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Essstörungen aus der Sicht der Dicken
Austausch über Essstörungen - da wir ein Forum für Dicke sind - aus der Sicht Übergewichtiger.

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Alt 11.04.2014, 11:54   #1
wilmasaunt
Ein neues Gesicht
 
Registriert seit: 11.04.2014
Beiträge: 7
Standard Seit ihr echt im Reinen mit Eurem Gewicht oder habt ihr Euch nur arrangiert.

Also ich setz mal voraus, daß hier viele sind, die einen langen Weg gingen, bis sie sich so akzeptieren konnten, wie sie sind.
So "gewichtstechnisch" betrachtet.
Vielleicht gibts ja auch dicke Menschen, die das Glück haben , niemals mit sich hadern zu müßen, aber erfahrungsweise, sind die rar gesäät.
Es sind mir hauptsichlich welche begegnet, die unter ihrem Ü-Gewicht litten ; welche die es ignorierten; einige die aggressiv reagierten kam es irgendwie zum Thema - bzw die einem gleich mal zur Bekanntschaftseinleitung erklärten "daß sie richtig sind wie sie sind , daran nix ändern wollen und sich jede Kritik ( nicht von mir- die gibts nicht- wie auch, bin selber dick-) sondern so allgemein von der ganzen Welt verbaten; wenige sind mir begegnet die nach langem Weg ausgesöhnt waren mit ihrem Körper .

Und keine Einzige/r der mir, glaubhaft versichern konnte, daß das Dicksein wirchlich super sei und man auch wirklich nicht anders sein wolle.
Egal wie überzeugt sie / er zu sich stand, gings ans Eingemachte , kam immer ein Leidensdruck durch.

Ich würde mich auch zu denen zählen, die sich längst arangiert haben und heilfroh sind, daß Gewicht nun nicht mehr mein Hauptthema ist, aber glücklich bin ich damit nicht.

Auch wenn ich längst selbstbewußt auftrete, mich nicht verstecke und "alles " über Eßsstörungne weiß.
Das Kapitel für mich abgeschloßen hab und einfach fröhlich damit lebe.

Aber ich werde nun 50 und stelle fest , langsam hab ich sie die angedrohten Folgeerkrankungen.
Und leider hat sich mein Körper verändert; ich werde nach jahrelangem gleichem Gewicht dicker.Weil ich Wasser einlagere..weil ..also son Körper in den Wechslejahren verändert sich ja .
Und blöderweise nicht positiv.

Also hab ich im vergangen Jahr so 15 Kg zugenommen und nun ist es wieder Thema , "das Dicksein".

Ich frag mich ob das je aufhört, ich wills nicht im Kopf haben, will aber auch nicht so eingeschränkt sein, weil mein Body unter 133 kg ächzt.

Also frag ich mich, kann man wirklich glücklich sein mit Ü-Gewicht?

Was denkt ihr so, wie geht ihr damit um?
wilmasaunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2014, 12:32   #2
Fräulein Wunder
Gast
 
Standard

Ich finde die Frage halt einfach so müßig. Sie lenkt Energien auf etwas was sich meist nicht wirklich ändern lässt und hält die Leute davon ab diese Energien in Bereichen einzusetzen in denen sie etwas ändern könnten.

Wenn ich Dich frage: "Bist Du echt im Reinen mit Deinen einsetzenden Wechseljahren oder hast Du Dich nur arangiert?" dann kann man das auch über Seiten diskutieren. Daran dass wir alle irgendwann in die Wechseljahre kommen ändert es aber nichts.

Mein Gewicht ist aus einer Kombination von: Veranlagung, Leben einfach dumm gelaufen und daraus resultierender Esstörung, und einem Diätmarathon entstanden.

Nichts davon kann ich rückgängig machen, weder meine Gene, noch meine Vergangenheit lassen sich ändern.

Jetzt kann ich mich (für mich) gesund ernähren, mich bewegen, mein Leben erfüllt leben ... aber an meinem Gewicht wird das nichts ändern, ist bei mir so.

Wollte ich wirklich mein Gewicht dramatisch (also mehr als -30 kg) senken, dann würde sowohl der Punkt der gesunden Ernährung als auch der Punkt des erfüllten Lebens wegfallen, denn die Lösung hieße in meinem Fall wohl: Adipositaschirurgie. Und die ist für mich keine Lösung die ich in Betracht ziehen würde.


Ein anderes Beispiel: bei mir ist letztes Jahr mit 40 ADS im Erwachsenenalter diagnostiziert worden.

Ein bisschen kann man das vielleicht mit Übergewicht vergleichen, denn nicht jeder der die genetische Disposition zu diesem Sydrom hat bekommt auch später ADS. Dazu müssen in der Regel noch zusätzlich einige Dinge im Leben schief laufen.

Ähnlich wie bei Übergewicht, gibt es mehr als genug Kritik. Von: dieses Syndrom gibt es gar nicht - alles nur faule Ausrede bis zu: wer sich ein bisschen zusammenreisst kann sich selbst locker heilen gegebenenfalls mit der richtigen Ernährung, den richtigen Vitaminen ... (eben das was gerade zum Verkauf steht).

Wenn ich mir aber die Betroffenen anschaue, dann ist die Einstellung der Leute einfach anders als bei dicken MEnschen.

Da geht es darum: wie können wir uns gegenseitig helfen und unterstützen? Wie kann ich mein Leben anders einrichten, so dass es zu mir und meinen Bedürfnissen passt? Kann ich mir vielleicht einen anderen Job suchen, der meinen Stärken eher entspricht?

Die Energien sind darauf gerichtet das Leben so wie es ist besser zu leben und die Schwächen zu Stärken zu machen, statt immerzu mit den Schwächen und der Vergangenheit zu hadern. Und wenn jemand in einer dunklen Stunde doch mit seinen Problemen hadert, dann gibt es Trost und kein hämisches: HA! Ich hab es doch schon IMMER gewusst dass Du im Grunde Deines Herzens unglücklich bist und einen Leidensdruck hast.

Ich würde mir bei den Übergewichtigen weniger Theater wünschen (und eben wünschen, dass man auch mal schwach sein darf ohne dass einem eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Leben unterstellt wird.)

Und vor allem würde ich mir diese ewige Schuldfrage mal wegwünschen, dann ist das Glücklichsein nämlich auch wesentlich einfacher.

Meine Güte wir sind nun einfach mal dick. Ich gehe davon aus, dass wir alle gemeinsam schon tausende Male versucht haben abzunehmen ... vielleicht sollte das dem einzelnen mal zu denken geben. Nicht darüber ob das seine eigene Schuld ist, sondern ob diese Tatsache nicht darauf hinweist, dass es eben wirklich scheisse schwer ist einmal zugenommenes Gewicht wieder zu verlieren, wenn Genetik und Körper sich dagegen stemmen.

Dann ist der Kopf nämlich auch wieder frei um sich dem Leben und dem Glücklichsein zu widmen. Und: trotz massivem Übergewicht und ADS habe ich einen guten Job, eine schöne Wohnung, Freunde und liebe Menschen um mich. Sollte man auch mal sehen.

Geändert von Fräulein Wunder (11.04.2014 um 12:44 Uhr)
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Alt 11.04.2014, 14:33   #3
Bircan
Gast
 
Standard

Zitat:
Zitat von Fräulein Wunder Beitrag anzeigen
[...] Die Energien sind darauf gerichtet das Leben so wie es ist besser zu leben und die Schwächen zu Stärken zu machen, statt immerzu mit den Schwächen und der Vergangenheit zu hadern. [...] Und vor allem würde ich mir diese ewige Schuldfrage mal wegwünschen, dann ist das Glücklichsein nämlich auch wesentlich einfacher. [...] Dann ist der Kopf nämlich auch wieder frei um sich dem Leben und dem Glücklichsein zu widmen.
Deine Antwort finde ich großartig
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Alt 11.04.2014, 14:42   #4
sunny73
Gast
 
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Fräulein Wunder, auch wenn meine Vorlagen etwas anders sind für mein Gewicht, hast Du sehr genau das beschrieben, was ich auch denke. Danke.
  Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2014, 14:44   #5
Kunterbunt
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Standard @wilmasaunt

Bei mir nerven die Wechseljahre auch ohne Ende. Ohne den Zuspruch meines Mannes und bekannter Frauen in meinem Alter, würde ich verzweifeln. Ausgerechnet jetzt ist mein Nachzügler Kind, eine Tochter in die Pubertät gekommen meine beiden erwachsenen Söhne waren in der Zeit anders.

Hast du Leute, die dir den Rücken stärken?
__________________
Vergangenheit, schon geschehen, Zukunft noch nicht greifbar, handle jetzt!
Kunterbunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2014, 16:13   #6
Entli
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Beiträge: 374
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Zitat:
Zitat von wilmasaunt Beitrag anzeigen

Und keine Einzige/r der mir, glaubhaft versichern konnte, daß das Dicksein wirchlich super sei und man auch wirklich nicht anders sein wolle.
Egal wie überzeugt sie / er zu sich stand, gings ans Eingemachte , kam immer ein Leidensdruck durch.
Doch, gibt es. Lies mal, was Maeva am 12.3. unter der Rubrik 'Dicksein im Allgemeinen' zum Thema 'seid ihr gerne dick?' auf der letzten Seite schreibt. Das finde ich absolut authentisch und glaubhaft.

Ich denke, dass man sich um so schwerer mit dem Übergewicht arrangieren kann, je grösser die alltäglichen Einschränkungen und die gesundheitlichen Probleme werden.

Die diversen, alltäglichen Schwierigkeiten lernt man mit der Zeit mehr oder weniger zu bewältigen. Und irgendwann erreicht man wohl auch den Punkt, an dem man einfach leben will, ohne sich auf das Thema Gewicht zu reduzieren. Da kommt es bei mir auch auf die 'Tagesform' an. Vielleicht kommt man dadurch nicht nur mit sich selbst ins Reine, sondern auch mit seinem Umfeld.

Aber wenn's dann darum geht, ob z.B. eine dringend nötige Operation wegen des Übergewichts nicht möglich ist, sieht's dann doch noch etwas anders aus. Mein allergrösster Respekt denen, die sich in dem Fall trotz allem nicht unterkriegen lassen und das Leben beim Schopf packen und nicht resignieren.
Entli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2014, 21:29   #7
wilmasaunt
Ein neues Gesicht
 
Registriert seit: 11.04.2014
Beiträge: 7
Standard ja schon, akzeptanz, zu kleine berufsklamotten und lebensfreude

Hallo Fräulein Wunder und alle anderen!

Ja schon ,alles was Du sagst kann ich nachvollziehen und an diesem -zitat-
Die diversen, alltäglichen Schwierigkeiten lernt man mit der Zeit mehr oder weniger zu bewältigen. Und irgendwann erreicht man wohl auch den Punkt, an dem man einfach leben will, ohne sich auf das Thema Gewicht zu reduzieren.

Punkt war ich auch.

Viele Jahre lang.Dann fing ich warum immerr doch an zuzunehmen und irgendwie nervt es mich kolosall, daß ich meinem Körper so ausgeliefert bin.
Also ich war im Reinen mit dem Thema und fand auch anderes wichtiger, aber nun holts mich wieder ein.

Es ist nicht schlimm- ich hab das gedanklich-therapeutisch-erfahrungsmäßig durch und es quält mich nicht so wie früher, aber es sit immer da , das Wissen "zu dick zu sein bzw paar kilos weniger würden vieles einfacher machen"

Es ärgert mich eher und damit abfinden,daß es halt so ist , will ich mich nicht.

Ich habe Glück gehabt, weil ich schon mit 16 kapierte Diäten bringen nichts.Also den Jojoeffekt hab ich mir gespart.
Ich hab mal vor so 15 Jahren viel zugenommen, weil ich Medikamente nehmen mußte , die das verursachten.Davor wog ich so 20 Jahre das Gleiche und war dacor mit meinem moderaten Ü-Gewicht.
Mir gings gut und nach dem ich dne Knoten ausm Kopf hatte, daß nur Schlanke ein Existenzrecht hatten, war ich zufrieden.

Dann nahm ich wegen der Medis zu.Aber auch das hielt ich dann gut 15 Jahre.

Daß ich nun im vergangenen Jahr leise still und unheimlich wieder an die 15 Kg zugelegt hab , ärgert mcih.


Mein Arzt behauptet,wenn ich konsequent Lymphtherapie mach, würdens wieder paar Kilo weniger.

Ich such keine Antwort zu dem Thema, die gibts nicht, ich wollt nur mal andere Meinungen hören...oder halt wie es anderen Frauen geht.

Unter den Wechseljahren leide ich nicht.
Bis auf daß ich nun noch mehr Wasser einlagere und irgendwie anscheinend einen viel geringern Grundumsatz habe, also ich ernähr mich nicht plötzlich groß anders- warum ich so zugelegt hab, ist mir etwas schleierhaft- also daß ich mich nun auf meine alten Tage auf einmal kasteien soll, damit ich nicht noch mehr zunehme das ärgert mich , weil Essen dadurch wieder Thema wird.

Daß man nicht am Gewicht rütteln kann, glaube ich immer noch nicht.
Ich glaub immer noch, da ist wo ein Klickpunkt wo man das Ruder rumreißen kann.
Bei mir liegt der irgendwo da , daß ich mal langfristig stabil bleibe.Ich lebe seit 20 Jahrne mit Depressionen und alles darum und deswegen hat auch was mit Gewicht zu tun.
Mein gestörter Schlaf zum B.Aber das sit ein anderes Thema.

Ich glaub also es gibt Ursachen und Gründe und wenn die geheilt sind, dann braucht man seinen Panzer nicht mehr.

Nicht zu schlank, aber doch zu seinem wohlgefühlgewicht hin.
Das das bei Ü 100 liegt , glaub ich nicht , schlicht aus mechanischen Gründen.
Keiner würde freiwillig mehere Kartoffelsäcke mit sich rumschleppen.Sowas behindert einfach.

Ich hab Schwierigkeiten mit meiner Arbeit, weil mir die Füße so extrem anschwellen und ich danach kaum noch laufen kann

Ich wandere gerne , auch daß geht nur noch eingeschränkt.

Jetzt mach ich Aquacycelling, bei einer Frau, die mir sehr glaubhaft erscheint.
Sie hatte viele Jahre Magenband, alle Diäten durch und dann machte es Klick und mit Hilfe von AQ halbierte sie ihr Gewicht.

Sie berichtet, daß sie sich wie ein trockener Alkooliker vorkommt, sobald sie ihr Programm schleifen läßt , nimmt sie wieder zu.

Das ist für mich das Glaubwürdige daran , aber auch schon wieder was, was mich ärgert.

Ich will nicht lebenslang auf mein Essen-Gewicht achten.
Aber auch nicht wie Freundinen mit 60 am Rollator laufen oder gleich im Rolli sitzen, weil ich mein Gewicht nicht mehr wuppe.

Also eine Lösung seh ich kaum
Sich arangieren, das Leben so basteln, daß es paßt.Klar.

Aber es läßt mich leider nicht los bzw. holt mich immer wieder ein.

Grad habe ich nach langer Suche eine Stelle gefunden und paße nicht in die Berufskleidung.

Berufskleidung- ich arbeite in der Pflege- fällt gerne kleiner aus.
Also was die als 54 da haben ist höchstens xl.

Eigene kaufen geht auch nicht - es muß die des Arbeitsgebers sein.

Mal sehen ob der Pflegenotstand und meine Qualifikation ausreicht, daß man größere Klamotten für mch anschafft.

Das sind alles so blöde kleine Alltagsproble, die mich ärgern und handicapen.

Klar kann man drauf schimpfen, daß die Welt nicht auf xxxxl eingestellt ist, aber das ändert ja auch nichts.

Bitte denkt nicht ich will nun "dick" kritisieren oder jemandem absprechen ,daß er gut mit sich klar kommt.....

Ich wollt nur mal meinen Frust äußern.

Ohne daß mir jemand dann Diätvorschläge macht.
wilmasaunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2014, 09:18   #8
Fräulein Wunder
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Zitat:
Zitat von wilmasaunt Beitrag anzeigen
Ich wollt nur mal meinen Frust äußern.

Ohne daß mir jemand dann Diätvorschläge macht.
Bitte nicht als Angriff verstehen, aber ich frage mich schon warum Du genau das nicht einfach getan hast?

Warum immer der Vergleich mit anderen, verbunden mit der Äußerung, dass einem selbst noch nie ein wirklich zufriedener Dicker begegnet ist.

Das ist doch kein Wettbewerb und derjenige der sich am meisten mag gewinnt den ersten Preis?

Genau so kommt es mir aber oft vor.

Das was ich oben geschrieben habe ist eine Momentaufnahme ... kann nur eine Momentaufnahme sein. Weder sagt es etwas darüber aus wie es mir mit 20 ging noch wie es mir mit 50 gehen wird.

Sowas ändert sich nun mal ... bei jedem ... auch bei Schlanken. Auch Schlanke kriegen die Krise wenn das Alter sich bemerkbar macht und die Kräfte nachlassen.

Ich verstehe Deine Zweifel gut und ich halte sie für normal. Eine Lösung habe ich leider nicht parat, ausser den Rat mal zum Arzt zu gehen und checken zu lassen ob Schilddrüse und Co. noch so arbeiten wie sie sollen.

An den Zauberklick glaube ich allerdings nicht.
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Alt 12.04.2014, 09:52   #9
Mendi
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Hallo wilmasaunt

was ist denn bitteschön das Wohlfühlgewicht? - wenn es mir gut geht, ich mit mir im Reinen bin, fühle ich mich wohl. Wenn ich gerade in einer depressiven Phase stecke, fühle ich mich auch körperlich unwohl, egal mit welchem Gewicht.

Wenn es nur so einfach wäre!

Das Übergewicht ist zu irgendetwas gut, auch wenn wir vielleicht noch nicht herausgefunden haben wofür. Von daher gebe ich dir recht, solange der Grund warum wir es brauchen nicht geklärt ist, wird sich nichts ändern. Was aber, wenn sich der Grund nicht ändern lässt? - dann bleibt nur noch das beste daraus zu machen.
__________________
Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
Mendi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2014, 11:10   #10
Bircan
Gast
 
Standard

Zitat:
Zitat von wilmasaunt Beitrag anzeigen
[...] Also frag ich mich, kann man wirklich glücklich sein mit Ü-Gewicht?
Was denkt ihr so, wie geht ihr damit um?
Freunde können mich glücklich machen, egal welches Gewicht sie haben. Ein gutes Buch kann mich glücklich machen. Gutes Essen kann mich glücklich machen, besonders wenn ich es vorher mit Freunden gemeinsam zubereitet habe.
Interessante Gespräche können mich glücklich machen. Glücklich bin ich, wenn ich mich für Dinge einsetzten kann von denen ich überzeugt bin. Mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen und zu erkennen, dass ich gerade mit einem sehr netten Menschen Kontakt habe, macht mich glücklich.
Ich bin sehr glücklich, wenn ich das West-Eastern Divan Orchestra höre Ach, es gibt so viele Dinge die mich glücklich machen, aber alle stehen nicht in Verbindung mit meinem Gewicht, denn ein bestimmtes Gewicht ist für mich kein Glücksindikator.
Zitat:
Zitat von wilmasaunt Beitrag anzeigen
[...] Keiner würde freiwillig mehere Kartoffelsäcke mit sich rumschleppen.Sowas behindert einfach.
Das hört sich für mich an als ob jeder dicke Mensch freiwillig dick ist, aber genau dem ist nicht so … wie Fräulein Wunder schon sehr gut beschrieb - es gibt viele Umstände die zu dem Gewicht eines (dicken/dünnen) Menschen führen.
Zitat:
Klar kann man drauf schimpfen, daß die Welt nicht auf xxxxl eingestellt ist, aber das ändert ja auch nichts.
Einfach nur schimpfen ändert nichts, da gebe ich dir Recht, aber manchmal ändert sich schon etwas, wenn man konkret auf Missstände hinweist und diese somit, für die zukünftige Generationen, ausräumt.
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Alt 12.04.2014, 11:49   #11
Sonnenkuss
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Benutzerbild von Sonnenkuss
 
Registriert seit: 30.08.2003
Ort: Nürnberg
Beiträge: 2.091
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Ich kann mich mit etwas arrangieren und trotzdem oder gerade deswegen mit mir selbst im Reinen sein.
Ich mache meine Glückseligkeit nicht an einem äußeren, vielleicht teilweise behindernden Merkmal fest. Auch bei den mir lieben Menschen und Freunden nicht. Damit lebe ich.
Ich bin es mir und meinem Leben schuldig, immer das anzunehmen, was mir an Aufgabe gestellt wird. Mit den mir gegebenen Mitteln und der Körperlichkeit.

Morgen werde ich mir das Kopfsteinpflaster am Nürnberger Hauptmarkt mit meinem "Freiheits-Shopping-Rollstuhl" eröffnen! Und wenn es mir wieder den Reifen abzieht, muss ich halt nochmal den ADAC rufen.
__________________
-o-
Sonnenkuss ist offline   Mit Zitat antworten
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