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Essstörungen aus der Sicht der Dicken
Austausch über Essstörungen - da wir ein Forum für Dicke sind - aus der Sicht Übergewichtiger.

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Alt 07.07.2010, 01:15   #1
Sandsturm
Gast
 
Standard Essen ohne Hirn

Hallo ,
ich gehe mal davon aus das auch ich zu den Eßgestörten gehöre, weil normal sind wohl 132kg auf 162cm ( ich bin 43 Jahre alt) verteilt wohl nicht.
Mein Problem ist eigentlich das ich esse ohne es recht zu bemerken und ohne schlechtes Gewissen.
Wenn ich dann abends wieder nach Luft japsend im Bett liege, nur weil ich ein paar Runden um den Block gelaufen bin mit dem Hund, dann nehme ich mir jeden Abend vor, ab morgen isst du gesünder, weniger, anders…..macht’s dies oder jenes besser.
Und dann stehe ich auf und esse erstmal drei Brötchen zum Frühstück, eigentlich esse ich so den ganzen Tag einfach so und fühle mich gut dabei.
Ich habe Freude am essen, denke dabei nicht an das Übergewicht und an die Vorwürfe am Abend im Bett.
Ich kenne kein Hungergefühl und kein Sättigungsgefühl.
Ich esse was mir Spaß macht und soviel ich will und das ist oft sehr viel, habe ich Süßes gegessen möchte ich was Salziges hinterher und so weiter und so fort.
Gesundheitliche Probleme hatte ich bisher nicht, aber nun fängt es so langsam an, die Knie tun weh beim Treppen steigen, die Kondition ist im Keller.
Und ich bin total lustlos, ich quäle mich durch den Tag und sitze am liebsten.
Klingt irgendwie man Widerspruch in sich oder? Einmal die glückliche Esserin und dann wieder die Krankheitsgeplagte mit dem schlechten Gewissen.
Aber genau das ist mein Problem.
Hat jemand von euch ähnliche Probleme????

Geändert von MeiersJulchen (07.07.2010 um 10:51 Uhr) Grund: Format entfernt
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Alt 07.07.2010, 10:34   #2
Mendi
Lebende Legende
 
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Ort: NRW
Beiträge: 1.846
Standard

Zitat:
Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
Hallo ,

Ich kenne kein Hungergefühl und kein Sättigungsgefühl.
Hallo Sandsturm,

das kenne ich, ich habe über Jahre weder Hunger noch Sättigung gekannt, wurde einem ja auch immer eingeredet, besser öftres essen, damit vbloß kein Hunger aufkommt.... - irgendwann habe ich dann ganz bewußt auf den Hunger gewartet, und siehe da er kam irgendwann, brachte mich nicht gleich um und wenn ich hingrig aß wurde ich auch satt. Inzwischen esse ich zwar immer noch viel und gerne, habe aber die fürchterlichen Essanfälle und die anschließenden Beschwerden nicht mehr.

Versuche es doch einmal, einfach mal auf den Hunger zu warten und dann zu essen. Ich schätze du wirst übberrascht sein. - Ich habe mit einmal am Tag begonnen, bis es irgendwann ganz selbstverständlich war.
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Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
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Alt 09.08.2011, 09:10   #3
Tara
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Beiträge: 9
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Frage zurück, hat es etwas gebracht? Gewichtsmäßig?
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Alt 09.08.2011, 09:34   #4
Tessa
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Beiträge: 2.585
Standard

Ich glaube Mendi ging es weniger ums Abnehmen sondern um den entspannteren/normalen Umgang mit Nahrung im Sinne von Hunger und Sättigung.
Ich finde Mendis Vorschlag sehr gut erstmal abzuwarten das Hunger überhaupt entstehen kann.
Man sollte auch erkennen lernen ob man Hunger oder doch eher Durst hat, der Körper macht da nicht unbedingt einen Unterschied, jedenfalls ging es mir oft anfangs so.
Ich würde Mendis Vorschlag einfach mal versuchen.
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Alt 09.08.2011, 16:41   #5
Natasha
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Beiträge: 145
Standard

Ich kann da Mendi nur zustimmen
Ich kann mir aber vorstellen das es schwer sein wird den Hunger als solchen zu erkennen. Oft denkt man ja das man Hunger hat obwohl das nur Gier/Lust etc ist.
Ich habe das schon oft selbst erlebt das ich auf den Hunger gewartet haben und dann sah ich was interessantes worauf ich lust hatte! Dann habe ich mir einfach eingeredet das mein Gefühl "Hunger" ist und nicht Lust.

Aber probier das mal selber aus
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Alt 09.08.2011, 17:13   #6
Mendi
Lebende Legende
 
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Beiträge: 1.846
Standard

Zitat:
Zitat von Natasha Beitrag anzeigen
Ich kann da Mendi nur zustimmen
Ich kann mir aber vorstellen das es schwer sein wird den Hunger als solchen zu erkennen. Oft denkt man ja das man Hunger hat obwohl das nur Gier/Lust etc ist.
Hallo Natasha,

Hunger haben ist wie aufs Klo müssen, man merkt es wenn es soweit ist. Wichtig war für mich Essen zu einer Nebensache zu machen. Ich denke nicht mehr nach wann ich was und wieviel esse. Ich warte bis ich Hunger habe, dann esse ich.

Zitat:
Zitat von Tara Beitrag anzeigen
Frage zurück, hat es etwas gebracht? Gewichtsmäßig?
Halllo Tara,

ich habe nicht abgenommen, nehme aber auch nicht mehr zu wie früher. Viel wichtiger ist mir aber das Körpergefühl, eben die Normalität beim Essen. Essen bestimmt nicht mehr mein Leben.
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Alt 09.08.2011, 20:10   #7
Lavendelzwerge
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Beiträge: 759
Standard

Ich kenne das auch!

Inzwischen habe ich aber für mich erkannt dass ich insgesammt einfach zu wenig trinke und dass meine Hungegelüste eigendlich eher Durst sind.
Ich habe mir angewöhnt immer erst mal ein glas Wasser zu trinken. Manchmal reicht das dann schon.

Klappt nicht immer aber ich fühle mich damit besser, weil ich das Gefühl habe es mehr unter "Kontrolle" zu haben und nicht mehr einfach so nebenher zu essen.

Was dir hilft und gut tut ist natürlich eine andere Sache. Vielleicht einfach mal ausprobieren was gut tut.
Mir hilft es auch abends Kolenhydrate wegzulassen (klappt auch nicht immer ) Ich schlafe dann besser und habe ein besseres Gefühl! Allein dafür ist es gut.

Abgenommen habe ich damit auch nicht, aber das war auch nicht unbedingt der Schwerpunkt. Eher bewussteres Essen und ein besseres Körpergefühl.

LG Lavendelzwerge
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Alt 21.08.2011, 12:09   #8
Jeckyll
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Standard @sandsturm

du könntest von mir reden.
Ich war schon immer dick, habe schon immer gerne gegessen (was an sich ja kein Fehler ist). Über die Jahre wurde es immer mehr, und wo ich bis vor zehn Jahren noch ein schlechtes Gewissen hatte wenn ich Pommes, Schokolade und co aß überlege ich heute gar nicht mehr das ich das jetzt vielleicht nicht essen solle (weil ich auch nie Hunger verspüre).

Das heißt meine Gedanken kreisen sich ständig (!) nur ums essen, wenn es später nachmittag ist denke ich nur noch daran was ich abends wenn die Kinder im Bett sind essen werde. Auch die Mengen sind immer mehr geworden. Früher waren es 100g Schokolade an einem abend. Jetzt sind es locker 200 bis 300. Wo früher ein Döner oder ein Menü im Fast Food Laden ok war sind es heute zwei oder drei ganze Menüs. Da ich ungelogen drei mal so viel esse wie noch vor zehn Jahren hat sich auch mein Gewicht in dieser Zeit auch sehr nach oben geschraubt. Von etwas über achtzig auf über 130kg.

Aber ich kann ja nicht mal wirklich den Entschluss fassen und weniger essen, da ich esse ohne nachzudenken. Sonst käme ja vielleicht der Gedanke "iss das jetzt nicht, du hast doch gar keinen Hunger oder Apettit". Ob ich den dann auch befolgen würde wäre eine ganz andere Sache.

Ich habe es aufgegeben, mich zu ändern. Ich will nur noch dreißig Jahre halbwegs gesund bleiben (wegen der Kinder), der Rest ist mir egal.

Jeckyll
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Alt 22.08.2011, 21:52   #9
Belinda32
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Beiträge: 104
Standard

Zitat:
Zitat von Jeckyll Beitrag anzeigen
Ich habe es aufgegeben, mich zu ändern. Ich will nur noch dreißig Jahre halbwegs gesund bleiben (wegen der Kinder), der Rest ist mir egal.

Jeckyll
Hi,

also, das ist aber auch nicht das gelbe vom Ei. . .

grundsätzlich mir geht es ähnlich wie euch auch . . . ich Esse teilweise ohne darüber nachzudenken. . und anschließend habe ich regelmäßig ein schlechtes Gefühl/Gewissen. . ich habe vor meiner Schwangerschaft meine Ernährung recht gut umgestellt, aber seither. . .
Hatte auch 4 Wochen nach der Geburt wieder alle 20 Kilos runter und derzeit Stille ich noch und nehme daher nicht zu. . Gott sei Dank, aber ich frage mich schon. . was ist danach. . .

Ich schaffe es irgendwie nicht mit Kind wieder auch die Ernährung zu achten. Ich esse den halben Tag nichts, weil ich nicht zu komme und es dann vergesse, aber abends sitz ich da und schmachte und esse schließlich irgend etwas was nicht wirklich gut tut.
Weiß immo keinen Ausweg. . .
Belinda32 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2011, 16:56   #10
Jeckyll
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Standard @Belinda

das gelbe vom Ei sieht auch bei mir ganz anders aus. Und wenn ich es jemals schaffe aus diesem (über Jahre hinweg und immer verschlimmerte) unüberlegtem und gegen den Körper gerichtetem Essverhalten raus zu kommen wäre ich mehr als dankbar. Eben weil ich weiß, daß mein massives Übergewicht mich Lebensqualität und Gesundheit kostet. Vor allem was das Leben mit meinen Kindern angeht.

Ich versuche (und bis jetzt gelingt mir das sehr gut) meine Kinder so zu ernähren, wie ich es für sinnvoll erachte. Mit "gesunder" und "ungesunder" Nahrung im richtigen Verhältniss, achten auf Zucker und Fett. Das funktioniert über den Tag wunderbar, abends wenn die Zwerge im Bett sind schalte ich auf "Essmodus" und es werden mal eben ein paar Hundert Kalorien gegessen (gerne auch mal mehr als tausend).

Aber in meinem Leben gibt es derzeit so viele "Baustellen" denen ich mich nicht gewachsen fühle, daß ich schlichtweg aufgegeben habe dagegen zu kämpfen. Dazu gehört auch das Essen. Vielleicht habe ich irgendwann noch einmal die Kraft und den Mit dazu, mich meinem gestörtem Verhalten zu stellen. Bis dahin bete ich, daß es meinen Kindern möglich sein wird ein besseres Leben zu führen.
Jeckyll ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2011, 11:44   #11
mandan69
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Hallo Sandsturm!

Schreib' doch einfach mal auf, wann, was, wo und wieviel Du ißt, damit Du überhaupt einen Überblick darüber bekommst, was Du so den ganzen Tag Dir als Input genehmigst. Manchmal ist es echt erschreckend, denn manch einer denkt, boah soviel esse ich ja gar nicht.

Das mit dem erst Süß, dann salzig, das kenne ich auch. Ich kann z.B. gerade ein Stück SchwarzwälderKirsch mit warmer Cola verdrücken und anschließend eine Salz-Essig-Gurke essen.

Nun Ess-Störungen können die unterschiedlichsten Gründe haben. Du kannst aus Frust essen, aus Langeweile, aus Einsamkeit oder aber auch nur um Dich zu spüren. Ich esse, also bin ich. Daher auch meine Empfehlung mit dem Ess-Tagebuch, denn nur so kannst Du herausfinden, wo die Wurzel allen übels liegt.

Auch ich esse gerne und vor allem gerne gut. Wir versuchen zu Hause uns möglichst gesund und abwechselungsreich zu ernähren. Trotzdem bringe ich bei einer Größe von 1,72 m immer noch 120 kg auf die Waage. Bei mir liegen die Gründe aber tatsächlich in einer Krankheit bedingt. Ich habe PCO mit Insulinresistenz und Adipositas geerbt. Zum einem habe ich dadurch leider keine Kinder und ziemlich dünnes Haar, zum anderen eben aber auch meine Fettleibigkeit und meinen Zucker.

Ich bin echt froh, über jedes Gramm das ich nicht zunehme. Und Spaß am Essen zu haben, heißt nicht darben zu müssen. Die Tortur mit Diäten habe ich vollends aufgegeben. Wir haben uns Kochbücher über Low Fat und Trennkost gekauft und gucken uns da aus, was uns beiden zu Hause wohl schmeckt. Mein Mann ißt plötzlich mehr Gemüse und wir verzichten zu Hause auf Weißmehl-Produkte.

Nach einer kleinen Umgewöhnungsphase (jaja Julchen ich weiß!) geht es uns heute gut damit. Meine Zuckerwerte sind besser, ich habe fast 4 kg verloren, ohne an der Kalorienmenge zu drehen und mein Mann hat bessere Cholesterinwerte.

Mittlerweile wagen wir uns sogar wieder an Süßkram und Knabberzeug wie Salzstangen, Salzbrezel, Schaumwaffeln, Schokoküsse und Butterkekse, denn die sind LowFat.

Nur um das für Dich beste Ernährungskonzept zu finden, mußt Du probieren, was Dir schmeckt. Dazu mußt Du aber auch wissen, warum und wann Du ißt.

Wir stehen neuerdings mehr auf angefrorene Mango (saulecker) als auf Eis. Wären wir vor einem Jahr nie drauf gekommen. Wir probieren halt rum. Was nicht schmeckt, wird nicht wieder gekocht und wir probieren jede Woche mindestens ein neues Gericht aus.

Das macht Spaß. Vor allem kochen wir jetzt fast alles frisch und regional saisonal. Das bekommt uns gut und ist auch noch gut für die Umwelt.

Ich drück' Dir die Daumen, daß Du Dein Ess-Problem ergründest. Dafür braucht es Zeit. Nimm' sie Dir.

LG
mandan
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Bei meiner Geburt hat die Fee nicht nur gelächelt, sondern fettgelacht.
mandan69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2011, 22:14   #12
Schokosahne
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Standard

Zitat:
Zitat von mandan69 Beitrag anzeigen
Wir stehen neuerdings mehr auf angefrorene Mango (saulecker) als auf Eis
Find ich auch extrem lecker, was auch sehr gut schmeckt ist Buttermilch und gefrorende Mango zusammen durchpürieren - gibt nen leckeren Sommerdrink/Shake

sorry off-topic
Schokosahne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2011, 11:13   #13
mandan69
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Danke Schokosahne, guter Tip. Mögen wir nämlich beides und ist gesund und fettarm und zuckerfrei.
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Alt 27.08.2011, 13:11   #14
Fortuna
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Hallo Sandsturm, ich habe im Wesentlichen drei Phasen durchlaufen. Die Erste war die, in der ich mich wegen der (FR)Esserei verrückt gemacht und dennoch (oder gerade deswegen) immer weiter zugenommen habe. Ich quälte mich mit Diäten, Vorgaben, Plänen, Ernährungsratgebern und ähnlichem sinnlosen Mist herum, nur um irgendwann feststellen zu müssen, dass ich mir damit nun endgültig mein (von Natur aus intelligent angelegtes und auf die eigentlichen Bedürfnisse abgestimmtes) Essverhalten ruiniert zu haben.

Denn nun kam ich in die zweite Phase. Das war die der Essanfälle, der Heißhungerattacken und all der Verhaltensweisen, die ein Körper zeigt, der völlig aus dem Gleichgewicht geworfen wurde. Zu jener Zeit erreichte ich Höchstgewicht (sehr weit im dreistelligen Bereich) und stieß immer öfter an meine Grenzen. Die Angst vor der Immobilität wurde mein steter Begleiter und so begann ich, eigentlich getrieben durch die Angst, mit Ausdauertraining (Ergometer, Gymnastik, Dehnübungen).

Mein Körpergefühl verbesserte sich dramatisch und so kam ich in die dritte Phase, in der ich eine gesunde Wut auf all diesen Diät- und Schlankheitswahn entwickelte. Ich war wütend auf all diesen Stuss, der einem als gesund verkauft wird und einen erst recht krank macht. Und das war es schlussendlich auch, was mich, nach Verrauchen des Zorns, zu dem Entschluss brachte, fortan meinem Körper mehr Aufmerksamkeit und Gehör zu schenken.

Ich musste regelrecht neu erlernen zu schmecken, oder herausfinden zu können wann ich Hunger habe, bzw. gesättigt bin. Im Zuge dieser Phase stellte ich noch viele andere Dinge fest. So beispielsweise auch, dass ich mir mit Fertiggerichten und Fastfood keinen Gefallen tue, denn die sind bis zur Unkenntlichkeit verpanscht und verwirren den Körper ganz erheblich, ja, lösten bei mir zum Teil sogar regelrechte Fressanfälle, bzw. dauerhaftes Überessen aus.

Nach dieser Phase kam der heutige Stand, der so ist, dass ich jetzt, erstmalig in meinem Leben, tatsächlich essen kann was ich (wirklich) will, da mein Geschmacksempfinden nicht mehr durch Süßstoffe, Glutamat und ähnlichen Dreck manipuliert wird - soviel wie ich will und wann ich es will - und ich nehme dennoch kontinuierlich ab. Ich habe mich in den letzten zwei Jahren annäherend halbiert. Das liegt am -für mich- (wirklich) guten Essen, in ausreichender Menge und zu den Zeiten wenn mein Körper tatsächlich danach verlangt.

Außerdem -und das ist jetzt mein Tipp an dich- habe ich das Ausdauertraining zu einem festen Bestandteil meines Tagesablaufs werden lassen. Ich fahre täglich eine halbe Stunde intensiv auf meinem Ergometer, das genügt. Ansonsten gehe ich auch wieder gerne spazieren und manchmal auch zum Schwimmen - ich bewege mich einfach wieder mehr und das zunehmend gerne.

Ich an Deiner Stelle würde versuchen mehr in Dich hineinzuhören und industriell verarbeitete Nahrung nach Möglichkeit zu meiden. Dann noch moderate Bewegung (du schreibst ja, dass du einen Hund hast und könntest einfach die Gassigänge immer mehr ausweiten) und fertig ist die Laube.

Lieben Gruss und alles Gute!
Fortuna
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Alt 18.09.2011, 06:02   #15
Kleines
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Zitat:
Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
Hat jemand von euch ähnliche Probleme????
hallo!
ja und zwar genau dieselben probleme!

ich wiege 93 kg bei 168 körpergröße und war vor 2 jahren noch schlank, hatte jeansgröße 36/38.

irgendwann fing ich an mehr zu essen als sonst und obwohl ich ständig zunahm habe ich nicht aufgehört zu essen... damals hatte ich noch ein schlechtes gewissen beim essen, heute nicht mehr obwohl ich es mir wünschte, ich weiß wenn ich so weitermache werde ich, so schnell kann ich nicht mal schauen wieder 35kg in 2 jahren zunehmen.

ja, die zunahme frustriert mich erst dann wenn ich mal ausgehen will und nichts zum anziehen finde oder ich mich in die öffentlichkeit begeben muss wo jeder auf meinen dicken bauch schauen kann und solange ich keine gesundheitlichen probleme habe wird es wahrscheinlich so bleiben dass ich kein schlechtes gewissen hab beim essen.

ich frage mich gerade wie es weitergehen soll mit mir ich will doch abnehmen aber ich denke ja erst gar nicht nach was ich alles in mich reinstopfe
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Alt 18.09.2011, 10:03   #16
Mendi
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Halo Kleines,

willkommen im Forum.

Versuche es mal, wirklich auf Hunger zu warten, du wirst überrascht sein, wie lange das dauert (der Mensch braucht nicht wirklich fünf Mahlzeiten) und wie schnell du dann auch zum Sättigungsgefühl kommst. Finde deinen eigenen Rythmus.

Bei mir sind das zwei Mahlzeiten, eine am sehr späten Vormittag und eine am späten Nachmittag, so schaffe ich es dann abends nur Obst zu essen und gehe nicht übersättigt ins Bett.
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Alt 18.09.2011, 11:29   #17
Kleines
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Zitat:
Zitat von Mendi Beitrag anzeigen
Halo Kleines,

willkommen im Forum.

Versuche es mal, wirklich auf Hunger zu warten, du wirst überrascht sein, wie lange das dauert (der Mensch braucht nicht wirklich fünf Mahlzeiten) und wie schnell du dann auch zum Sättigungsgefühl kommst. Finde deinen eigenen Rythmus.

Bei mir sind das zwei Mahlzeiten, eine am sehr späten Vormittag und eine am späten Nachmittag, so schaffe ich es dann abends nur Obst zu essen und gehe nicht übersättigt ins Bett.
Danke

ja, das ist eine gute idee, später essen wäre für mich am besten weil ich sowieso schon viel esse und wenn ich erst einmal anfange mit essen dann kann ich meistens nicht mehr aufhören ( ich nehm mir dann immer so kleinigkeiten zum essen und das summiert sich dann ).

werde das so versuchen, danke
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Alt 18.09.2011, 11:48   #18
Rieke
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Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
irgendwann fing ich an mehr zu essen als sonst und obwohl ich ständig zunahm habe ich nicht aufgehört zu essen... damals hatte ich noch ein schlechtes gewissen beim essen, heute nicht mehr obwohl ich es mir wünschte, ich weiß wenn ich so weitermache werde ich, so schnell kann ich nicht mal schauen wieder 35kg in 2 jahren zunehmen.
Sag' mal, hast du wirklich eine Essstörung mit Fressanfällen oder regelmäßigem Überessen (= Essen bis zur Übelkeit bzw. Essen trotz eindeutigem Sattsein)? Durch sich summierende Kleinigkeiten sind 35 kg Gewichtsveränderung in zwei Jahren nämlich nicht zu erklären.
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Alt 18.09.2011, 13:55   #19
Mendi
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Hallo Kleines,

hast du dich körperlich untersuchen lassen in letzter Zeit? - Schiddrüsenwerte, Blutwerte - besonders eine Schiddrüsenstörung kann auch zu Essstörungen führen oder sie zumindest begünstigen. Kann nicht schaden das untersuchen zu lassen.
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Alt 18.09.2011, 14:56   #20
Seraphina
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Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
werde das so versuchen, danke
Ich glaube ja, Mendi meinte weniger "Iss später, dann isst Du weniger, und im Ganzen iss so wie ich", sondern eher: "Iss, wann *Du* Hunger hast. Nur dann und nur, bis du satt bist." Jetzt mit knurrendem Magen zu warten, bis Du Dir am späten Vormittag die erste Mahlzeit erlaubst, obwohl Du die schon drei Stunden vorher gebraucht hättest, sollte also eher nicht die Konsequenz sein.
Seraphina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2011, 17:02   #21
Kleines
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Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Sag' mal, hast du wirklich eine Essstörung mit Fressanfällen oder regelmäßigem Überessen (= Essen bis zur Übelkeit bzw. Essen trotz eindeutigem Sattsein)? Durch sich summierende Kleinigkeiten sind 35 kg Gewichtsveränderung in zwei Jahren nämlich nicht zu erklären.
damals hab ich viel nutella und süsses gegessen das hat natürlich nicht satt gemacht und hab auch viel fettes gegessen...

"heute" ist es so das ich nicht einmal weiß wann ich satt bin und überfressen tu ich mich auch manchmal, ja

es gibt aber auch tage da kann ich bewusster essen, das halte ich aber nur ein paar tage aus und dann kommen die tage wo ich alles was ich abgenommen habe wieder zunehme, ich schwanke immer so zwischen 88 kg und 93 kg mehr geht einfach nicht runter...
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Alt 18.09.2011, 17:05   #22
Kleines
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Zitat:
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Hallo Kleines,

hast du dich körperlich untersuchen lassen in letzter Zeit? - Schiddrüsenwerte, Blutwerte - besonders eine Schiddrüsenstörung kann auch zu Essstörungen führen oder sie zumindest begünstigen. Kann nicht schaden das untersuchen zu lassen.

ich war bei meiner ärztin und hab alles untersuchen lassen, die schilddrüse ist es nicht, es ist eher psychisch bei mir,
bin hochsensibel und kann mich im realen leben nicht von anderen menschen abgrenzen... ich glaube da liegt das problem
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Alt 18.09.2011, 17:08   #23
Kleines
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Zitat:
Zitat von Seraphina Beitrag anzeigen
Ich glaube ja, Mendi meinte weniger "Iss später, dann isst Du weniger, und im Ganzen iss so wie ich", sondern eher: "Iss, wann *Du* Hunger hast. Nur dann und nur, bis du satt bist." Jetzt mit knurrendem Magen zu warten, bis Du Dir am späten Vormittag die erste Mahlzeit erlaubst, obwohl Du die schon drei Stunden vorher gebraucht hättest, sollte also eher nicht die Konsequenz sein.
stimmt! danke!

heute konnte ich mich komischerweise zurückhalten mit dem essen, hmm, wahrscheinlich weil ich viel zu tun hatte
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Alt 18.09.2011, 17:34   #24
Rieke
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Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
damals hab ich viel nutella und süsses gegessen das hat natürlich nicht satt gemacht und hab auch viel fettes gegessen...
So "natürlich" ist das nicht, dass die gewählten Nahrungsmittel nicht satt machen.

Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
"heute" ist es so das ich nicht einmal weiß wann ich satt bin und überfressen tu ich mich auch manchmal, ja

es gibt aber auch tage da kann ich bewusster essen, das halte ich aber nur ein paar tage aus und dann kommen die tage wo ich alles was ich abgenommen habe wieder zunehme, ich schwanke immer so zwischen 88 kg und 93 kg mehr geht einfach nicht runter...
Dein "bewusstes" Essen geht in Richtung Hungern - oder? Sicher jedenfalls in die Richtung, dir vieles zu verbieten...

Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
ich war bei meiner ärztin und hab alles untersuchen lassen, die schilddrüse ist es nicht, es ist eher psychisch bei mir,
bin hochsensibel und kann mich im realen leben nicht von anderen menschen abgrenzen... ich glaube da liegt das problem
Selbst wenn du aus psychischen Gründen mehr und häufiger isst, als dein Körper es bräuchte, und selbst wenn du dich manchmal überfrisst, sind 35 kg in zwei Jahren 'ne Menge Holz. Eigentlich hättest du dafür jeden einzelnen Tag spürbar über deinen Bedarf essen müssen. D.h., mindestens am Anfang hättest du dich merklich täglich überfressen.

Diese Zunahme ist m.E. für den Standard-Frustesser ohne Binge-Eating-Disorder eigentlich nicht zu schaffen. An deiner Stelle würde ich einen Endokrinologen aufsuchen und das Hormonsystem mal gründlich checken lassen.

Außerdem würde ich erstmal eine Bestandsaufnahme machen und zwei Wochen lang das übliche, nicht bewusste Ernährungsverhalten protokollieren. Danach schauen, wieviel es wirklich so im Schnitt pro Tag ist und ob das Pi mal Daumen deine Gewichtsentwicklung erklären kann.

Wenn das der Fall ist und du wirklich überisst, dann könntest du nochmal ein Ernährungsprotokoll führen - diesmal unter psychologischen Gesichtspunkten. Wie fühlst du dich vor dem Essen, währenddessen, danach...? Und erst, wenn sich dabei psychische Gründe fürs Essen finden, dann kann man sagen, dass es psychisch verursacht ist. Und erst dann hat man überhaupt etwas, wo man ansetzen könnte, um etwas zu verändern.

Geändert von Rieke (18.09.2011 um 17:39 Uhr)
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Alt 16.10.2011, 16:27   #25
Sanny2804
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Kleines, Es kann auch sein, dass du soviel zugenommen hast, weil du z.B. die Pille nicht verträgst, so wie Rieke schon schrieb, Probleme mit Hormonen.
Ich hab auch durch die Pille eine Menge zugenommen und hab es aufs Essen geschoben.
Als ich nach der Geburt meines Sohnes dann wieder die Pille nahm, passierte diese plötzliche Zunahme schon wieder und hörte mit absetzen der Pille auf, nun steh ich halt so in meiner Gewichtsklasse herum ... Puh...
Sanny2804 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2011, 10:51   #26
Kleines
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hallo,

ich hab meine hormone checken lassen davon kann es nicht sein und die pille nehme ich seit jahren nicht mehr.

ich hab einfach eine essstörung entwickelt und bin dabei sie loszuwerden... bis jetzt klappt es ganz gut.

danke trotzdem
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Alt 14.11.2011, 16:10   #27
Rieke
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Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
ich hab meine hormone checken lassen
Welche Hormone wurden wie gecheckt?
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Alt 14.11.2011, 16:17   #28
cinnamon_lady
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Zitat:
Zitat von Kleines Beitrag anzeigen
hallo,

ich hab meine hormone checken lassen davon kann es nicht sein und die pille nehme ich seit jahren nicht mehr.

ich hab einfach eine essstörung entwickelt und bin dabei sie loszuwerden... bis jetzt klappt es ganz gut.

danke trotzdem
Dazu noch: wenn du kannst, lass dir die Werte (speziell die der Schilddrüse) mal geben, viele Ärzte arbeiten mit veralteten Referenzwerten.

Und bist du in psychologischer Behandlung? Denn "loswerden" kann man so eine Essstörung ja nicht einfach mal...
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Alt 14.11.2011, 18:18   #29
Sonnenkuss
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Besonders nicht durch Diät machen, kriegt man die Essstörung los...
__________________
-o-
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Alt 10.03.2012, 22:15   #30
MadamMim88
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Hallo zusammen,

ich wollte einfach mal eure Meinung zu meinem Essverhalten hören, denn ich bin mir nicht sicher ob ich eine Esstörung habe.

Mein Gewicht liegt derzeit bei +176kg - naja nichts neues ich bin schon als Kleinkind en dolles Ding gewesen und so mit 15 rum wog ich auch schon 168 kg.

Ich finde mein Essverhalten relativ normal bis auf abends aber ich bin eben kein Fan von ollem Brot mit faden Aufschnitten. Ok hier mal die schonungslose Aufzählung:
Frühs: 1 belegtes Brötchen (ohne Butter) + 1 Activia
Mittags: warm und 1 1/2 Portion (weil sichs nicht mehr lohnt auf zu heben )
Nachmittags: manchmal 1 Stück Kuchen oder 4-5 Plätzchen
Abends: dann aber meistens nochmal warm 1 1/2 hühnerschnitzel mit toast und gemüse oder Frühlingsrollen, 2 Putensteaks mit Salat etc. Zwischendurch: im Durchschnitt eine handvoll Salzstangen und 2-4 BonBons, Trinken: tu ich Selters und Kaffee+Milch , Cola oder Fanta trinke ich fast 2 Liter pro Woche, aber keinen Alkohol.
So Attacken habe ich eigentlich nicht, wenn es bei mir mal soweit ist dass ich mir sage *boar ich hab so en Frust oder so en scheiß Tag, ich brauch jetzt was ... dann esse ich zwei Schokostreifen/riegel oder kaufe mir ne tüte Chips

Was meint ihr zu meinem Essverhalten? Ich wäre euch dankbar für ehrliche Meinungen


Eure Madam Mim
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Alt 10.03.2012, 23:38   #31
Rieke
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Hm, an Tagen ohne das Stück Kuchen wäre ich mit so einem Speiseplan längst nicht satt. Ohne solche Snacks zwischendurch würde ich dann zum Werwolf. Von daher sieht dein Essverhalten für mich eher zu kontrolliert aus, als dass ich es in Richtung "Essen ohne Hirn" gestört fände.
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Alt 11.03.2012, 00:10   #32
cinnamon_lady
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Das ist zu ungenau. Schreib doch mal einen echten Tag auf (also mit Mengenangaben und so) und rechne mal aus, auf welche Kalorienzahl du kommst.

Bist du körperlich gesund? Irgendwelche Nahrungsmittelallergien, Schilddrüsenprobleme, PCO(S), Diabetes etc.?
cinnamon_lady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2012, 11:18   #33
Dukkha
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Zitat:
Zitat von MadamMim88 Beitrag anzeigen
denn ich bin mir nicht sicher ob ich eine Esstörung habe.

Was meint ihr zu meinem Essverhalten? Ich wäre euch dankbar für ehrliche Meinungen
Erst einmal glaube ich, dass wenn du dir nicht sicher bist, ob du eine Essstörung hast es vielleicht einen Gedanke wert wäre, einen Psychotherapeuten aufzusuchen mit dem du über deine Befürchtung sprichst.

Es ist sehr schwer sich eine Essens-Aufzeichnung anzusehen und zu sagen, dass ist zu viel oder das ist zu wenig oder auch zu sagen, die Menge an Essen ist in Ordnung.

Es hängt doch von vielen Faktoren ab, ob die Menge des Essens in Ordnung ist....für mich sind folgende Fragen wichtig "bin ich satt nach dem Essen" oder "habe ich das Bauchgefühl zu viel gegessen zu haben und deshalb ist mir schlecht" oder "fühle ich mich wohl mit dem was ich esse" oder "fühle ich mich nach dem Essen vital".

Wie du siehst ist es, meiner Meinung nach, nicht nur davon abhängig was du, an einem Tag, isst.
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Alt 11.03.2012, 11:32   #34
MadamMim88
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Tagchen,

ja ich mache mir schon meine Gedanken was und wie viel ich esse aber wenn es sehr gut schmeckt dann esse ich zu den Mahlzeiten eben mehr 1 1/2 oder auch 2 Portionen aber dafür bin ich auch länger satt.

Ja, das mit den Kalorien zusammen rechnen wäre mal eine gute Idee ... ich verbrauche eben auch nicht soviel Energie weil ich mich nicht viel Bewege

@ cinnamon_lady ... Ja, ich habe leider einige Erkrankungen für die ich auch jede Menge Tabs schlucke. Schilddrüsenunterfunktion, Lymphödem(Wassereinlagerungen), Bluthochdruck, leichte Magenentzündung, Blutanemie, Borderline, Soziale Phobie joa und bestimmt noch irgendwas wass noch nicht aufgedeckt wurde Ich nehme derzeit 7 Tabletten am Tag davon zwei für die Psyche.

Das spielt sicher auch alles ein Rolle - aber eigentlich wurde bei mir noch nie eine Esstörung diagnostiziert - obwohl mir mal eine Schwester geraten hat eine Magen Op zu machen *lol* Naja typisch Vorurteile.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag

Eure *heute mal gut gelaunte* Madam Mim
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Alt 11.03.2012, 12:37   #35
Fräulein Wunder
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Erstmal finde ich dass Kalorienzählen bitte nicht zum ersten Schritt gehören sollte, wenn man dabei ist auf eigene Faust zu erkunden ob man eine Essstörung hat. Das finde ich keine gute Idee.
Sowas gehört - wenn überhaupt - in eine Therapie mit professioneller Beratung.

Ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass man per Ferndiagnose anhand von Essensplänen sehen kann welches Verhalten nun "normal" und welches schon "gestört" ist. Dazu ist der Bedarf einfach zu individuell und dazu hast Du MdmMim sicher auch zu viele Faktoren, die sich auf das Gewicht auswirken können (Schilddrüse, Bluthochdruck, Medikamente etc. )

Du könntest zunächst versuchen darauf zu achten welche Gedanken und Gefühle, welche Rituale und Gewohnheiten Du mit dem Essen verbindest. Wie sehr es Dein Denken und Handelt beeinflusst.


Auf mich wirkt Dein Essverhalten offen gesagt vollkommen normal ... für mich wären die Mengen (an Tagen ohne Kuchen) zu wenig (und ich bewege mich in etwa in Deiner Gewichtsklasse), aber das muss nichts aussagen.

Wenn Du Dich wirklich sorgst, dann suche am besten eine Beratungsstelle auf (oder melde Dich anonym online dort) ...
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Alt 11.03.2012, 17:49   #36
HamsterD
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Ich kann Frl. Wunder da nur beipflichten, und ich sehe da auf den ersten Blick nichts ungewöhnliches im Essverhalten, so es normalerweise so aussieht. Ob es eine Essstörung ist, hängt auch viel eher davon ab, ob du Zwang empfindest, wie ferngesteuert handelst, Essen als Ersatz für Gefühle verwendest oder Gefühle damit abtöten willst, solche Sachen.

Gruß
Dani
HamsterD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2012, 18:24   #37
cinnamon_lady
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Zitat:
Zitat von Fräulein Wunder Beitrag anzeigen
Erstmal finde ich dass Kalorienzählen bitte nicht zum ersten Schritt gehören sollte, wenn man dabei ist auf eigene Faust zu erkunden ob man eine Essstörung hat. Das finde ich keine gute Idee.
Sowas gehört - wenn überhaupt - in eine Therapie mit professioneller Beratung.
Von einem Tag wird sich vermutlich kein zwanghaftes Verhalten einstellen. Und ich hab das mit den genauen Mengen nur vorgeschlagen, weil das nach einer normalen Nahrungsmenge aussieht, der Teufel aber oft im Detail steckt und grade die eben fehlten. Aber muss sie ja nicht, wenn sie nicht mag.

Zitat:
Ja, ich habe leider einige Erkrankungen für die ich auch jede Menge Tabs schlucke. Schilddrüsenunterfunktion, Lymphödem(Wassereinlagerungen), Bluthochdruck, leichte Magenentzündung, Blutanemie, Borderline, Soziale Phobie joa und bestimmt noch irgendwas wass noch nicht aufgedeckt wurde Ich nehme derzeit 7 Tabletten am Tag davon zwei für die Psyche.
Hmm...bist du mit all diesen Dingen gut eingestellt/in Behandlung? Könnte dein Gewicht nebenwirkungsbedingt sein und vielleicht ein Tablettenwechsel sinnvoll? Bekommst du Lymphdrainagen?
cinnamon_lady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2012, 19:26   #38
MadamMim88
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Daumen hoch

Hallo ihr Lieben !

Erstmal vielen dank für eure Meinungen, Einschätzungen und Tipps. Ich muss zugeben dass ich eigentlich so gut wie gar nichts über Esstörungen weiss.

Aber durch die Beiträge von Fräulein Wunder und Hamster - hat sich meine Empfindung eigentlich bestätigt.
Ich würde jetzt auch nicht sagen dass ich ein gestörtes Essverhaltem habe, das hat mir auch nie ein Therapheut gesagt oder so. Ich weiss wann ich zu viel und wann ich zu wenig esse. Aus der Adipositas-Reha habe ich ja auch einiges lernen können und ja ich wollte einfach nur auf Nummer sicher gehen mit meinem Frage-Beitrag Mein Essen ist mir heilig


Liebe Grüße

Mad Madam Mim
MadamMim88 ist offline   Mit Zitat antworten

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