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Alt 05.08.2014, 11:04   #3
Daena
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Hm warum postest du das in im Unterforum "Essstörungen"?
Wenn es reiner Genuss ist, ist das doch keine Störung.

Ich kenne beide Arten, die des "Ich nehm noch ne Kelle weil sooo gut schmeckt, auch wenn ich körperlich satt bin". Und des "Ich muss essen, wenn ich jetzt nicht esse werd ich verrückt". Bei Ersterem fühle ich mich trotzdem gut dabei, auch wenn ich mir im nachhinein vielleicht denke "ok eine weniger hätts auch getan". Aber bei Letzterem fühle ich mich einfach nur getrieben und schlecht. Letzteres war ein Ausschnitt aus der Essstörung.

Das du Säufer und Raucher zu den Gesundheitsbewussten zählst find ich amüsant, hat für mich gar nix damit zu tun. Im Gegenteil beim Rauchen schädigt man sein Umfeld noch gleich mit. Und fragen wir mal so...wenn sie deinen Lebensstil so furchtbar finden, warum suchen sie sich dann nicht Leute, deren Lebensstil für sie passt?

Ich mein son paar Macken an jemandem doof zu finden ok, find ich normal...aber wenn man den gesamten Lebensstil verurteilt? Warum bin ich dann mit der Person zusammen? Um auf sie herabsehen zu können? Um ein "Projekt" zu haben, dass ich retten kann und mich dann gut zu fühlen? Gerade letzteres beschreibt aber den Zeitgeist sehr gut. Schneller Erfolg. Leuten scheinbar aus der Misere helfen. Wenn man sich da mal Fernsehformate ansieht. Alles kurzfristig und kurzsichtig. Wow toll jemand hat soundsoviel geschafft abzunehmen und dann? Dann gehen die Lichter aus. Und genauso kommen mir viele Menschen vor die auch im privaten Umfeld ihre "Projekte" suchen. Den Messi, bei dem mal nur eben aufgeräumt werden muss... oder eben der Dicke der mal nur eben weniger essen sollte und sich mehr bewegen. Die Komplexität geht an den Meisten vorbei. Wenn jemand rückfällig wird, hat er nur nicht genug gewollt, man hat ja geholfen.

Wenn jemand gerne und viel isst, ist das seine Sache. Als Freund würd ich mich da erst einklinken, wenn die Person mich anspricht. Oder wenn wir deshalb nichts mehr miteinander machen könnten. Aber auch dann würd ich einfach sagen, dass ich das schade finde, evtl eine passende Hilfsstelle vorschlagen und gut ist.
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