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Schönheitsideale
Woher sie kommen, wer sie macht, wie sie sich wandeln.

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Alt 25.06.2013, 12:33   #41
Seraphina
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Zitat:
Zitat von Mr.Crowley Beitrag anzeigen
Doch, das Recht meine Meinung zu äußern habe ich
Stimmt. Aber es gibt Dinge, zu denen Du Dir vernünftigerweise keine Meinung bilden kannst, und dazu gehört die Frage, wie ich mich in meinem Körper fühle.

Ich versuche es mal mit einem anderen Beispiel: Mal angenommen, es ginge nicht um das Gefühl hinsichtlich des eigenen Körpergewichts, sondern um ein Buch. Da hast Du wahrscheinlich eine Meinung dazu, Du darfst es grandios oder ganz grauenvoll finden. Und das auch sagen. Ich darf dasselbe. Was Du aber nicht darfst, ist mir zu sagen, wie ich dieses Buch nach objektiv-ethisch-moralischen Maßstäben finden sollte und zu finden habe.

Das Problem, das ich mit Dir habe, ist, dass Du Dir anmaßt, anderen Leuten ihre Gefühle vorzuschreiben.
Seraphina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2013, 12:52   #42
Mr.Crowley
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Ich danke erstmal stressless, dass er es erkannt hat, warum ich Ziele verfolge, aber auch allen anderen, die Kritik ist angekommen, wenn auch wahrscheinlich - viel zu spät, meinen Ruf habe ich jetzt wohl weg

Es ging wohl damit los, dass ich gesagt habe ich toleriere mich nur, aber akzeptieren - nein und ich verstehe nicht, wie sich andere belohnen können und resignieren? Ich verstehe, dass ich mich falsch ausgedrückt habe und auch viel zu tief in eure Privatsphäre eingegriffen habe. Diese Gleichsetzung von Akzeptanz und Resgination war daneben und ich habe euch damit beleidigt. Ich entschuldige mich dafür und ich verstehe auch, dass ich mich nicht an andere halten soll und mich selbstverwirklichen soll, trotzdem finde ich es immer noch wichtig Ziele zu verfolgen.
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Alt 25.06.2013, 15:57   #43
MolligsBienchen
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Also jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben: wie ich schon ettliche Male geschrieben habe, hatte auch ich einst sehr viel abgenommen, ( wie hier viele ihre Diätgeschichten hinter sich haben).
Es war für mich aber absolut kein "Ziel" abzunehmen....ich geriet durch persönl.Probleme in die Magersucht. Aber zum Glück liegt das nun hinter mir. Was ich eigtl. damit sagen möchte: was hatte es mir gebracht?
Zum einen sehr viele körperl.Störungen,welche ich als Dicke nicht hatte. Meine Haut hing in Lappen herunter,sah alles andere als schön aus (als Dicke war die Haut schön gespannt).

Also es ging mir als ausgemerkelte Frau überhaupt nicht gut, ich hatte kaum noch was gegessen und wog mich am Tag mehrmals. Für mich war es eine Qual.
Heute bin ich (wieder) dick, aber: ich fühle mich, (und ich rede hier nur von mir!), besser....ich esse was mir schmeckt, höre auf meinen Körper und lasse mich nicht mehr von irgentwelchen Ärzten (die von Ernährung u. meinen persönl. Anliegen eh keine Ahnung haben), nichts mehr vorschreiben.
Komischerweise wurde bei mir der hohe Blutdruck als Magersüchtige festgestellt. Nur mal so am Rande.
Kurzum: ich sehe meinen Körper, meine Gesundheit nicht als ein "Ziel" an, welches ich tritzen u. kasteien kann, bis ich in die Denkmuster der Medien passe...denn gesundheitl. Probleme hat man ratz fatz....man kann es nicht kontrollieren.

Aber es muss jeder für sich selbst entscheiden, für Verallgemeinerungen und es gar als " sich selbst aufgeben", finde ich eine persönl. Stigmatisierung ....so, das musste raus.
__________________
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar! Antoine de Saint Exupery ( der kleine Prinz)

Liebe Grüsse, Manuela
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Alt 29.06.2013, 08:02   #44
Hummel85
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Vielleicht nochmal was zum Thema "Wenn man sich in seinem Körper wohlfühlt und ihn akzeptiert, wird man nie was dran ändern":

Ich hab meinen Körper mal mit einer Wohnung verglichen, als eine Bekannte mich darauf ansprach, wie schön es wäre, mal jemanden zu sehen, der nicht ständig an sich rummäkeln würde.
Mein Geist wohnt in meinem Körper, so wie mein ganzes Ich in einer Wohnung wohnt. In diese Wohnung bin ich gezogen, um endlich von dem Druck und den Zwängen zu entkommen, die mir in meiner alten, großen und wunderschönen Wohnung, um die mich alle beneidet haben, auferlegt wurden (Wohnung im Elternhaus, mietfrei, aber eben komplett abhängig von den Eltern und ihrem Gutdünken ausgesetzt).
Jetzt lebe ich in einer wirklich kleinen 1ZKB-Wohnung, in der ich mich räumlich natürlich sehr einschränken musste im Vergleich zur vorigen Wohnung. Die Miete ist verhältnismäßig hoch, aber es war für mich ein großes Glück, sie zu bekommen - eben für meine Freiheit.
Viele denken, ich sollte in eine größere Wohnung ziehen, und wenn ich irgendwann die Mittel dazu habe, werde ich das auch tun.
Aber ich LIEBE meinen kleinen "Hummelbau", ich fühle mich hier sauwohl, genieße meine Freiheit; aber ich genieße eben auch meine Freizeit, die ich komplett opfern müsste, würde ich mir einen Zweit- oder sogar Drittjob suchen, um die Miete für eine größere Wohnung zahlen zu können.
Bei der Wohnung finden es seltsamerweise die meisten Leute normal, wenn ich dann sage, dass ich die Größe akzeptiert und mich damit arrangiert habe (was nicht bedeutet, dass ich mein Leben lang in dieser Wohnung bleiben möchte) - bei meinem Körper und seiner "Größe" soll es aber auf einmal so sein, dass ich mehr als nur ein paar Sachen aufgeben soll, um JETZT AUF DER STELLE etwas daran zu ändern?
Versteh ich nicht, sorry!
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Alt 29.06.2013, 08:46   #45
MeiersJulchen
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Ist auch nicht wirklich ein passender Vergleich.

Denn Wohungen kann man sich in sämtlichen Lagen, Größen und Preisklassen aussuchen, man kann sie renovieren, sanieren etc, d.h. in einen beliebigen Zustand (zurück)versetzen.

Das geht mit einem Körper nicht.

Ich denke viel eher, daß alle (und ich meine alle), die so fanatisch vehement an dem Glauben festhalten, daß mit genug festem Willen alles zu schaffen ist, einfach einen verdammten Riesenschiß vor der Erkenntnis haben, daß dem nicht so ist.

Alles scheint besser zu sein als das Gefühl, sich so einem dummen Ding ausgeliefert zu fühlen, das anscheinend macht, was es will, wenn man nicht ständig bewußt und hammerhart mit mehr oder weniger abstrakten Handlungen dagegen hält.

Ist es tatsächlich eine Niederlage oder eine vorzeitige Aufgabe, wenn man die Erkenntnis zuläßt, daß man gegen die Grenzen seiner Möglichkeiten anrennt?
Aber was sollen dann bloß die Zuschauer von einem halten? Buhuhuhuuu.
Da frage ich doch glatt... "Haben die Eintritt bezahlt?" Nein? Gut, sollen sie sich verpfeifen!
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2013, 09:35   #46
Hummel85
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naja, mit dem Aussuchen ist das so eine Sache - wenn man die Möglichkeiten dazu hat (im Fall der Wohnung ist es wohl hauptsächlich das Geld, im Fall des Körpers hat man eben nur die Möglichkeiten, die einem eben dieser Körper lässt - oft sind es nicht viele oder sogar gar keine) ...
Ich habe beispielsweise nicht das Geld, um mir eine andere Wohnung zu suchen oder die Wohnung selbst zu verändern (klar, ich könnte in eine andere, eine mietpreistechnisch günstigere Stadt ziehen - aber was mach ich dann mit meinem Arbeitsplatz?) - ich habe aber auch keine Möglichkeit, etwas Gravierendes an meinem Körper so wie er jetzt ist, zu ändern, ohne mich komplett zu verbiegen oder verstümmeln zu lassen (und ob das funktioniert steht ja nochmal auf einem ganz anderen Blatt).
Und ich mag beides sehr gerne! Wie schon gesagt liebe ich meine Wohnung und alles, was mir dadurch ermöglicht wird (nicht zuletzt auch meine Ernährung FÜR MICH gesund zu gestalten - war früher nicht immer einfach, gegessen wurde, was auf den Tisch kam, wenn man satt war, musste der Teller leer gegessen werden, wenn man noch was wollte hieß es "du bist satt!!!" und von diesem "Das ist gesund, das musst du essen, ob du willst oder nicht" mal ganz zu schweigen, denn: "Solange du deine Füße unter meinen Tisch etc.pp").
Aber ich liebe auch meinen Körper - seit ich ihn pfleglich behandle tut er, was er soll (nämlich einfach "ganz normal" funktionieren und das von Woche zu Woche besser/mehr) und mehr kann man sich doch eigentlich auch gar nicht wünschen, oder?

Das alte Sprichwort von dem Gesunden Geist im Gesunden Körper ist abgedroschen und wird von einigen wohl immer noch falsch verstanden.
Ich behaupte von mir, dass ich einen verhältnismäßig gesunden Geist habe (der mir dennoch kleinere und manchmal auch größere Verrücktheiten erlaubt ;-) ) und inzwischen wohnt er auch in einem gesunden Körper - einem dicken zwar, aber einem gesunden.
Ich fühle mich wohl und (auch wenn das sehr nach Eso-Kram klingt, aber es passt einfach so gut) hab mich gefunden - PUNKT
Ich hätt nichts dagegen, wenn mein Körper ein wenig "platzsparender" wäre (ich denke, die wenigsten hätten da etwas dagegen) - aber ich bin durchaus in der Lage, mir den Raum zu verschaffen, den ich brauche, innerlich wie äußerlich. Und dazu hat nicht zuletzt auch über die Jahre hinweg eben dieser dicke Körper beigetragen - ich weiß nicht, ob ich heute die Gleiche wäre, wenn meine Vergangenheit eine andere gewesen wäre ... wohl eher nicht;
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Alt 29.06.2013, 12:19   #47
Mr.Crowley
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Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Ist auch nicht wirklich ein passender Vergleich.

Denn Wohungen kann man sich in sämtlichen Lagen, Größen und Preisklassen aussuchen, man kann sie renovieren, sanieren etc, d.h. in einen beliebigen Zustand (zurück)versetzen.

Das geht mit einem Körper nicht.

Ich denke viel eher, daß alle (und ich meine alle), die so fanatisch vehement an dem Glauben festhalten, daß mit genug festem Willen alles zu schaffen ist, einfach einen verdammten Riesenschiß vor der Erkenntnis haben, daß dem nicht so ist.

Alles scheint besser zu sein als das Gefühl, sich so einem dummen Ding ausgeliefert zu fühlen, das anscheinend macht, was es will, wenn man nicht ständig bewußt und hammerhart mit mehr oder weniger abstrakten Handlungen dagegen hält.

Ist es tatsächlich eine Niederlage oder eine vorzeitige Aufgabe, wenn man die Erkenntnis zuläßt, daß man gegen die Grenzen seiner Möglichkeiten anrennt?
Aber was sollen dann bloß die Zuschauer von einem halten? Buhuhuhuuu.
Da frage ich doch glatt... "Haben die Eintritt bezahlt?" Nein? Gut, sollen sie sich verpfeifen!
Bei mir gibt es kein Publikum - höchstens die Leute, die beim Training dabei sind
Eine vorzeitigt Aufgabe ist keine Niederlage, wenn man merkt, dass etwas nicht das Richtige für einen ist bzw. man etwas anderes möchte und diese Entscheidung nur für sich trifft . Ich hatte auch keine Lust mehr aufs Studium, da ich wieder in meinem alten Beruf arbeiten wollte und mich jetzt lieber gerade dafür speziell weiterbilde - trotzdem sehe ich sowas nicht als Niederlage an. Ein Leben verläuft nicht gerade und jeder muss seinen Weg finden.
Ich sehe es nur als Niederlage, wenn man Hinfällt und nicht wieder aufsteht oder besser gesagt, bei mir bringt der Sport und die Ernährungsumstellung etwas und ja, da würde ich es als Versagen ansehen, jetzt einfach mittendrin aufzuhören - nur weil vielleicht alles mal stagniert und auch, wenn man nie etwas versucht, kann nicht wissen, ob es vielleicht doch klappt.
In den USA haben es Ärzte letztens geschafft das HIV Virus fast komplett zurückzudrängen und somit den AIDS Ausbruch verhindert, das nächste Ziel ist die Viren komplett zu tilgen ... wenn man immer denken würde "es gibt ein Limit" dann würde sowas nicht gehen.
(darum gibts ja Weltrekorde - immer weiter immer besser)
Ich habe es schonmal zitiert
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren
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Alt 29.06.2013, 13:53   #48
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von Mr.Crowley Beitrag anzeigen
Ich sehe es nur als Niederlage, wenn man Hinfällt und nicht wieder aufsteht
Das kommt drauf an wie oft man schon vorher auf die Nase gefallen ist. Irgendwann sollte man sich dann fragen, woran es liegt. Am eingeschlagenen Weg, der marode und/oder generell ungeeignet ist oder ob man selbst vielleicht ein wenig wacklig auf den Beinen ist.
Da kann man dann viele Dinge tun, um das Hinfallen künftig so weit wie möglich zu vermeiden. Je nach Ursache z.B. den jetzigen Weg planieren, eine ganz andere Route einschlagen oder sich eine Gehhilfe besorgen.

Zitat:
bei mir bringt der Sport und die Ernährungsumstellung etwas
Wie bereits lang und breit versucht wurde zu erklären, ist es zur Zeit absolut und völlig unklar, was genau Dir etwas gebracht hat.
Es kann genausogut sein, daß das, was Du da mit viel Aufwand und Motivation durchziehst, völlig irrelevant ist und Deinen Körper einfach nur nicht - zumindest nicht allzu sehr - daran hindert, sich in die ungefähre Richtung zu bewegen, die Du Dir vorgestellt hast. Reiner Zufall. Nichts weiter.

Zitat:
da würde ich es als Versagen ansehen, jetzt einfach mittendrin aufzuhören - nur weil vielleicht alles mal stagniert und auch, wenn man nie etwas versucht, kann nicht wissen, ob es vielleicht doch klappt.
Und genau das ist die größte verdammte Falle, vor der Dich alle hier warnen wollen.
Wenn Du absolut Null Ahnung hast von den Mechanismen, die wirklich hinter den Geschehnissen stecken, dann hast Du verdammt noch mal nicht den geringsten Überblick darüber, ob du noch "mittendrin" stehst oder bereits an Deinen Grenzen angekommen bist.

Die allereinzige Chance, die Du hast, um Dir Klarheit darüber zu verschaffen ist schlicht und einfach: Aufhören! Auszeit! Pause! Mit allem, wozu Du Dich motivieren, aufraffen und in den Arsch treten lassen mußt.

Dann können exakt 2 Dinge geschehen:
a) Es ändert sich absolut gar nix. Das Gewicht entwickelt sich weiter wie gehabt in die gewünschte Richtung oder bleibt zumindest stabil. Gratulation. Das einzige Blöde daran ist die Erkenntnis, daß man bisher den hyperaktiven chinesischen Trommler gegeben hat und all die Mühen überhaupt keinen Einfluß auf die Sonnenfinsternis hatten, die sich jetzt von selbst verzieht.
Dein Wille, für den Du Dich großartig beklatschen läßt (oder lassen willst), reduziert sich damit auf einen verzichtbaren Showeffekt. Ist nicht leicht mit klarzukommen, wenn man sein Selbstbewußtsein aus einer irrelevanten Handlung bezieht. Versuchs mal mit ein bissel Willen

b) Alles bisher erreichte kehrt sich innerhalb kürzester Zeit total um.
Ok. Dann hat man das Problem, daß die bisherigen Methoden nicht wirklich den eigentlichen Zustand berührt haben. Immer und irgendwie verzweifelt dagegenzuhalten kann keine wirkliche Lösung sein. Das zeigt nichts weiter als daß das eigentliche Problem in keiner Weise angegangen oder behoben wurde. Eine Begutachtung des eingeschlagenen Weges ist dann durchaus angebracht.


Zitat:
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren
Und wer sich in den Kampf begibt, ohne seinen Gegener vorher auszuspähen oder während der Schlacht nicht mit holprigem Kriegsglück oder gar Ablenkungsmanövern rechnet , wird am Ende die Arschkarte haben.

Wie wär's denn mit dem Spruch: Wenn Du sie nicht besiegen kannst verbünde Dich mit ihnen.
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Alt 29.06.2013, 15:13   #49
Mr.Crowley
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Du übersiehst hierbei aber eindeutig, dass ich vor diesen Umstellungen nichts - aber auch gar nichts an meinem Leben geändert habe - ich habe mich so ernährt, wie die Jahre vorher und sogut wie gar nicht bewegt, auch wenn ich natürlich kein Beweis dafür habe, wäre es etwas naiv zu glauben, dass das alles von alleine in Gang gekommen ist, der Fettanteil von selber sinkt, der Bauch von alleine schrumpft, sowas geht nicht über Nacht.

Natürlich hat dies etwas mit der Umstellung zu tun. Denn erst seitdem ich dies mache, passiert dies alles mit meinem Körper.

Zu deinen zwei Punkten, eigentlich ist doch Punkt b genau der richtige und Punkt a ist teilweise utopisch. Ich weiß ja nicht, was du dir erhoffst, aber wenn die Ursache wegfällt kehren die Symptome halt zurück und einen sportlichen Körper kann man nur mit Sport erhalten.

Tut mir Leid, dass ich jetzt darauf komme, aber dies ist nunmal einTeil meines gewünschten Zieles. Sicherlich die Pfunde können zu einem gewissen Maße durch die Ernährung beeinflusst werden, (eine negative Energiebilanz erreicht man am leichtesten durch Sport), aber Muskeln bauen sich nur da weiter auf, wo sich angeregt werden.

Aber wahrscheinlich reden wir aneinander vorbei. Dir reicht es schon, wenn du dick aber hauptsache Gesund bist, was okay ist, darüber möchte ich jetzt gar nicht mehr diskutieren, mir geht es vor allem darum schlank und Gesund zu sein. Das Dicksein ist eine Lebensphase von mir, die irgendwann enden soll.
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Geändert von MeiersJulchen (29.06.2013 um 16:16 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt
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Alt 29.06.2013, 17:57   #50
MeiersJulchen
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Tja, dann kann man Dir nur wünschen, daß es nur eine Phase ist, die endet und nicht noch was anderes.

Denn Du vergißt, daß Du bereits einige Beiträge zuvor von einer belasteten Leber geschrieben, deren Werte sich nun langsam verbessern und auch von Medikamenteneinnahme.
Dein Körper hat sich also verändert und es wird auch in einer anderen Form als nur mit Training auf ihn eingewirkt.

Zitat:
Punkt a ist teilweise utopisch.
Welche Teile davon erscheinen Dir denn so?

Zitat:
Ich weiß ja nicht, was du dir erhoffst, aber wenn die Ursache wegfällt kehren die Symptome halt zurück und einen sportlichen Körper kann man nur mit Sport erhalten.
Und? Haste genug Arsch inner Hose, das einfach mal zu testen?
Oder ist die Angst davor, eventuell doch erleben zu müssen, daß es auch ohne Tritte geht/gegangen wäre, wirklich so groß, daß Du Deinen festen Glauben an den schwer erkämpften Sieg nicht auf die Probe stellen magst? Alles suppi unter Kontrolle zu haben, scheint ja einen mächtig großen Teil Deines Selbstverständnisses auszumachen.

Ich mein ... wenn Deine Theorie stimmt, daß sich alles sofort beim leichtesten Nachlassen komplett umkehrt, dann fängste eben sofort wieder mit dem Entgegenstemmen an. Was hast Du zu verlieren außer ein paar Tage? Das hast Du doch bei Deinem Einsatzwillen zackzack wieder aufgeholt, oder?

Du kannst mir nicht erzählen, daß aus Muskeln innerhalb von wenigen Tagen ein Schwabbelkloß wird, nur weil man einfach das Training sein läßt.
Wenn das so sein sollte, dann hast Du bereits Muskeln aufgebaut, die in Richtung Bodybuildermaße gehen und mit Nutzen zur Alltagsbewältigung überhaupt nichts mehr zu tun haben. Und schon gar nicht als Gesundheitsmerkmal betrachtet werden sollten.

Du wirfst außerdem viel zu viel durcheinander von wegen Abnahme, Muskelaufbau und Gesundheit.
Obwohl Du immer wieder beteuerst, daß Du keine Umstellung im Sinne einer Reduktionsdiät machst, phantasierst Du jetzt plötzlich wieder über negative Energiebilanzen.
Wenn Du Dein Essen aber - wie Du immer wieder betonst - nicht kontrollierst, so kann es diese negative Bilanz gar nicht geben, da Dein Körper eine Unterversorgung durch Hunger, Apettit und Sättigung zu verhindern wissen wird.
Da macht es überhaupt nichts aus, ob Du Dich sportlich forderst oder nicht. Wenn Du das Training sein läßt, wird Dein Energieverbrauch sinken und Du wirst automatisch weniger essen. Weder ein Verlust, noch ein Zugewinn.
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Alt 29.06.2013, 19:34   #51
Mr.Crowley
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Erstmal etwas anderes, wie zitierst du mehrere Aussagen aufeinmal? Ich kriege immer nur ein Vollzitat, welches ich dann bearbeiten kann, aber ich würde halt gerne einzelne Abschnitte getrennt zitieren.

Ja, dass mit der Medikamenteneinnahme stimmt, dies habe ich geändert, aber, was nicht vergessen werden darf, ich habe mich die Jahre davor auch fast nur Junkfood ernährt, da konnte ich zusehen, wie die Polster enstanden und dies mache ich nun nicht mehr.
Die Leberwerte verbessern sich seitdem ich meine Ernährung umgestellt habe und Sport treibe.
Der Punkt von a der für mich unglaubwürdig ist, ist die Sache, dass alles so weiter läuft, wie bisher.
Muskeln bauen sich übrigens wirklich sehr schnell wieder ab, wenn sie nicht gefordert werden, einfach aus Energiegründen. Muskeln sind ein großér Energiefresser und wenn dieser nicht genutzt wird, wird halt gesparrt.

Natürlich könnte ich einfach mal einige Zeit den Sport lassen - kein Problem. Ich habe keine Angst davor, dass man ohne Sport alles bekommt, was man will - warum auch, wäre doch ein riesen Zeitersparnis

Aber, es wird nicht klappen, wie gesagt, Sport formt den Körper - und nur dafür nutze ich ihn ja. War dies nun deutlich genug Von alleine macht der Körper dies nicht.

Aber nein, ich habe keine Bodybuildermaße, wobei ich fragen muss, was sind Bodybuildermaße? Falls du Leute meinst, die so "kräftig" sind, dass sie nicht mehr durch die Tür kommen und trotzdem 0 Ausdauer besitzen - nein, sowas gefällt mir nicht, aber definieren kann man die Muskeln schon.

Negative Energiebilanz war falsch ausgedrückt, also ich rechne nichts aus, oder dergleichen, aber ich esse halt auch nicht mehr, wie an den Tagen, an denen ich nicht trainiere, ich trinke halt dafür etwas mehr, da vergesse ich meistens meinen Hunger drüber. Sowas meinte ich mit negativer Bilanz, ob ich irgendwann meinen Umsatz mal genau ausrechnen lasse kann ich nicht sagen - im Fitnessstudio wird sowas angeboten mit einer Ernährungsberaterin - aber ich hatte bisher noch keine Zeit, da dort alle Test (Körperfett, Muskeln uvm.) neudurchgeführt werden um diesen genau zu ermitteln.
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Alt 29.06.2013, 21:04   #52
MeiersJulchen
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Zitat:
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Der Punkt von a der für mich unglaubwürdig ist, ist die Sache, dass alles so weiter läuft, wie bisher.
Nun, ich habe aber genau das am eigenen Leib erlebt. Nicht nur, daß das Gewicht plötzlich stabil blieb sondern auch, daß die Muskelkraft zunahm. Anfangs sogar ohne Aufbau. Einfach dadurch, daß sich die Versorgungslage durch die Entlastung der Organe dermaßen verbessert hatte.

Ich schreib den ganzen Klumpatsch mit eigenen Erfahrungen und Testmöglichkeiten doch nicht, um irgendwas "schön"- oder "schlechtzureden", sondern um zu zeigen, daß es ganz gefährliche Stolperfallen gibt, in denen man sich regelrecht festfressen kann - und das nur weil man aus Unwissenheit Korrelationen fehlinterpretiert und Implikationen hineingedeutet hat, die in der angedachten Weise einfach nicht zutreffen.

Oder ganz kurz gesagt: Erkenne, wann die Lösung zum Problem wird!
Sie mag es zur Zeit noch nicht sein und vielleicht auch nie zu einem werden, aber es ist sicherlich nicht falsch zu wissen, daß es dazu kommen kann, wenn man von den falschen Voraussetzungen ausgeht und sich eben nicht sicher sein kann, worauf die bisherige Wirksamkeit und plötzliche Unwirksamkeit beruht.
Natürlich hätte man es gerne, wenn es dann nur am nachlassenden Willen liegt, weil das bedeutet, daß man ja alles unter Kontrolle hatte und immer noch hat - aber dadurch, daß man kategorisch alles andere ausschließt, hat man schneller ernsthafteren Ärger an der Backe als man sich versieht.

Zitat:
ich trinke halt dafür etwas mehr, da vergesse ich meistens meinen Hunger drüber
Echten Hunger kann man nicht vergessen, glaub mir.
Das wird zwar gerne als Diättip rausgedroschen und klappt auch für eine kurze Zeit (und ich rede hier von einem Zeitraum von wenigen Stunden), aber dann wirst Du essen, wenn Du Dich nicht bewußt und willensmäßig davon abhältst.
Es gibt jedoch das Phänomen, daß bei Durst die Signale ein bissel durcheinandergehen. Man hat dann das Gefühl, unbedingt was essen zu müssen und steht wie Falschgeld vorm Kühlschrank und es will einem partout nicht einfallen, was man denn nun nehmen soll. Ein großes Glas Wasser behebt diesen "Hunger" dann wunderbarerweise viel besser und schneller als alles andere.
Unterscheidet sich von echtem Hunger oft dadurch, daß der Magen nicht knurrt und man sogar einen Geschmack im Mund hat, als hätte man grade schon was gegessen. Einen aus Energiemangel knurrenden Magen mit Wasser zu "bezwingen" funktioniert nicht.


Als halbwegs realtitätsnahe Feststellung des Energiebedarfs eignet sich eigentlich nur die Vermessung der Kohlendioxidausscheidung in einer entsprechenden Meßkabine oder einem "geschlossenen Kreislauf".
Das Problem ist aber, daß Du dann zwar weißt, was Dein Körper verbraucht, aber das heißt noch lange nicht, daß Du diesen Bedarf anhand von reinen Tabellenwerten gegenrechnen könntest.
Die kcal-Tabllen beruhen auf der tatsächlichen Verbrennung (mit einem Glühdraht) von entsprechend präparierten Lebensmittelproben. Dies findet so im Körper nicht statt. Ebensowenig verwertet die Verdauung jedes Nahrungsmittel vollständig und der jeweilig verwertete Anteil kann sich auch noch von Lebensmittel zu Lebensmittel unterscheiden.
Das beste Meßgerät dafür ist und bleibt das eigene höchst-individuelle Hunger- und Appetitgefühl, welches wunderbar funktioniert, wenn es nicht durch schwere physische oder psychische Beeinträchtigungen gestört oder ausgehebelt wird.

Noch viel schlimmer als sich an einer Arschtritt-Lösung festzuklammern ist es, sich eine willensfrei(!) funktionierende Lösung von sogenannten Profis madig machen zu lassen, um es wissenschaftlich fundiert wirklich wirklich richtig zu machen. Diese Wissenschaft gibt es aber nicht (außer der Erhebung von empirischen Werten). Es gibt auch nichts wirklich-Richtiges. Es gibt nur eine ganze Menge nicht-Falsches. Letzteres erkennt man eben daran, daß der Körper entspannt damit umgehen kann und trotzdem tut, was man "will".
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Alt 29.06.2013, 23:05   #53
Mr.Crowley
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Ich danke dir, wirklich, für deine Erfahrungen, die du an mich weitergeben möchtest und ich werde versuche, dies alles zu beachten, um keine Signale zu übersehen. Ich möchte auch gar nicht unhöfflich wirken, aber es ist halt schwer, von heute auf morgen "alles" zu vergessen, was einem jahrelang eingetrichtet wurde - sogar in der Schule im Biounterricht

Zum Hunger, es kann durchaus sein, dass ich diese beiden Arten verwechsle - würde ich sogar aktuell dazu tendieren, da wenn ich etwas trinke der Hunger wirklich oft verschwunden ist und früher habe ich da halt nix getrunken.
Wirklich echten Hunger leiden wir glaube ich alle nicht, da gibts - leider auf der Welt ganz andere, aber ich weiß, was du meinst.
Wie schon in der PM geschrieben, ich würde es am Ende sowieso nicht machen, da ich viel zu faul bin, um Kalorien, kcal Tabellen etc. zu analysieren und damit Berechnungen anzustellen.

Aber, ich muss sagen, ich glaube schon, dass der Bedarf der Menschen vergleichbar ist.
Nehmen wir mal 2 Männer, oder 2 Frauen, die das gleiche Gewicht haben, gesund sind (egal, ob übergewichtig, oder nicht) alle Organe besitzen und kein Bodybuilding betreiben - dann werden die Muskeln nämlich zu "Verbrennungsmotoren", also ich glaube den aktuellen wissenschaftlichen Behauptungen, dass diese zwei Personen einen Grundumsatz aufweisen, der sehr nah beieinander liegt - alles andere würde ja biologisch gar kein Sinn ergeben, wenn bei dem einem die Organe 1/3 mehr verbrauchen, als bei dem anderen. Das keine 100%ige Übereinstimmung vorliegt, ist mir klar.
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Alt 30.06.2013, 00:22   #54
MeiersJulchen
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Zitat:
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Wirklich echten Hunger leiden wir glaube ich alle nicht
Vom Leiden habe ich auch nicht gesprochen. Nur vom Signal des Magenknurrens, des Flau-Seins. Und das ist eben auch Hunger. Mit anderen Worten ein kurzfristiger Energiemangel, aber keine Notsituation. Das macht der Körper aber trotzdem sehr deutlich. Und das schon nach wenigen Stunden und nicht etwa erst nach Tagen oder Wochen.
Natürlich kann man das Signal auch längere Zeit ignorieren und sich bewußt oder aus einer Notlage heraus in einen Fastenzustand versetzen. Aber genau das sollte ja bei normaler Ernährung nicht der Fall sein.
Der Normalfall ist, daß der Bedarf hier und jetzt anliegt und zeitnah befriedigt wird.

Ich bin anfangs oft genug auf mich selbst hereingefallen, weil ich das in der Form vor der Umstellung gar nicht kannte.
Mit schon knurrendem Magen aufgewacht, aber dann erstmal geduscht etc und nach 30 Minuten hatte der Magen längst Ruhe gegeben. Da hab ich dann mein Zeug gepackt und bin ohne Essen aus dem Haus. Nur ... eine knappe Stunde später im Büro war das Hungergefühl so fies, daß ich mein Freßpaket, das eigentlich für die Mittagspause gedacht war, ratzfatz verputzt hatte. Das wurde dann ein kurzer Arbeitstag, weil ich zum Mittag zwangsläufig nach Hause gefahren bin, weil's da schon wieder mit dem nächsten Maggenknurren losging (auswärts essen ist bei meinen Unverträglichkeiten nicht drin).
Inzwischen habe ich gelernt: Wenn der Hunger einmal da ist, kommt er garantiert wieder, selbst wenn das Signal kurzzeitig verschwunden sein sollte. Also esse ich ordentlich Frühstück bevor ich aus dem Haus gehe und alles ist im Lot.


Zitat:
alles andere würde ja biologisch gar kein Sinn ergeben, wenn bei dem einem die Organe 1/3 mehr verbrauchen, als bei dem anderen.
Ich vergebe Dir, denn Du bist ja nur ein Mann

Du glaubst gar nicht, wie sowas Nichtiges wie der weibliche Zyklus zu Buche schlägt. Und ich red hier jetzt nicht von Schwangerschaft, sondern nur vom reinen Hormonzyklus.
3 Tage "vorher" könnt ich wahnsinnig werden. Da esse ich glatt 1 volle Mahlzeit mehr, vor lauter Hunger (die berüchtigten und angeblich so obligatorischen Appetitumschwünge sind mir seit langer Zeit fremd). Ziemlich genau eine Bedarfsabweichung von 30%. Zwar "nur" für diese 3 Tage, aber es ist definitiv rein organisch bedingt und hört genauso schlagartig wieder auf. Einfluß aufs Gewicht: Null. Wird direkt in Energie für die ganzen Steuervorgänge etc verbraten.

Verlassen würde ich mich auf Durchschnittswerte niemals, wenn ich diese Werte für irgendwas verwenden wollte, was nur mich persönlich betrifft. Die Verbrauchsmessung ist wie gesagt durchaus aussagekräftig und verläßlich, was den Grundumsatz und Energieumsatz während Bewegung (z.B. auf einem Ergometer) angeht. Das gilt jedoch nur für den Verbrauch. Trainingsleistungen lassen sich damit sicherlich wunderbar einschätzen und vor allem begrenzen, wenn man sich nicht schaden will.

Nur eben die Gegenrechnung mit der Energiezufuhr ist aus den aufgeführten Gründen schwer bis unmöglich rein meßtechnisch festzulegen - von Dritten schon gar nicht, egal ob Experte oder nicht. Das muß man wohl oder übel seinen Sinnen überlassen, egal ob es um 100 (oder auch mal 600 kcal) nach oben oder unten vom gemessenen täglichen Durchschnitt abweicht.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2013, 00:56   #55
elltee
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hallo,

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Wenn Du Dein Essen aber - wie Du immer wieder betonst - nicht kontrollierst, so kann es diese negative Bilanz gar nicht geben, da Dein Körper eine Unterversorgung durch Hunger, Apettit und Sättigung zu verhindern wissen wird.
ich hab dazu eine andere Meinung bzw. eine andere Erfahrung gemacht. Wenn ich das esse, was mein Körper will, nehme ich ab. Es ist nicht im Interesse meines Körpers, bei jedem Schritt und jeder Bewegung 3 Sack Katzenstreu in Form von Fett durch die Gegend zu tragen. Mein Körper hat durchaus das Interesse, leichter zu sein und sich besser bewegen zu können.

Es ist meine Eßsucht, die ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn ich auf meinen Körper höre und aufhöre zu essen, wenn ich satt bin und mich nicht überesse, nehme ich kontinuierlich ab.

viele Grüße
Petra
elltee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2013, 01:18   #56
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von elltee Beitrag anzeigen
Wenn ich das esse, was mein Körper will, nehme ich ab.
....
Es ist meine Eßsucht, die ihm einen Strich durch die Rechnung macht.
Inwieweit widersprechen Deine Erfahrungen dem, was ich geschrieben hab?

Weniger zu essen als bei einem Eßanfall ist zwar relativ gesehen eine Reduktion der Energieaufnahme, aber keine, die in die Unterversorgung führt. Mit so etwas geht der Körper offensichtlich ganz anders um als wenn er das "abzustoßende" Fett vorher zur zusätzlichen Energiegewinnung heranziehen muß.


Und ich schrieb auch
Zitat:
...das eigene höchst-individuelle Hunger- und Appetitgefühl, welches wunderbar funktioniert, wenn es nicht durch schwere physische oder psychische Beeinträchtigungen gestört oder ausgehebelt wird.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2013, 20:36   #57
Seraphina
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Lieber Mr. Crowley,

es kommt Dir vielleicht im Moment nicht so vor, aber ich glaube, niemand hier hat was gegen die Abkehr von fast Food und sportliche Betätigung. Was mich persönlich allerdings ein bisschen stutzig macht, ist die Kampfesrhetorik. Ich finde nämlich, dass das Richtige zu tun sich nicht anfühlen sollte wie ein Kampf.

Ich betätige mich auch sportlich. Aber ich muss mir da keine trainierten Menschen zur Motivationshilfe suchen, ich muss dazu auch keinen eisernen Willen und keine Disziplin aufbringen. Die Sache ist nämlich die: Das macht mir Spaß und ich spüre, dass es meinem Körper gut tut. Das reicht mir vollkommen.

Nun habe ich in meinem nicht mehr ganz so jungen Leben auch einige Anfälle von ganz arger Diät-Disziplin gehabt. Habe voller Stolz auf meine Willenskraft dem knurrenden Magen gelauscht und mich zu einer weiteren Runde Sport, den ich hasse, gequält. Und große Reden über Disziplin und "Wer nicht kämpft, hat schon verloren" geschwungen.

Ist, um es mal verkürzt darzustellen, nicht gut ausgegangen. Wie für die anderen schätzungsweise 98 Prozent der Dicken, die da ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Diese Erfahrungen lassen mich immer ein wenig misstrauisch werden, wenn ich jemanden Deine Lieder singen höre. Sie nähren in mir außerdem die Überzeugung, dass diese Disziplin-und-Kampf-und-Willenskraft-alles ist machbar-mind over body-Sache nicht wirklich funktioniert.

Und weil ich mir nicht hämisch ins Fäustchen lachen will und ein "Wart mal ab, wir sprechen uns in fünf Jahren, wenn Dich der Jojo erwischt hat!" vor mich hin murmeln, wage ich es, Dir trotz akuter Abnahme-Euphorie (die wir alle hier kennen) den Rat zu geben:

Hör auf Deinen Körper. Und zwing ihm nichts auf. Alles, wozu Du Dich zwingen musst, wird auf Dauer nicht funktionieren. Und das sagen Dir nicht mal nur diese seltsamen Selbstakzeptanz-Dicken in diesem Forum hier, das sagen Dir sogar Abnehm-Erfahrene und -Sachverständige.
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Alt 30.06.2013, 23:18   #58
Mr.Crowley
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Seraphina, wie ich oben schon geschrieben haben, ich danke jeden für die Erfahrungen, die ihr bisher an mich weitergeben wolltet. Es war wohl ein falscher Start im Forum - es ist beleibe nicht so, dass ich mich hier angemeldet habe, um "stunk" zu machen, nein, ich will wirklich ehrlich und sachlich diskutieren. Ich weiß, bisher habe ich mich selber nicht zu 100% an diese Vorgaben gehalten.

Kampfesrhetorik, kommt es wirklich so schlimm rüber? Nunja, wie gesagt, ich zwinge mich nicht beim Essen, aber ich war jahrelang faul und habe nach der Devise "Sport ist Mord" gelebt (warum, weiß ich selber nicht genau, meine Freunde haben auch nie wirklich Sport betrieben - sie sind aber nicht alle dick, nur faul) und hatte bzw. habe auch Freunde und Bekannte, die nur durch sowas dick geworden sind ...

Zuminest habe ich nie mitbekommen, dass einer von denen wirklich Krank geworden ist und für Männer reden wir wirklich über sehr vieles,da sind die nunmal für Sport kein guter Umgang gewesen, da sie sehr schnell aufgeben würden bzw. es schon getan haben, als wir mal versucht haben Sport zu betreiben und damals ging es "nur" ums schwimmen, (Da merkt man ja nun wirklich sogut wie gar nicht, dass man übergewichtig ist- außer man hat schon irgendwelche Erkrankungen), war nach dem ersten Mal Schluss.

Darum habe ich mir diesen Umgang gesucht, so kriege ich zumindest von den anderen Teilnehmern nicht so demotvierende Sprüche ab ("ach... wie anstrengend dies ist, wollen wir nicht aufhören ... blablabal") Ich habe mir halt versucht positiv motivierte Leute zu suchen ... und ich nach jahrelang Nichtstun konnte ich etwas "mitziehn" auch gebrauchen.
__________________
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God Is Dead?
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Alt 19.09.2013, 12:30   #59
stressless
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mir kommt vor, als wäre ich gerade erst dabei...

und dafür musste ich glatt 50 jahre alt werden...
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Alt 21.09.2013, 12:14   #60
nessi
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Ich habe die Diskussion mit Crowley nicht vollständig gelesen und wollte mal was zur ursprünglichen Frage sagen (mal abgesehen davon, dass ich denke, dass solche Streitgespräche in einen anderen Thread abgetrennt gehören, weil es unhöflich ist, hier einfach den Thread eines anderen vollzulabern, ohne groß etwas zu dessen Problematik zu sagen).

Für mich klingt die Beschreibung der TE nach einer falschen Selbstwahrnehmung. Es dreht sich alles nur ums Abnehmen und ums Aussehen. Ich halte hier eine Verhaltenstherapie für ratsam. Denn wenn sich alles nur um eins dreht, wird das schnell zu einem suchtähnlichen Verhalten. Und was bringen dir die 20kg weniger auf der Waage, wenn du dich trotzdem (oder gerade deswegen) noch mehr unter Druck gesetzt und noch unglücklicher fühlst?
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Alt 11.04.2014, 13:53   #61
SophieToffi
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Ich habe mich immer wohl und sexy gefühlt. Die Ausstrahlung macht es einfach (und die nötige verbale Schlagfertigkeit )
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Alt 11.04.2014, 15:32   #62
Zora
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Zitat:
Zitat von SophieToffi Beitrag anzeigen
Ich habe mich immer wohl und sexy gefühlt. Die Ausstrahlung macht es einfach (und die nötige verbale Schlagfertigkeit )

Und warum dann eine Schönheits OP wenn du dich so wohl und sexy fühlst?
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Praxis ist: Es funktioniert und keiner weiß warum
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