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Alt 17.10.2014, 23:08   #7
Kikeriki
Gast
 
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Der Punkt ist klar, aber wir leben in einer Gesellschaft, in der Alkohol sehr einfach und frei zugänglich ist. Natürlich kann man einen Alkoholiker kurzerhand auf das Trockene setzen und ihn in den Entzug schicken, üblicherweise entsteht Alkoholismus jedoch auch, weil ein oder mehrere Probleme im Leben existieren und die "gesunden" Bewältigungstechniken nicht mehr funktionieren.

Langfristig braucht es bei Alkoholismus und bei Essstörungen eine therapeutische Behandlung der zugrunde liegenden Problems und Arbeit an der Bewältigung dieses, um einen Fortschritt zu machen, auch wenn eine Heilung nicht garantiert ist bzw. Rückfälle möglich.

Ein Alkoholiker, der vom Arbeitgeber zum Entzug aufgefordert wird, geht da zeitgleich zur Therapie bzw. führt diese weiter.

Wieso ist das dann unverschämt?

Ich ignoriere jetzt mal den Gewichtsverlust, weil dieses "Ziel" wie auch bei Alkoholikern nicht garantiert werden kann und es keine Wunderheilung gibt im psychischen Bereich, aber ist eine Therapie für Esssüchtige den so schlimm? Würde es nicht ein Stück des freien Willens gegenüber dem Umgang mit Nahrung zurückgeben, denn die Sucht genommen hat?

Ich denke, da müsste man dann auch überlegen, inwiefern eine Esssucht im Vergleich mit Alkoholismus Einfluss auf die Arbeit hat und inwiefern der Arbeitgeber ein Wort bei der Gesundheit des Mitarbeiter mitreden darf.
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