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Behördenentscheidungen und Gerichtsurteile
... zum Thema Dick und Dünn
Zahlen, Daten, Fakten.

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Alt 05.12.2009, 11:39   #1
HamsterD
Moderator/in
 
Benutzerbild von HamsterD
 
Registriert seit: 13.03.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 1.849
Standard Petition gegen zu dünne Medienvorbilder

Auf die Petition wurde ich aufmerksam gemacht und hab sie auch spontan gezeichnet.
Klick mich
Konkret geht es um Normalisierung von Maßen für Schaufensterpuppen und in Medien abgebildeten Frauen... die Diskussion zu dem Thema ist auch schon dementsprechend lang.


Was haltet ihr davon? Wie schätzt ihr den Nutzen ein? Würdet ihr mitzeichnen?
HamsterD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2009, 15:43   #2
kugelblitz0711
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Benutzerbild von kugelblitz0711
 
Registriert seit: 22.10.2008
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 266
Standard

Haben sich die Schaufensterpuppen eigentlich in den letzten Jahren auch dem extrem dünnen Schönheitsideal angepasst oder waren die nicht schon immer so?
Da achte ich ehrlich gesagt gar nicht drauf.
Und in welcher deutschen Werbung werden denn zu dünne Frauen gezeigt? Und was ist überhaupt zu dünn? Soll dann die BMI-Untergrenze herangezogen werden? Aber so sehen die Models doch schon aus. Oder nimmt man dann das Mittel aus dem Normbereich?
Und löst das das Problem mit dem Schönheitsideal? Und wer sagt eigentlich, dass das Schönheitsideal klapperdünn ist? Müsste man dann nicht auch bei den hiesigen Modeunternehmen anklopfen, oder die Grössentabellen normen?

Was soll überhaupt damit bezweckt werden? Weniger Essgestörte?
Also den Nutzen dieser Petition bezweifle ich stark. Das Problem dürfte wohl komplexer sein.
kugelblitz0711 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2009, 17:39   #3
Sabbelschnute
Gast
 
Standard

Sofort , ich bin dabei. Denn es ist doch klar dass gerade in der heutigen Zeit die Medien eine Welt vorgaukeln, die es so gar nicht gibt. Schönheitsideale...... die keinem normaler Durschnittsmenschen entsprechen. Und vor allem... Schönheit liegt im Auge des Betrachters!!!
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Alt 05.12.2009, 23:49   #4
leipreachans
Viele Gedanken - viele Worte
 
Registriert seit: 03.11.2008
Beiträge: 135
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Ehrlich? Sinnvoll finde ich das.
Ob sich dadurch etwas ändern wird? Nein. Solange ich in meinem Briefkasten noch unsere Stadt nimmt ab als Flyer zu liegen habe, und nicht, wenn man die Fernsehwelt auf normale Maße reduzieren würde, lediglich 5% (wenn überhaupt) übrig bleiben würden, wird sich daran eh nichts ändern.
Das aktuelle Frauenbild wird zwar durch die Medien geformt, aber wird auch nicht so schnell aus den Köpfen verschwinden, wie die alte Rechtschreibung (wobei ich die neue ziemlich unsinnig finde, aber das ist ein anderes Thema).
Solange aber die Sendungen von Heidi Klum und Co. enorme Einschaltquoten haben und wir uns alle amerikanische Serien mit unseren magersüchtigen Schauspielerinnen antun, wird sich daran nichts ändern.
Denn sind wir doch mal ehrlich: Eine Renée Zellweger oder eine Diana Amft sind auch als Pummelchen nicht wirklich dick. Da gibt es ganz andere Kaliber. Ich weiß noch, wie man ständig über die Figur der Schöneberger abgelästert hat und ich mir nur dachte, dass das mit die einzige Frau im TV mit normalen Maßen ist.
Die Frage nach normalen Maßen kann man so beantworten: Wenn alle sich in einem BMI-Bereich von 20-25 halten würden, sehe das Fernsehen schon ganz anders aus und dabei krittel ich jetzt nicht an den drei dicken Moderatorinnen rum. Wenn es nur genauso wenig magere Moderatorinnen gäbe wie Dicke, wäre das für mich ein Anfang in Sachen TV.
__________________
**Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.** (Bertrand Russell)

leipreachans ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2009, 13:03   #5
oddity
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Benutzerbild von oddity
 
Registriert seit: 09.01.2006
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 392
Beitrag

Verbote halte ich generell für sehr kritisch. Wann ist denn eine Frau "zu dünn"? Werden dann "zu dicke" Frauen auch bald verboten, weil fett sein ja ungesund ist und man das nicht durch die Darstellung dicker Menschen fördern sollte? Und wie würde dann die "normale Frau/Schaufensterpuppe" aussehen? Größe 38? Das würde wohl immer noch nicht dem Durchschnitt entsprechen. Oder Größe 40/42? Was ist dann mit schätzungsweise 99% der Frauen aus dem Forum hier, sind die dann unnormal? Und was ist mit Frauen, die von Natur aus sehr zierlich sind? Auch abnormal? Wenn Schaufensterpuppen ein natürliches/realistisches Abbild der Gesellschaft darstellen sollen, müssten noch ganz andere Dinge verändert werden (kleine Frauen, Frauen anderer ethnischer Herkunft, Frauen mit krummen Nasen...). Aber das ist eben weder Sinn einer Schaufensterdekoration, noch einer Werbung.
Die dünnen Schaufensterpuppen und in der Werbung dargestellten Frauen mögen nicht der Durchschnittsfrau entsprechen, aber zum Ideal macht sie das noch lange nicht. Seine Ideale schafft sich doch jeder selbst.

Am Magerwahn kann man dadurch meiner Meinung nach kaum was ändern. Sollte es heute das Ziel sein, so dünn wie eine Schaufensterpuppe zu werden, dann wäre das Ziel nach solch einem Verbot eben, wesentlich dünner als eine Schaufensterpuppe zu sein. Essstörungen sind eben leider nicht so eindimensional. Es geht meiner Meninung nach sogar am allerwenigsten darum, so dünn wie XY zu sein. Das ist doch lediglich ein Symptom der Erkrankung, deren eigentliche Gründe viel tiefgreifender sind.

In der Neon ist diesen Monat ein Artikel zum Thema "Fühlst du dich zu dick?". Da steht ein Satz, der mir gut gefällt: "Eine Mutter, die bei jedem Abendessen von Diäten spricht, ist gefährlicher als jedes Model auf irgendeinem Magazin-Cover". Den würde ich unterschreiben.
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Alt 06.12.2009, 23:16   #6
Tigerente
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Beiträge: 153
Standard

warum macht man das net einfach so, das man die klamotten auf drahtgestelle zieht, so eine stange nach oben, eine kreutzt wo das top eingehängt wird und weiter unten kreutzt eine, wo die hose/rock rangehängt wird, da kann sich nu keiner beschweren
__________________
The air up there in the clouds is very pure and fine, bracing and delicious. And why shouldn't it be, it is the same the angels breathe.

Mark Twain
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Alt 07.12.2009, 01:46   #7
cinnamon_lady
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Zitat:
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warum macht man das net einfach so, das man die klamotten auf drahtgestelle zieht, so eine stange nach oben, eine kreutzt wo das top eingehängt wird und weiter unten kreutzt eine, wo die hose/rock rangehängt wird, da kann sich nu keiner beschweren
Wie breit ist die Stange? Welche Klamottengröße wird aufgehängt? Und wie hoch? Du siehst...Konfliktpotential gibts immer.
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Alt 07.12.2009, 12:34   #8
Tigerente
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wenn mans haar inner suppe finden will, findet man auch immer eins
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Mark Twain
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Alt 07.12.2009, 13:46   #9
Lila
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Beiträge: 492
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Zitat:
Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
warum macht man das net einfach so, das man die klamotten auf drahtgestelle zieht, so eine stange nach oben, eine kreutzt wo das top eingehängt wird und weiter unten kreutzt eine, wo die hose/rock rangehängt wird, da kann sich nu keiner beschweren

Machen doch manche Geschäfte so ... ich habe zumindest schon vor Jahren immer mal wieder ein paar Läden gesehen, die eine Art "Drahtgestell" als stilisierte Schaufensterpuppe verwandt haben.
__________________
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... just my 2 cents ...
Lila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2009, 15:10   #10
Valentina
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Meiner Meinung nach sind "normale" Schaufensterpuppen oder Vebote nicht die Lösung der Problems. Man kann keine sozialen Normen durch Gesetze beeinflussen. Und ich muss meinen Vorrednern zustimmen. Wenn man zu dünne Vorbilder verbietet muss man auch zu dicke Vorbilder verbieten, das wäre immerhin konsequent. Welche Gewichtsklasse nun gesund und natürlich ist, ist ja immer noch fraglich.
Was mich aber zutiefst beunruhigt ist, wenn junge Mädchen von 10 oder 12 Jahren ihren Körper nicht mögen, weil sie unter einem ernormen Druck stehen "perfekt" zu sein, wenn Kinder und Jugendliche übersexualisiert sind und wenn Modeartikel wichtiger als alles andere sind.
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Alt 07.12.2009, 18:49   #11
goldfisch
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Schlimm finde ich, dass Vorbilder / Ideale sich in Köpfen verhaken können.
Nehmen wir mal Idealfrauen aus verschiedenen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts.
Anschaulich wird es für mich an den Bond-Girls: fast alle schöne Frauen, die dem damaligen Zeitgeist und Modeideal entsprachen (mal die ganz exotischen ausgenommen, wie z.B. Grace Jones). Und hier kann man den Wandel der Ideale gut sehen, finde ich. In den frühen Bonds "genügte" es, normal bis schlank mit Kurven zu sein. Nach heutigem Maßstab wären die ersten Bond-Girls aber zu dick und vor allem nicht "definiert" genug, d.h. nicht durchtrainiert genug. Sie hatten weiche Oberschenkel und Bauchpartien.
Zumindest ich habe mich schon dabei ertappt zu denken : die ist aber nicht überall straff.
Mit dem gleich folgenden, gedanklichem "Aua!" Gehirnwäsche gelungen.
Insoweit hätte es m.E. schon einen Einfluss, wenn die überdünnen Ideale nicht so omnipräsent wären.
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