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Deutschlands Forum für Dicke  
     

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Der blaue Salon
Nicht-dicke Plaudereien.

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Alt 08.08.2014, 21:19   #1
uwed100
Gast
 
Standard Obdachlose

Sind Obdachlose aufgrund ihrer Alkohol - / Drogensucht selbst Schuld an ihrer Situation ?
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Alt 08.08.2014, 21:40   #2
Schokosahne
Moderator/in
 
Benutzerbild von Schokosahne
 
Registriert seit: 24.04.2010
Ort: Erlangen
Beiträge: 1.525
Standard

Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
Sind Obdachlose aufgrund ihrer Alkohol - / Drogensucht selbst Schuld an ihrer Situation ?
Wie ist Deine Haltung dazu?
Schokosahne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2014, 21:59   #3
tortilla
Viele Gedanken - viele Worte
 
Registriert seit: 29.11.2010
Beiträge: 128
Standard

Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
Sind Obdachlose aufgrund ihrer Alkohol - / Drogensucht selbst Schuld an ihrer Situation ?
Ich wusste gar nicht, dass "obdachlos" identisch mit "suchtkrank" ist.

Liebe Grüsse
tortilla
tortilla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2014, 22:15   #4
uwed100
Gast
 
Standard

@ schokosahne : Ich hätte dazu so viel zu sagen, daß ich
nicht weiß, wo ich anfangen soll. Deswegen möchte ich erst einmal
die Stimmen des Forums hören, um dann darauf einzugehen.
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Alt 08.08.2014, 22:51   #5
nessi
Mit Elan dabei
 
Registriert seit: 01.08.2013
Beiträge: 65
Standard

Meine Meinung? Ja, Obdachlose sind selbst Schuld an ihrer Situation, aber beiweitem nicht alle davon sich drogensüchtig.
nessi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2014, 23:12   #6
enibaS
Gast
 
Standard

Oberflächlich betrachtet kann man sagen: „Ja, sie sind selber schuld“.

Mache ich nicht, wenn ich einen Obdachtlosen sehe oder mit ihm in Kontakt komme. Niemand kann die Situation eines anderen Menschen beurteilen. Niemand weiß, warum dieser Mensch gerade in diese Situation gekommen ist. Vielleicht konnten sie mit einem Schicksalsschlag nicht gut umgehen, Scheidung, Arbeitsplatzverlust etc. Es gibt so vieles, das einen Menschen aus der Bahn werfen kann. Und nicht immer sind diese Menschen dumm, Alkoholiker und Drogenabhängige. Einige waren früher gutsituiert, haben Bildung und einen Beruf.

Ich kenne zwei Obdachtlose. Der eine war Arzt und der andere Rechtsanwalt. Ich kenne auch die Lebensgeschichte der beiden und ich möchte DAS nicht erlebt haben.
Auch das „zurückkommen“ ist nicht so einfach. Es fällt schwer sich wieder anzupassen und nur mit festen Wohnraum ist es nicht getan.
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Alt 09.08.2014, 02:12   #7
Rosemarie
Viele Gedanken - viele Worte
 
Benutzerbild von Rosemarie
 
Registriert seit: 26.03.2013
Beiträge: 231
Standard

Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
Sind Obdachlose aufgrund ihrer Alkohol - / Drogensucht selbst Schuld an ihrer Situation ?
Ich würde sagen, daß das nicht nur auf den Einzelfall ankommt, sondern auch darauf, was man unter Schuld jeweils versteht. Gerade der Schuldbegriff ist nämlich sehr kontextabhängig. Eine Mutter schimpft vielleicht mit ihrem kleinen Kind, daß es "schuld" daran sei, daß die Mutter jetzt saubermachen muß, weil es eine Tasse heruntergeworfen hat. Ein Strafrichter würde da aber sicher nicht von Schuld sprechen. Dabei schwankt die Vorstellung von Schuld je nach Gebiet zwischen bloßer Verursachung und persönlicher Vorwerfbarkeit.

Wenn ich anfange, kostspielige Drogen zu nehmen, meiner Arbeit nicht mehr nachgehe, meine Miete nicht mehr zahle usw. lande ich natürlich früher oder später auf der Straße, ob ich aber auch daran schuld bin, kommt eben darauf an, welche Anforderungen ich an die Schuld stelle und was mich ggf. entschuldigen könnte.
Rosemarie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 09:31   #8
Bircan
Gast
 
Standard

Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
Sind Obdachlose aufgrund ihrer Alkohol - / Drogensucht selbst Schuld an ihrer Situation ?
… für das Wort „Obdachlose“ kannst du viele Substantive einsetzten – warum wählst du denn das Wort Obdachlose, dass würde mich interessieren.

Eigentlich fragst du danach, ob jemand (Mann, Frau, jung, alt, Arzt, Reinigungskraft …) mit einer sehr stark ausgeprägten Sucht selbst Schuld an seiner Situation ist.

Es gibt genetische Vorbelastungen für die Suchtentwicklung, es gibt den „Vorbildcharakter“ der Eltern der einen Menschen prägt … meistens „lösen“ die erwachsenen Kinder dann ihre Konflikte auf die selbst Art wie ihre Vorbilder.

Neben den biologischen und familiären Aspekten spielen auch gesellschaftliche Einflüsse eine Rolle bei der Entstehung einer Sucht. Die frühzeitige Verfügbarkeit z.B. von Alkohol, die Unsicherheit die mit entsprechenden Drogen überspielt wird.

Was ist denn Schuld – wenn man einen Fehler macht und ihn in der Zukunft nicht umgeht? Vielleicht ist der ein oder andere Mensch einfach so, dass er Fehler machen möchte und dazu sollte jeder Mensch das Recht haben … solange er einen anderen nicht verletzt!
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Alt 09.08.2014, 09:31   #9
Sonnenkuss
Lebende Legende
 
Benutzerbild von Sonnenkuss
 
Registriert seit: 30.08.2003
Ort: Nürnberg
Beiträge: 2.089
Standard

Sind dann "Obdachhabende" auch schuldig?
Wahrscheinlich.

Die Schuldfrage finde ich schier genauso müßig, wie die "sind Dicke an ihrem Dicksein schuldig oder das Blondinnen dumm sind.

Es gibt bei Obdachlosigkeit so viele Faktoren und Schiksale, da eine pauschale Antwort zu erwarten oder selbst nur zu suchen, zeugt von einer gewissen Eindimensionialität.

Zu deutsch: Schreib doch bitte, bei wem du das und warum so empfindest, bevor du erst Mal wieder so eine provokativ eingeschränkte Frage in den Raum stellst. Nenne Ross und Reiter und wir können diskutieren.
Aber so hohlen Allgemeinplätzen wie "Türken riechen nach Knoblauch" verweigere ich mich. Da ich selbst auch differenzierter behandelt werden möchte und das, *oh Wunder*, auch Alkohol- oder Drogenabhängigen zugestehe.
__________________
-o-
Sonnenkuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 10:21   #10
Mendi
Lebende Legende
 
Benutzerbild von Mendi
 
Registriert seit: 25.06.2005
Ort: NRW
Beiträge: 1.860
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Hallo

ich würde sagen, jeder Erwachsene ist für seine Lebensweise weitgehend selbst verantwortlich.

@uwed100 - was soll diese Pauschalisierung? - es gibt nicht: die Obdachlosen, die Dicken, die Ausländer - jedes Individuum hat seine eigene Geschichte.

Zur Obdachlosigkeit: ich hatte einen Freund, der an seinem achtzehnten Geburtstag obdachlos wurde. Seine Mutter hat ihn ohne Vorwarnung rausgeworfen (weil er ja jetzt erwachsen war), er hat ein Jahr lang auf der Strasse gelebt, danach in einer Unterkunft für Obdachlose. Beides hat er ohne Alkohol und Drogen überstanden, ist auch immer arbeiten gegangen und heute führt er wieder ein "normales Leben". - Es geht, aber ich kann mir vorstellen, wie schnell man in einer solchen Situation schwach werden kann.

Ich selbst war auch schon in einer Situation, in der ich fast obdachlos geworden wäre, habe aber zum Glück noch shcnell genug eine Wohnung gefunden. Auch ohne Alkohol und Drogen kann jeder schnell in eine solche Sotuation kommen.
__________________
Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
Mendi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 11:14   #11
uwed100
Gast
 
Standard

"Die sind selber Schuld" ist das Pauschalurteil meiner Kollegen und meines sonstigen beruflichen Umfeldes über die Obdachlosen.
Der Hintergrund ist, daß ich seit Jahren so ziemlich der einzige bin, der sich überhaupt mit diesen Menschen unterhält, manchmal kleine Hilfestellungen leiste oder auch schon mal mit ihnen lache........
Somit bin ich irgendwie in den Augen der Obdachhabenden ( schönes Wort Sonnenkuss) nicht ganz koscher, da ich mich mit Bettlern gemein mache, ohne einer zu sein. Ich wurde sogar schon des Öfteren gewarnt oder direkt aufgefordert, mein Verhalten zu ändern, und die (obdachlosen) Bettler entweder zu vertreiben oder zu ignorieren.
Ich benutze das Wort "Obdachlose", weil es halbwegs neutral ist (wenn auch Behördendeutsch), meine Kollegen würden von "Pennern" oder "Asis" sprechen.
Im Umfeld meines Arbeitsplatzes sind diese Leute ausnahmslos entweder drogen- oder alkoholabhängig, mischen auch beides.
Da ich ihre Geschichten zum Teil kenne, tun sie mir hauptsächlich Leid, vor allem die Jugendlichen (weil sie besonders hilflos sind und i.d.R. eine fürchterliche Kindheit hatten).
Natürlich gibt es Hilfsangebote en gros in meiner Stadt - auch dieses Argument würden meine Kollegen bringen, die Obdachlosen sind eben zu unfähig, diese anzunehmen.Ich kann dazu nur sagen "Nichts ist so wie es scheint", weder die Hilfsangebot noch die Lebensführung der Obdachlosen.
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Alt 09.08.2014, 12:17   #12
Bircan
Gast
 
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Mich macht folgendes stutzig – du beginnst diesen Thread mit der Frage nach Schuld/Drogen und Obdachlosigkeit und sagst selbst nach der Rückfrage, wie deine Haltung dazu ist, dass du dazu so viel zu sagen könntest, dass du nicht weißt wo du anfangen sollst.

Die Antworten auf deine Fragen waren von allen Usern ähnlich und zwar in Richtung, dass man einen Menschen in solch einer Situation nicht pauschal beurteilen könne und deshalb auch nicht von Schuld sprechen kann.

Anfangs erklärst du, dass deine Intention der Frage darauf beruht, dass du die Meinungen der User hören möchtest und danach dich selbst äußerst … die Antworten kamen und die waren für mich als User nicht ungewöhnlich, denn die Schreiber in diesem Forum sind nicht dafür bekannt selbstgerechte Menschen zu sein – was haben dir denn nun die Antworten gebracht?
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Alt 09.08.2014, 13:38   #13
Zora
Hier qualmt die Tastatur
 
Benutzerbild von Zora
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 327
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Zitat:
Zitat von Bircan Beitrag anzeigen

Anfangs erklärst du, dass deine Intention der Frage darauf beruht, dass du die Meinungen der User hören möchtest und danach dich selbst äußerst … die Antworten kamen und die waren für mich als User nicht ungewöhnlich, denn die Schreiber in diesem Forum sind nicht dafür bekannt selbstgerechte Menschen zu sein – was haben dir denn nun die Antworten gebracht?

Vielleicht einfach nur sein Weltbild bestätigt? Wer weiß das schon.
__________________
Theorie ist: Wissen wie etwas funktioniert aber es geht nicht
Praxis ist: Es funktioniert und keiner weiß warum
Zora ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 13:56   #14
silas
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Beiträge: 177
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nein, meiner Meinung nach sind Obdachlose nicht schuld an ihrer Situation. Ich kann doch einem Menschen keine Schuld dafür geben, dass er in seinem Leben gescheitert ist, weil er nicht in der Lage dazu war, sein Leben zu organisieren, Probleme zu lösen.

Jeder Mensch gerät doch hin und wieder mal in eine Lage oder wird mit einem Problem konfrontiert, mit dem er vielleicht überfordert ist, Hilfe von anderen benötigt oder sich immer wieder disziplinieren und aufraffen muss, um diese Probleme in den Griff zu kriegen, sich den täglich neuen Problemen auch zu stellen

Und eben das, schafft nun einmal nicht jeder. "Versagen" ist doch keine Schuldfrage. Niemand bringt sich doch freiwillig in eine für ihn nachteilige Lebenssituation, sondern gerät nach und nach in sie hinein, rutscht immer tiefer und findet dann irgendwann keinen Ausweg mehr. Auch Scham spielt dabei eine Rolle. Und Hilflosigkeit, wer hilft einem, wenn man dieses oder jenes Problem hat, an wen kann ich mich wenden? An wen muss ich mich zuerst wenden, wenn mehrere Problematiken zusammentreffen?

Eine Wohnung kann man ganz leicht verlieren. Dazu muss man nicht einmal mit 2 Monatsmieten im Rückstand sein. Es reicht schon aus, dass die Miete 2mal unpünktlich bzw zu spät kommt; und schon darf der Vermieter eine Abmahnung aussprechen, im Wiederholungsfall die Kündigung, evt sogar die fristlose. Zack, und nun?

Das kann schnell gehen. Da reicht es aus, dass der Arbeitgeber mal nicht bezahlt, weil er selber insolvent ist. Und schon hat man ein Problem mit der Miete....

Wenn ein normaler Arbeitnehmer bspw seinen Job wechseln will oder muss, dann bekommt er den Lohn des neuen Arbeitgebers vielleicht in der Mitte des nächsten Monats. Beim vorigen Arbeitgeber bekam er diesen jedoch bereits zum Monatsanfang. Wenn dann die Miete jedoch schon am 01. fällig ist, müsste er diese theoretisch selber vorstrecken, da er das erste Gehalt ja erst am 15. bekommt. Und schon hat er ein Problem, dass er nicht lösen kann, wenn er zb keine Geldreserven hat.

Da hilft dann auch kein Jobcenter weiter, denn der Arbeitnehmer hat ja einen Job. Und beim Jobcenter werden auch sehr schnell Sanktionen verhängt, auch schon bei Kleinigkeiten, zb wenn jemand mal einen Job ablehnt, weil er nicht schon wieder in der erst besten Zeitarbeitsfirma anfangen möchte. Oder er versäumt einen Abgabetermin für Unterlagen. Oder sontiges. Schon wird eine Sanktion verhängt, wenn man Pech hat.

Ob dann die Miete bezahlt werden kann, interessiert das Amt dann nicht. Die Person bekommt den Mindestsatz ausbezahlt und muss davon alles bestreiten, nach dem "wie" fragt niemand.

Diese Dinge passieren täglich normalen Menschen, Arbeitnehmern, Arbeitslosen, Hartz4 Empfängern, alten Menschen, Menschen die krankheitsbedingt nicht arbeiten können, Rentnern. Die müssen dann eigenständig eine Lösung finden, sich evt Geld leihen, sich trauen beim Amt ihre Rechte einzufordern, notfalls mit einem Anwalt; sie müssen aktiv werden und bleiben, Fristen einhalten.

aber selbst den "normalen" Leuten fällt das oftmals schwer, da man bei den Ämtern einen langen Atem braucht, seine Rechte genau kennen muss, sich wehren können muss, auch wissen muss, wie man die komplizieren Formulare ausfüllen muss

wie soll das nun jemand schaffen, der auch nur ein wenig eingeschränkt ist? Sei es durch eine Suchterkrankung, eine Angststörung, körperliche Erkrankung, psychische Erkrankung, viele Menschen sind ja auch mit der Organisation ihrer Unterlagen überfordert, können keine Formulare ausfüllen, leben vielleicht in Chaos und Unordnung und finden schlichtweg ihre Papiere nicht, versäumen dadurch widerum Fristen beim Amt

wenn also schon ein durchschnittlich funktionierender Mensch Schwierigleiten mit Ämtern und Formularen hat, wie soll das dann erst ein Mensch mit richtigen Problemen schaffen?

da gibt es einfach viel zu viele Pflichten, wenn man eine Wohnung hat, muss man diese in Ordnung halten, vielleicht das Treppenhaus reinigen, die Post reinholen und bearbeiten, einkaufen gehen, sich selbst darum kümmern, woher man sein Geld bekommt

ein kranker Mensch schafft das irgendwann nicht mehr. Und dann entgleitet ihm alles, das geht sehr viel schneller, als sich das viele vorstellen können

und eine Suchterkrankung, psychsiche Erkrankung usw kann nahezu jeden treffen. Jeder Mensch erlebt Schicksalsschläge, der eine mehr, der andere weniger. Tod eines nahen Angehörigen, Mobbing, Gewalt durch andere, Unfall, schwere Erkrankung, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Scheidung usw

das sind ganz sicher keine bedauernswerten Einzelfälle, und immer mehr Menschen erkranken ja mittlerweile psychisch. Es werden immer mehr. Das heisst dann aber auch, dass immer mehr Menschen auch Gefahr laufen, abzustürzen, sobald sie in ihrem Alltag nicht mehr ausreichend funktionieren können

der Weg nach unten ist gar nicht so weit, und kann jeden treffen, der eben keine 20 Leute hinter sich stehen hat, die helfen und ihn auffangen. Und der vielleicht einfach nicht mehr aufstehen und kämpfen kann oder will, da er zb unter Depressionen leidet (auch eine Erkrankung, die immer mehr Menschen trifft)

jeder, der eine Depression hat kann doch ein Lied davon singen, wie schwer es da fällt, den Alltag zu organisieren. Weil eben alles egal ist. Und wer nicht mehr organisieren kann, der fällt.

immer mehr Menschen können ihre Stromrechnungen nicht bezahlen....

viele Menschen haben Probleme, ihre Miete zu zahlen oder finden nach einer Kündigung durch den Vermieter keine neue Wohnung mehr....

immer mehr Menschen sind überschuldet....

sind die alle "schuldig" und haben dann halt einfach Pech gehabt, dass sie zuviele Fehler in ihrem Leben gemacht haben oder nie gelernt haben, Probleme anzupacken, bevor alles entgleitet und immer schlimmer wird?
silas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 14:48   #15
eifelinchen
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Ort: Hinter den Bergen...
Beiträge: 2
Standard den Nagel auf den..

Kopf getroffen...
hat Silas.
Das geht mittlerweile so schnell.

Wenn ich das hier so sehe, wer da bei "der Tafel" so ansteht.
Boah und da jaulen manche Leute noch, dass sie zu wenig verdienen.


Kopfschüttel
eifelinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 14:54   #16
House M.D.
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Inzwischen komme ich mir manchmal vor wie der Kunde eines Meinungsforschungsinstituts.

Trotzdem:

Zitat:
Zitat von uwed100
"Die sind selber Schuld" ist das Pauschalurteil meiner Kollegen und meines sonstigen beruflichen Umfeldes über die Obdachlosen.
Pauschalurteile sind halt so wunderbar praktisch, weil sie stark vereinfachen. Da muss man nicht groß nachdenken und kann meistens als ein Teil in einer großen Gruppe aufgehen, die die selbe Meinung hat.

In der gesellschaftlichen Diskussion geht es heute vielfach nur noch um Schuld und nicht Schuld, schwarz und weiß. So als gäbe es nur noch die Endpunkte einer Skala, aber die Skala dazwischen nicht mehr.

Aus diesem Grund diskutiere ich z. B. im Netz kaum noch politische Themen, weil meist nur den jeweiligen Gesinnungsreflexen folgende Schlagwörter und Parolen gebrüllt werden, ohne über das wirkliche Thema und die Vorschläge dazu nachzudenken. Die Anderen sind eh immer am Untergang der Welt schuld, egal wer die gerade sind und was die wollen. Ich finde, das wird immer schlimmer.

Ich schweife ab. Back to the Obdachlosen.

Auch wenn es uns in Deutschland immer noch sehr gut geht, ist es einfach so, dass man wesentlich eher und unerwarteter auf der Straße landen kann, wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Früher™ gab es z. B. noch keinen amtlich diktierten Sanktionierungsfetischismus gegen Arbeitslose, der ganz schnell dafür sorgen kann, wohnungslos zu werden.

Dafür waren soziale Netzwerke viel stabiler. Vielleicht kam man noch bei Tantchen oder Onkel unter, oder bekam Geld geliehen. Heute müssen die selbst auf jeden Euro achten oder interessieren sich einfach nicht mehr für die Verwandtschaft. Es klingt mittlerweile abgedroschen, ist aber so: Es gibt wirklich Menschen, die haben vielleicht 100 Facebook-Freunde, sind aber trotzdem völlig einsam.

Und eines ist eben auch so: Es gibt Türen, die, wenn sie erstmal zufallen, von der anderen Seite nicht oder kaum noch zu öffnen sind. Da ist es völlig egal, ob man vorher Astrophysiker oder Autowäscher war.

So scheitern Arbeitsaufnahmeversuche von Obdachlosen oftmals einfach daran, dass sie keine Anschrift und Kontonummer nennen können. Selbst wenn sie als Anschrift die eines Obdachlosenheims angeben, bekommen sie oft keine Arbeit. Die sind den meisten Arbeitgebern wohl bekannt, und die Hürden so jemanden einzustellen sehr hoch.

Grundsätzlich muss man einfach nur lange genug "raus" sein, um nicht mehr "rein" zu kommen. Egal warum. Ich kenne inzwischen viele solcher Fälle.Als wäre das noch nicht genug, gab es kürzlich aufgrund einer Untersuchung sogar Hinweise darauf, dass z.B. die Zahl der schizophren Erkrankten unter Obdachlosen wesentlich höher liegt, als im Durchschnitt der Bevölkerung. Gleichzeitig gibt es kaum Behandlung. So jemand kann da gar nicht herauskommen.

Irgendwo wurde die Gesellschaft mal mit einer rotierenden Scheibe verglichen. In der Mitte geht es dir gut. Je weiter man nach außen kommt, desto höher ist die Fliehkraft. Man braucht immer mehr Kraft, um sich in seiner Position zu halten. Am Rand ist sie so hoch, dass man praktisch nicht mehr aus eigener Kraft in die Mitte zurückkehren kann, oder sogar von der Scheibe fällt.

Bevor man den gemeinen Penner also pauschal als Looser, lebensunfähig und unbedingt schuldigen Versager abtut, sollte man sich im Klaren sein, dass so etwas manchmal einfach passiert.
__________________

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(Monty Python)
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Alt 09.08.2014, 17:18   #17
Dirpi
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Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
Sind Obdachlose aufgrund ihrer Alkohol - / Drogensucht selbst Schuld an ihrer Situation ?
Ein so dahingeschi**ener Satz löst hier eine Diskussion aus?!?
Leute, alte Haudegen & Co. was ist mit Euch los? Früher hättet Ihr solche User zerfetzt .
__________________
Dirpi
Dirpi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 18:14   #18
uwed100
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@ Bircan : Die Antworten haben mir viel gebracht.Ich hatte ja erklärt, daß ich an meinem Arbeitsplatz inzwischen einen gewissen "Rechtfertigungsdruck" fühle. Weil die Verachtung, die den Obdachlosen entgegenschlägt, inzwischen so erbarmungslos geworden ist.
Wenn ich also hier die Antworten lese, fühle ich zwar auch mein Weltbild bestätigt ( stimmt, Zora), hauptsächlich sind sie mir aber auch Formulierungshilfe in Diskussionen, und sei es meine inneren mit mir selbst (ich denke darüber nach, zum zweiten Mal vorübergehend einen Obdachlosen bei mir zu Hause auszunehmen, um ihm wieder auf die Beine zu helfen.Bin mit mir darüber noch nicht im Reinen, da ich vom ersten mal weiß, wie langwierig und schwierig das ist.... und nein, es ist nicht die gleiche Person wie beim ersten Mal).Insbesondere silas und House MD habe sehr gut erklärt,
was ich meine ( @ House MD : ich forsche ausschließlich für mich selbst LOL).
Im übrigen liegt eigentlich nahe, daß ein Forum für Dicke, indem zu Recht immer wieder Diskriminierung beklagt wird, Verständnis für Obdachlose aufbringen sollte.Ist ja auch geschehen
Sicher war ich mir aber nicht, deshalb war das hier auch eine Art Test.Was Schokosahne und einige andere wohl gleich am Anfang mühelos durchschaut haben.
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Alt 09.08.2014, 21:44   #19
toni
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Zitat:
Zitat von Dirpi Beitrag anzeigen
Ein so dahingeschi**ener Satz löst hier eine Diskussion aus?!?
Leute, alte Haudegen & Co. was ist mit Euch los? Früher hättet Ihr solche User zerfetzt .
"alte Haudegen" da fühl ich glatt angesprochen.

Ich frag mich hier nur, ob das nicht eine Vergeudung von Ressourcen ist.
Klar, man sollte diesem User schon mal die virtuelle Faust unter die Nase halten, wenn er speziell bei den dicken Menschen ein besonderes Verständnis für sozial Benachteiligte sucht.
Zudem gingen mir schon seine "lauwarmen" Beziehungskisten auf die Nerven und ich frage mich warum hier ausgerechnet dicke Menschen als Ratgeber geeignet sind.

Ich kann mir nicht helfen, aber mit dieser Wohltätergeschichte erinnert er mich ich fatal an den seligen Moshammer.
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Alt 09.08.2014, 21:58   #20
cinnamon_lady
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Zitat:
Zitat von Dirpi Beitrag anzeigen
Ein so dahingeschi**ener Satz löst hier eine Diskussion aus?!?
Leute, alte Haudegen & Co. was ist mit Euch los? Früher hättet Ihr solche User zerfetzt .
Wie es ein großer Mann aus dem Forum letztens mal formulierte: mein Aufreger ist offenbar kaputt. Die Frage ist flach, viel zu pauschal, unmotiviert gestellt - was soll man sagen. Keine Lust, heute Vorurteilsbingo zu spielen.
cinnamon_lady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2014, 10:11   #21
Schokosahne
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Daumen hoch

Zitat:
Zitat von cinnamon_lady Beitrag anzeigen
Wie es ein großer Mann aus dem Forum letztens mal formulierte: mein Aufreger ist offenbar kaputt. Die Frage ist flach, viel zu pauschal, unmotiviert gestellt - was soll man sagen. Keine Lust, heute Vorurteilsbingo zu spielen.
... dem schließe ich mich vollinhaltlich an
(Deswegen auch meine relativ kurze 1-Satz-Beteiligung direkt am Anfang)
Schokosahne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2014, 11:55   #22
KerstinN
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Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
...ich denke darüber nach, zum zweiten Mal vorübergehend einen Obdachlosen bei mir zu Hause auszunehmen, um ihm wieder auf die Beine zu helfen.Bin mit mir darüber noch nicht im Reinen, da ich vom ersten mal weiß, wie langwierig und schwierig das ist....
Sorry...aber ich kann dafür gerade kein Verständnis aufbringen bzw frag ich mich, ob du als "Gutmensch" hier dastehn möchtest?!

Und wie muss ich mir deine Auswahl eines Obdachlosen vorstellen...gehst du durch deine Stadt und sucht dir einen aus, den du dann mit Heim nimmst? Der Glückliche darf dann deine Lebensweise annehmen....sorry...was für eine gqtesismy!!!

Warum änderst du nicht was an der Gesamtsituation und bringst dich als Ehrenamtlicher ein? Bekleidung bei Behördengängen, suche nach Wohnraum, Unterstützung im Alltag usw.
__________________
-----------------------------------------------------

Was deinem Partner lieb und teuer, ergibt das schönste Osterfeuer.Wenn Blumen Nachbars Beete zieren, musst du es mit Gift probieren.
KerstinN ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2014, 12:29   #23
House M.D.
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Zitat:
Zitat von KerstinN
... Bekleidung bei Behördengängen ...
Ist wirklich eines der wichtigsten Dinge überhaupt!
__________________

And now for something completely different...
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Alt 10.08.2014, 12:58   #24
Sonnenkuss
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Ich unterstütze hier in Nürnberg die Zwitung: "Straßenkreuzer". Die lässt die Leute, wie sie sind und hilft denen, die etwas ändern wollen.

Nicht jeder Obdachloser will unbedingt wieder: Wohnung, Heim, Arbeit.
Klingt komisch ist aber so.

Mich erinnert Uwed100s Geschischte nicht an den Samariter, sondern an: "gut gemeint ist nicht immer gut gemacht".
Edel, hilfreich und gut, bin einzig ich allein!
__________________
-o-
Sonnenkuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2014, 13:12   #25
House M.D.
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Zitat:
Edel, hilfreich und gut, bin einzig ich allein!
Nee, ich! Außerdem klänge "Edel, hilfreich, gut und klein bin einzig ich allein!" viel besser.
__________________

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(Monty Python)
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Alt 10.08.2014, 13:45   #26
uwed100
Gast
 
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Auf die Haterinnen gehe ich nicht ein -
das wäre vergebene Liebesmüh, da sie unabhängig
davon, wer du bist und was du sagst, hassen werden.
....Und das sagt mehr über diese Menschen aus
als über mich.
Für diejenigen, die eine respektvolle, ernsthafte und wohlwollende
Diskussion schätzen noch diese Zusatzinfo :
Ich hatte bereits geschrieben, daß ich schon einmal einen Obdachlosen bei mir aufgenommen habe und ihm auch nachhaltig helfen konnte. Individuelle Hilfe durch Familie / Freunde ist immer
am effizientesten, da kann kein "Amt" und keine "soziale Einrichtung" mithalten.Abgesehen davon, daß es dort leider auch Beschäftigte gibt, die sich nicht gerade ein Bein ausreißen und ihre Arbeit als Verwaltungsjob begreifen.
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Alt 10.08.2014, 14:50   #27
Bircan
Gast
 
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Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
[…] Für diejenigen, die eine respektvolle, ernsthafte und wohlwollende
Diskussion schätzen noch diese Zusatzinfo :
Ich hatte bereits geschrieben, daß ich schon einmal einen Obdachlosen bei mir aufgenommen habe und ihm auch nachhaltig helfen konnte. Individuelle Hilfe durch Familie / Freunde ist immer
am effizientesten, da kann kein "Amt" und keine "soziale Einrichtung" mithalten.Abgesehen davon, daß es dort leider auch Beschäftigte gibt, die sich nicht gerade ein Bein ausreißen und ihre Arbeit als Verwaltungsjob begreifen.
Nach dieser Info verstehe ich umso weniger, dass du die Antworten der User benötigst um dein Weltbild zu bestätigen. WER wenn nicht du, kann von seinen Erfahrungen mit Obdachlosen berichten und einem Kollegen klar machen, dass diese Menschen keine „Schuld“ tragen, wenn sie auf der Straße leben und dazu noch Drogen nehmen … ?
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Alt 10.08.2014, 15:41   #28
Hayat
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Ort: Osnabrück
Beiträge: 600
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Die Art der Diskussionsführung finde ich (mal wieder) grenzwertig, uwed100.
Du wirfst ein allgemeines Reizthema in den Raum, lässt die Leute anbeißen und dann geht es ja doch nur wieder um deine rein persönliche Situation, wie überraschend.
Und eine Meinung dazu hast du dir ja ohnehin schon lange gebildet.
Bircan hat das auch schon bestens erklärt.

Wenn du über dein Leben sprechen magst, was ja legitim ist, dann sei doch gleich geradeheraus und ehrlich und lebe auch mit dem zu erwartenden Gegenwind, denn, wie du weißt, ist die Welt nunmal zu komplex, als dass nur eine Sichtweise möglich wäre.

Und ich stelle mich gern in die "Hater"-Ecke zur toni, deren Eindruck dem Meinigen ziemlich nahe kommt.
__________________
Liberté toujours!
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Alt 10.08.2014, 16:12   #29
Sonnenkuss
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Alle doof, ausser Muddi.
Na, da wird's aber eng und kuschelig in der Ecke, bei uns Mopserln. Ich steh da sicher auch schon drin.

Ich bin halt dann eine Haterin (was das auch immer sein soll). Besser als Jemand, der seinen Lebensstil und seine Meinung so edel, hilfreich, penetrant und gut, den Mitmenschen um die Ohren haut, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Ganz ehrlich. Frag bitte nix mehr, wenn du sowieso schon deine Meinung hast und von der selbstverständlich nicht abgehst, weil du schon so steif und verfestigt bist.

Oder wollstest du tatsächlich nur anbringen, dass du völlig selbstlos Obdachlosen hilfst. So al a: Tue gutes und rede darüber?
Dann sind wir wieder ganz schön auf deine Beweihräucherung reingefallen. Wir Dummerle.
__________________
-o-
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Alt 10.08.2014, 16:34   #30
Daena
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Alt 10.08.2014, 17:31   #31
Fräulein Wunder
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Zitat:
Zitat von Daena Beitrag anzeigen
Das ist ja wohl ein bisschen über Ziel hinausgeschossen, bei einem User der schon gut über 100 Beiträge geschrieben und viele Themen angestossen hat (ob die einem nun inhaltlich und stilistisch gefallen oder nicht).


Wenn Du glaubst ein User der schon länger dabei ist, ist in Wirklichkeit ein Troll dann melde das bitte bei den Mods ... solch öffentlichen Aktionen finde ich wirklich unnötig und diffamierend - übrigens (@ toni) genau wie *höhöhö* unterschwellige herrenwitzartige homophobe Angriffe "lauwarm" ... "erinnert mich an Moshammer selig" etc. ... bisschen weniger tief unter die Gürtellinie bitte.
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Alt 10.08.2014, 18:20   #32
Daena
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Da kann jemand hier auffordern doch wieder mehr User zu zerfetzen und alles woran du dich störst ist, dass ich das offen als Trollen bezeichne? Es gibt auch einmalige Trollposts, das sollte man nicht vergessen. Ich rede jedenfalls nicht von Fakeaccounts oder fortwährendem Trollen.

Geändert von Daena (10.08.2014 um 18:27 Uhr)
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Alt 10.08.2014, 18:45   #33
Fräulein Wunder
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@ Daena

Zitat:
Zitat von Fräulein Wunder Beitrag anzeigen
Wenn Du glaubst ein User der schon länger dabei ist, ist in Wirklichkeit ein Troll dann melde das bitte bei den Mods ...
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Alt 10.08.2014, 23:45   #34
Daena
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das ist mir wirklich zu doof.
Machs gut Uwe
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Alt 11.08.2014, 00:45   #35
uwed100
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Ja, Daena, du auch
Danke auch Fräulein Wunder ( übrigens : Daena meinte mit dem
"troll" nicht mich) und House MD.
Und allen anderen, die anständig genug sind ,sich nicht auf die Seite der hater zu schlagen.
---Anyway, Daena hat es vorweggenommen :
Wie lösche ich mein Profil hier ? Falls ich das selbst nicht tun kann,
bitte ich einen der mods das zu erledigen.
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Alt 11.08.2014, 00:51   #36
Fräulein Wunder
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Ja, ist mir inzwischen auch klar, dass Daena Dirpi -die langjährige Moderatorin des Forums mit Troll meinte.




Ein Troll ist übrigens

Zitat:
(...) eine Person, welche die Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise behindert
(Wikipedia)

Echt Leute, was ist denn los?

Zum Abmelden genügt eine PN an die Moderatoren, da braucht es jetzt wirklich nicht noch öffentlich inszenierte Abschiedsdramen. Danke.

Geändert von Dirpi (11.08.2014 um 07:40 Uhr)
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Alt 11.08.2014, 01:18   #37
Agnetha
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Um zum Thema zurück zu kommen....

Ich finde auch, dass Obdachlose nicht "selbst Schuld" sind.
Im Leben ist sehr viel Glückssache.
In welche Familie man hinein geboren wird, ob man gute Freunde findet oder nicht ist oft auch teilweise Zufall.... und was einem passiert auch.
Letztendlich ist es auch Glückssache welche Gene man hat, ob man zu Depressionen neigt usw.

Jeder kann in eine schwere Lage kommen und wenn man dann keine richtigen Freunde hat, die helfen und einen auffangen, steht man sicherlich schnell auf der Straße.

Schwierig finde ich, ob man Obdachlosen die betteln oder generell Bettlern etwas geben soll oder nicht.
Manchmal fühle ich mich herzlos, wenn ich nichts hergebe.
Andererseits weiß ich auch nicht ob es wirklich hilft, wenn sich jemand von meinem Geld Alkohol kauft.
Sofern ich die Zeit habe, finde ich es schön der Person dann etwas zu essen zu kaufen, wenn sie Hunger hat.

Heute hatte ich da aber ein etwas komisches Erlebnis.
Eine Bettlerin fragte mich nach Geld. Ich habe gemeint, ich gebe ungern so Geld her, aber ich würde ihr wenn sie mag etwas zu essen kaufen. Ganz in der Nähe war ein kleiner Supermarkt, also gingen wir gemeinsam hinein. Sie suchte sich eine Packung Würstchen aus und wollte dann sehr gerne noch eine Packung Kaffee. Beim Kaffee habe ich gezögert und meinte das wird dann doch etwas teuer. Da meinte sie dann legt sie die Würste zurück, also lieber Kaffee als Wurst.

Da habe ich mich dann auch etwas seltsam gefühlt.
Kaffee ist für mich dann eigentlich schon eine Art Luxus, kein Grundnahrungsmittel. Also letztlich habe ich dann doch auch wieder für eine Sucht gezahlt, auch wenn Kaffee natürlich besser ist als Alkohol oder Drogen.
Könnt ihr mich verstehen? Oder denke ich da falsch?
__________________
Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
'Cause there's a million things to be
You know that there are

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Alt 11.08.2014, 02:16   #38
cinnamon_lady
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Zitat:
Zitat von uwed100 Beitrag anzeigen
da sie unabhängig
davon, wer du bist und was du sagst, hassen werden.
....Und das sagt mehr über diese Menschen aus
als über mich.
Nö, die Reaktion war schon auf deine Frage bezogen. An deiner Eingangsfrage sind mehrere Dinge falsch:

Zitat:
aufgrund
Wer sagt denn, dass die Sucht nicht erst nach der Obdachlosigkeit eintritt? Du scheinst ja Ursache und Wirkung zu kennen - ich nicht.

Zitat:
ihrer Alkohol - / Drogensucht
Wer sagt denn, dass alle Obdachlosen Süchtige sind?

Zitat:
selbst Schuld
Schuldfragen sind so müßig. Was hat man denn davon, wenn man das klärt? Es hilft nur, wenn man nach Möglichkeiten sucht, Probleme zu lesen, die Schuldfrage führt doch zu nichts.

Zitat:
an ihrer Situation ?
Die ja auch sehr verschieden aussehen kann.

Und deshalb und nicht etwa, weil ich dich nicht leide kann, habe ich geschrieben, was ich geschrieben habe. Aber klar, zieh die Dramaqueennummer durch - es ist ermüdend.
cinnamon_lady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.08.2014, 04:07   #39
tortilla
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Hallo,
mein PC war leider durch Blitzschlag beschädigt, sonst hätte ich mich viel früher wieder geäussert.

Ich habe mir die Beiträge von Nr. 30-36 jetzt bestimmt fünfmal durchgelesen und kapiere sie immer noch nicht! Scheint mir aber
mit den "Trolls" vielleicht eine foren-interne Historie zu sein, die ich nicht beurteilen kann. Ist vielleicht auch nicht so wichtig....

Falls uwed noch mitlesen sollte/kann:
aus Deiner ersten "Obdachlosen-zuhause-Betreuungs"-Erfahrung solltest Du doch in der Lage sein, Deinen Kollegen das zu erklären. Denn diese Erfahrung hat dann - wenn es wirklich so war - wohl niemand von ihnen.

Ob Du jetzt ein zweites Mal diese Situation eingehst, kann Dir
keiner hier beantworten. Es kommt auf den Menschen an,
den Du aufnehmen wirst und natürlich auf Dich!!!
Jeder Mensch ist einzigartig (auch ein Mensch ohne Wohnung!! )
und verdient keinerlei Gleichmacherei (z.B. "d i e Obdachlosen",
"d i e Magersüchtigen", "d i e Dicken).

Ich frag mal deutlich: w a r u m willst Du einen
obdachlosen Menschen bei Dir aufnehmen, statt - wie schon vorge-
schlagen - in Gremien tätig zu werden, die gesellschaftlich dem
Problem der Obdachlosigkeit entgegenwirken und somit Hilfe
für Viele sein könnten?
Nach welchen Kriterien suchst Du diesen Menschen aus, der dann bei Dir leben darf?
Was bringt es D i r, dass ein fremder Mensch, so lieb er auch scheint, in Deiner Wohnung lebt???



Liebe Grüsse
tortilla
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Alt 11.08.2014, 07:27   #40
MeiersJulchen
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Beiträge: 7.055
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Zitat:
Zitat von Agnetha Beitrag anzeigen
auch wenn Kaffee natürlich besser ist als Alkohol oder Drogen.
Könnt ihr mich verstehen? Oder denke ich da falsch?
Ich will Dich nicht runterziehen, aber Kaffee wird wieder zu Geld gemacht - wie z.B. Zigaretten.
Kaffee wird sogar dermaßen oft geklaut, daß kleinere und auch mittelgroße Läden dazu übergegangen sind, das Zeug in verschlossene Vitrinien zu packen.
Googelst Du "Shopblogger" und suchst dann auf dessen Seite nach "Kaffee".

Wenn also demnächst nochmal so ne Nummer ansteht: Nur sofort eßbares, sättigendes Essen und Softdrinks/Wasser anbieten und die Bande ansonsten zum Teufel jagen.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
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