.2016, 18:55   #8
BlonderEngel
Mit Elan dabei
 
Registriert seit: 19.02.2016
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Na, habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt.
Wie ich bereits geschrieben hatte, weiß ich durchaus, dass Probleme in der Kindheit große Probleme später machen.

Und mit der anderen Äußerung schreibe ich Euch mal, was ich meine.
Ich bin selbst 13 Jahre meines LEbens sexuell missbraucht worden, von meinem Opa und noch von anderen. Meine Jugend war die Hölle. Und die meiner Schwester auch.

Ich war u.A. in einer 12-Schritte- Klinik, und dort habe ich Gott sei Dank gelernt, dass es nicht weiterhilft, Wochen, Monate und Jahre in den alten Verletzungen rumzuwühlen. In dieser Klinik wurde immer gesagt: Ja, das war schlimm. Und wie geht es JETZT weiter?
Das war für mich erst mal rau und ziemlich schlimm, letztendlich hat es mich gerettet.

Meine Schwester, der das gleiche passiert ist, hat sich dem "Ich bin missbraucht worden und hatte eine schlimme Kindheit - und jetzt muss die ganze Welt für mich sorgen" Sog ergeben. Immer hat jemand anders schuld. Grundsätzlich. Sie ist chronisch krank, in Frührente und nimmt Psychopharmaka, Beruhigungsmittel, Schmerzmittel.

Und ich sehe halt einfach, dass das alles zu nix führt.
Also, versteht mich nicht falsch. Ich kann das alles nachfühlen und nachvollziehen. Den Schmerz, die Wut, den Hass, die Trauer. Und es gibt sicher immer wieder Zeiten im Leben, in denen man sich dem stelle muss.
Heilung kommt aber erst, wenn ich würdigen kann, was mir passiert ist und es "integriere", also damit leben lerne. Und mich dann auf MEIN Leben konzentriere.
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