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Sport & Wellness
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Alt 02.08.2015, 07:02   #1
Linda20032
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Beiträge: 134
Standard Kann man auch als Dicker fit werden?

Hallo zusammen,

die Frage klingt vielleicht etwas komisch, sorry.

Also, ich wiege ca. 140 kg und bin total unsportlich. Jetzt waren wir von Donnerstag bis Samstag auf Betriebsausflug. Da der Chef sehr gerne läuft, ist da immer viel zum Laufen dabei. Wir haben bestimmt jeden Tag 5 km insgesamt zurückgelegt. Wir haben uns Würzburg angeschaut. Der Chef meinte, das Hotel ist nicht weit von der City entfernt (1,2 km laut Plan). Für ihn ist das nicht weit

Also am Donnerstag war ich total kaputt, mir hat vom vielen Laufen und Rumstehen die Lendenwirbelsäule weh getan und die Hüften. Zum Glück hatte die Kollegin Pferdesalbe dabei. Draufgeschmiert, geschlafen - weg war der Schmerz am nächsten Morgen

Am Freitag habe ich dann meine neuen guten Laufsandalen mit frisch eingebetteten Einlagen angezogen und ich hatte absolut keine Schmerzen mehr *staun*. Scheinbar machen die Schuhe auch was aus?

Naja, und gestern kamen mir die Laufwege schon gar nicht mehr so lang vor und ich hab' festgestellt, dass es mir viel leichter fällt als am Anfang.

Das hat mich total erstaunt. Darum frage ich mich, ob dicke Menschen eigentlich auch fit werden können trotz Gewicht? Also wenn ich das jetzt öfter machen würde. Hab' immer gedacht, das geht nicht.

LG

Linda

P.S.: Bis auf Muskelkater in den Waden hat mir absolut nix mehr weh getan. Hab' allerdings auch drauf geachtet, mich zwischendurch immer mal hinzusetzen - sofern möglich.
Linda20032 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2015, 08:18   #2
MeiersJulchen
Moderatorin
 
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Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.053
Standard

Ein Wort: Sumo-Ringer

Warum sollte "das" also nicht gehen?
Hauptsache man macht keinen Unfug, der bei dem Gewicht die Knochen/Knorpelsubstanz der Gelenke komplett überlastet.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2015, 09:41   #3
zegge
Hier qualmt die Tastatur
 
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Standard

hi,

logisch kann man als dicker fit werden, man sollte es nur nicht übertreiben und langsam aufbauen.

und aufpassen, dass die ausstattung passt, d.h. du hast es ja jetzt bei deinen schuhen gemerkt.

gruß tina
zegge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2015, 10:37   #4
Wasserelfe51
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Standard

Auch ich kann bestätigen, dass man auch als dicker Mensch sportlich und fit sein kann.

Ich schränke das allerdings (aufgrund meiner eigenen Erfahrung) mal ein und möchte das erklären:
Ich wiege 120 kg bei einer Größe von 175 cm und trage deshalb vereinfacht und je nach Ernährungstheorie gesehen 40-60 kg Übergewicht mit mir herum.
Aus der mechanischen Physik wissen wir: Je höher die Masse (das Gewicht), umso höher die Arbeit, die aufgewendet werden muss, um die Masse zu bewegen (Das weiß auch der gesunde Menschenverstand, es ist aber nicht nur ein Gefühl, sondern wissenschaftlich belegt).
Gehen wir von mir aus, macht mein Übergewicht die Hälfte bis ein Drittel meines Gewichts aus. Masse und Arbeit verhalten sich in der Wirklichkeit bestimmt nicht linear, ich müsste vielleicht nicht das doppelt an Arbeit, aber trotzdem deutlich mehr an Arbeit aufwenden, um das gleiche Ergebnis zu erzielen, wie ein normalgewichtiger Mensch. Das ist meiner Meinung nach nicht zu schaffen.

Wenn man "sportlich und fit" also nur an "höher, schneller, weiter" und im Vergleich mit normalgewichtigen Menschen misst, wird man als übergewichtiger Mensch keine Chance haben, als sportlich oder fit zu gelten, obwohl man sportlich und fit ist.

Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man fitter werden möchte. Ein Fitnesslevel wie ein Normalgewichtiger wird man nicht erreichen und was im Vergleich mit einem Normalgewichtigen nur wie ein winziger Fortschritt aussieht, kann für einen Überwichtigen in Wahrheit ein enormer Fortschritt sein.

Ich möchte jeden ermutigen, Sport zu treiben und sich zu bewegen, aber entmutigt euch nicht selbst, indem ihr euch für euch unrealistische Ziele setzt.
Wasserelfe51 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2015, 10:56   #5
Mendi
Lebende Legende
 
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Beiträge: 1.843
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Hallo

ja man kann als Dicker fit sein, sofern man gesund ist.

Das Herz muß ehr leisten als bei einem Normalgewichtigen, das und die Belastung der Gelenke muß man bedenken, wenn man aktiver werden will.

Vermehrt Treppen zu steigen, was ja oft empfohlen wird, fällt bei mir deshalb flach, aber schneller laufen (nicht Rennen oder Joggen) und dabei auch vor Steigungen nicht zu kapitulieren, ist durchaus möglich. Und mit der Zeit kann man das steigern und wird im Alltag merken, dass es einfacher wird.
__________________
Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
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Alt 02.08.2015, 11:59   #6
Blumentopf
Viele Gedanken - viele Worte
 
Registriert seit: 13.05.2008
Beiträge: 147
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Jeder kann fitter werden, egal bei welchem Gewicht.

Ich denke die Regelmäßigkeit macht es.
z.B. jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren

Zuerst macht einem der Berg noch etwas aus und nach einer Zeit merkt man ihn kaum noch.
Blumentopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2015, 15:37   #7
Fräulein Wunder
Gast
 
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Warum sollte das nicht möglich sein

Du bist doch auch schon einige Jahre hier im Forum, in dem auch Dicke davon berichten, dass sie fit geworden sind ... glaubtest Du bisher das sei eine Lüge?
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Alt 03.08.2015, 21:34   #8
Linda20032
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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Von Rennen oder Joggen kann ja gar keine Rede sein. Ich meinte z. B. einfach viel laufen an einem Stück, so wie das beim Betriebsausflug war.

@Fräulein Wunder

Nein, natürlich habe ich nicht geglaubt, dass das gelogen ist.

LG

Linda
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Alt 07.08.2015, 07:32   #9
Tanzbaerin
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Ja - sicher geht das... aber wenn man dick ist, hat der innere Schweinehund meistens mindestens das gleiche Format, und den gilt es zu besiegen. Meiner ist momentan etwas dominant....

Und noch ein Ja - die Schuhe machen sehr viel aus. Gerade wenn du sagst, du hast Einlagen - dann ist ja mit deinen Füssen schon etwas in Unordnung. Die Einlagen unterstützen dein Fussgewölbe - und auf dem lastet der gesamte Körper, der durch gutes, stützendes Schuhwerk in eine andere Balance gebracht wird und somit anders auf die Bewegung reagiert.

Lass dir von einem Physiotherapeuten oder Orthopäden auch Fussgymnastik zeigen, diese Übungen stärken das Muskelgewebe und helfen dem Fuss dabei, seine Funktion wieder selbstständig besser ausüben zu können.

Ich hoffe, es wird bald wieder etwas kühler, dann muss ich mich auch wieder aufraffen und mit dem Schweinehund in die Hundeschule gehen.

Gruss
Gudrun
Tanzbaerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2015, 18:17   #10
HamsterD
Moderator/in
 
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Zitat:
Zitat von Tanzbaerin
aber wenn man dick ist, hat der innere Schweinehund meistens mindestens das gleiche Format, und den gilt es zu besiegen.
Da du hier das verallgemeinernde "man" verwendest, eine Frage an dich: Sind das nur deine privaten Erfahrungen oder beziehst du dich da auf eine repräsentative Studie? Im ersteren Fall bitte ich dich darum, dies bei künftigen Gelegenheiten auch dann entsprechend individuell zu formulieren. Im zweiten Fall würde es mich interessieren, um welche Studie es dabei geht.

Grüße
Dani
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Alt 07.08.2015, 18:43   #11
BigJanina
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Richtig fit wird man nicht so schnell, aber man kann die Kondition verbessern und die Muskulatur stärken. Davon profitiert man dann im Alltag, weil man belastbarer wird.
Mir hat Bewegung immer gut getan, mich auch mal körperlich anszustrengen und meine Muckis zu spüren, ich mag das. Ich wäre gerne aktiver, aber bin dann nicht immer motiviert bzw. finde Ausreden, z.b. warum ich doch wieder Auto nehme statt zu Fuß zu laufen.
Ich habe auch einen ganz tollen Sitzergometer, auf dem habe ich ein paar Monate fast jeden Tag gestrampelt. Habe mich nach dem Training immer klasse gefühlt. Jetzt staube ich ihn nur noch ab. Müsste mich nur drauf setzen und loslegen. Warum mache ich es nicht ?
Ach ja 30 Euro im Monat zahle ich für ein Fitnessstudio, ich war vor vier Jahren zum letzten mal dort. Ich melde mich nicht ab, weil ich ja wieder hingehen will. Warum mache ich es nicht ?
Irgendwie ist der gute Wille schon da, aber er wird nicht konsequent umgesetzt.

Was ich wirklich gut kann, ist Treppen steigen. Das macht die Gewohnheit. Die meisten Leute staunen, wie schnell ich die Treppen hochkomme. Ich hatte auch noch nie Knieschmerzen. So ab dem vierten Stock schnaufe ich dann etwas , aber dann gehts ohne Pause locker weitere vier Stockwerke hoch wie eine Dampflok.


LG Janina
BigJanina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2015, 20:20   #12
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von BigJanina Beitrag anzeigen
Die meisten Leute staunen, wie schnell ich die Treppen hochkomme. Ich hatte auch noch nie Knieschmerzen. So ab dem vierten Stock schnaufe ich dann etwas , aber dann gehts ohne Pause locker weitere vier Stockwerke hoch wie eine Dampflok.


LG Janina
Für mich hört sich das durchaus so an als ob Du schon eine ganze Ecke fitter bist als Du es eingangs darstellst.
Wenn Treppen Dich nicht anfechten, warum dann diese Selbstkasteiung von wegen genutztem Auto und ungenutzten Trainingsgeräten und Studioabo.
Worin besteht die Nicht-Fitness? Im Nicht-Ausüben rechtfertigungskonformer Handlungen, denen man sie als guter Dicker nunmal unterwerfen muß?
Ganz ehrlich. Das Abodings würd ich kündigen und dafür 2-3 im Monate zu Fuß ins Kino gehn Dann haste Bewegung und am Ende des Wegs auch noch Spaß gehabt fürs selbe Geld.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2015, 18:54   #13
BigJanina
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Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Worin besteht die Nicht-Fitness?


Im Vergleich mit anderen Leuten, die wirklich fit sind. Die können Sachen machen, die gehen bei mir nicht. Ich kann keinen Marathon laufen und bei einer Bergwanderung würde ich auch nicht weit kommen. Eine Aerobic Stunde für Fortgeschrittene stehe ich auch nicht durch. Das hohe Übergewicht, das ich bewegen muss, setzt mir sportlich schon Grenzen , die ich aber auch akzeptiere.
Mir geht es um den Alltag und da ist eine gute Bein und Rückenmuskulatur sehr hilfreich und auch dem Kreislauf hilft Bewegung. Bei mir sinkt sogar messbar der Blutdruck, wenn ich mich regelmäßig bewege.
Weil es für mich eben so positiv ist, ärgert es mich , dass ich ich nicht mehr mache.
Was das Fitnesstudio betrifft, die waren wirklich okay dort.
Sehr hilfsbereit, obwohl es so ein inhabergeführtes Hardcore Body Building Studio ist und der erste Eindruck gar nicht so gut war. Da liefen auch so richtige Schränke rum, aber alle freundlich und keine dummen Sprüche. Mir hat es eigentlich auch Spaß gemacht an den Maschinen zu trainieren, Latziehen am Turm und solche Sachen. Da ist mein Gewicht kein Nachteil wie bei anderen Sportarten.
Also wenn ich jetzt festgestellt hätte , dass das nichts für mich ist, hätte ich mich wohl abgemeldet. War aber genau richtig für mich. Ich will da auf jeden Fall nochmal hin und mir mal einen richtigen Muskelkater abholen, jetzt wo ich jahrelang bezahlt habe.

LG Janina
BigJanina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2015, 19:29   #14
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von BigJanina Beitrag anzeigen
Im Vergleich mit anderen Leuten, die wirklich fit sind.
Dazu hat Wasserelfe weiter oben m.e. etwas sehr passendes geschrieben
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2015, 22:12   #15
Marie-Luise
Gast
 
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Hallo,

vergleiche ich meine Ausdauer mit einem Zeitpunkt mit viel viel weniger Kilos, bin ich natürlich absolut unfit. Ich muss da schon mit Einschränkungen leben, die sich auch aus unpassendem Schuhwerk für den Sommer ergeben (sobald es richtig warm und schwül wird, schwellen meine Füße und Beine ziemlich an und dann passt außer Birkenstock nix mehr) und natürlich auch aus der Tatsache, dass ich 100kg besser in Bewegung setzen konnte als 140kg.

Bewegungsfreudig bin ich aber dennoch, alles andere wäre im Alltag mit meinen Kindern auch schlecht. Mich motiviert eine Schrittzähler App sehr. Da geht es mir weniger darum, ob die angegebene Distanz nun tatsächlich stimmt oder nicht, aber ich sehe Fortschritte. So schaffe ich 5km am Stück nicht mal eben, aber etappenweise über den Tag (und gar nicht so selten auch mehr).

Ich gehe auch sehr gerne schwimmen und stelle schon fest, dass ich vor Jahren in 45 Minuten mehr Bahnen geschwommen bin, aber so what - ich habe mich dann 45 Minuten bewegt, das zählt für mich.

Bin ich fit? Keine Ahnung. Ich will nur den Alltag so gut wie möglich bewältigen und meinen momentanen Möglichkeiten entsprechend meinem Körper etwas Gutes tun. Wenn ich aus dem Schwimmbecken steige, fühle ich mich fit, das ist doch auch schon was .

Liebe Grüße,

Marie-Luise
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Alt 10.08.2015, 08:25   #16
Linda20032
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Hallo Marie-Luise,

was, es gibt eine Schrittzähler-App? Mann, das hätte ich vor dem Betriebsausflug wissen müssen Dann hätte ich mal genau gesehen, was ich da so am Tag gelaufen bin.

Naja, nächstes Jahr wird es mindestens wieder genauso hart werden.

LG

Linda
Linda20032 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2015, 18:38   #17
Blumentopf
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Zitat:
Ach ja 30 Euro im Monat zahle ich für ein Fitnessstudio, ich war vor vier Jahren zum letzten mal dort. Ich melde mich nicht ab, weil ich ja wieder hingehen will. Warum mache ich es nicht ?

Kündige es und zwar sofort!
Für das schlechte Gewissen, dass du nun 4Jahre hattest, hast du über 1300€ gezahlt.
Ich kann dir nur raten, alles was belastet und im Hintergrund Druck ausübt (wie z.B. auch Kleidung im Kleiderschrank, die nicht passt.) aus dem Weg zu räumen.
Blumentopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2015, 13:10   #18
HamsterD
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@Tanzbaerin

Ich würde es schon begrüßen, wenn du mir auf meine Frage noch antwortest.
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Alt 14.08.2015, 18:16   #19
Caroline76
Ein neues Gesicht
 
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Beiträge: 2
Standard muss da auch mal was zu schreiben

ich bin seit heute neu hier und lese hier das eine oder andere...

momentan bin ich sehr motiviert dabei selber bissl fit zu werden.

Seit 2 Wochen mache ich mindestens jeden 2. tag bissl sportliche Betätigung. Was für mich bedeutet ich geh zügig spazieren fahre rad oder und da bin ich total stolz drauf, heute war ich zum ersten mal nach bestimmt 15 jahren wieder schwimmen.

Wie gesagt momentan bin ich voll motiviert und würde gerne jeden der mag mut machen und beschreiben wie gut es tut und wieviel spass es macht.

Helfen tun mir verschiedene Apps dabei (Schrittzähler, Runtastic) und gute Freunde und Kollegen die mich immer motivieren.

Dabei sollte ich vielleicht sagen, das ich auch nen Pedelec habe (also die kleinere Nummer des Ebikes)
Hier muss man selber treten und es ist eigentlich mehr kopfsache, für mich aber die sicherheit das ich wieder zurück komme auch wenn gegenwind oder nen Berg auf dem Rückweg ist. Was mich vorher immer davon abgehalten hat weiter weg zu fahren...
Caroline76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2015, 09:23   #20
MonikaM
Ein neues Gesicht
 
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Hi,

ich bin auch neu hier und das Thema Fitness bewegt mich immer wieder. Ich versuche regelmässig irgendetwas wie Sport zu machen, aber ich habe dann oft zu tun mit dem Gefühl, dass Andere blöd schauen und ich ja tatsächlich unbeweglicher bin, als Andere. Eine Freundin hatte mir Pilates empfohlen und ich bin auch brav mit ihr hin. Was sie vergessen hatte: Ich habe einen ganz anderen Körper als die Anderen und das sieht a) komisch aus (blöder Spiegel) und b) konnte ich einige Übungen nicht machen. Mal schauen, ob ich nochmal hingehe. Ich fürchte, meine Freundin muss mich sehr drängeln.
Allerdings ist Bewegung ja wohl zentral für die Lebenserwartung dicker Menschen. Habe ich gerade in "Wohl in meiner Haut" gelesen. Das hat mich schon überrascht, dass dicke Menschen genauso lang leben wie schlankere, wenn sie sich ausreichend viel bewegen. Da haben mir meine Ärzte anderes erzählt. Und das motiviert mich natürlich schon, eine passende Bewegungsform zu finden, bei der ich gut dranbleiben kann. Ob es tatsächlich Pilates ist, weiß ich heute noch nicht.
MonikaM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2015, 09:33   #21
Leela
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Ich mache auch Pilates bei einem Physiotherapeuten. Da ich bereits einen Bandscheibenvorfall habe, wollte ich nicht, dass in so einer VHS-Massenveranstaltung oder im Fitti machen. Wir sind nur 6 Leute und immer wenn ich etwas nicht machen kann a) wegen meinem BSV oder b) weil mein Bauch im Weg ist oder c) meine Kondition noch nicht langt für eine saubere Ausführung, zeigt er mir Alternativen, die ich machen kann. Das zeichnet einen guten Pilateskurs aus.

Bei uns in der Stadt gibt es eine Beratungsstelle für Frauen und Essstörungen und die bieten extra Sportkurse an für Dickere Menschen. Meine Freundin meint, da geht ganz schön die Lutzi ab - soviel zum Thema "unfit" und "Seniorensport".


Leela
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Alt 19.08.2015, 09:45   #22
MeiersJulchen
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Etwas, wozu man ständig gedrängelt werden muß und was man nur tut, weil man sich irgendeine fiktive irgendwann-mal-später-hinter-den-sieben-Bergen zu erreichende Absolution erhofft, kann nachteiliger sein als wenn man es aus eigenem Antrieb tut - geboren aus Spaß an der Sache.

Diese ganzen Statistiken - und die Leute die sieh an den Haaren herbeiziehen - ignorieren bzw. verschweigen vorsätzlich nämlich einen ganz erheblichen Punkt.
Oft sind diese Statistiken nicht um bettlägerige Personen bereinigt.
Wer bettlägerig ist, bewegt sich nicht und ist darüberhinaus sogar mit ganz erheblichen gesundheitlichen Störungen belastet.

Aus diesem grundlegenden Zusammenhang ist über die Zeit nach dem Stille-Post-Prinzip die "Nachricht" geworden, daß wer sich regelmäßig bewegt, gesünder sei.

Also vergiß den Mist, den irgendwer schreibt, ohne gleichzeitig zu erklären, auf welche Art diese "Erkenntnisse" gewonnen wurden.
Zusammenhänge sind nämlich noch lange keine unausweichlich aufeinanderfolgenden Geschehnisse. Und ihre Umkehrung sorgt noch lange nicht dafür, daß sich die vorgeblichen Ursachen zurückbilden.
Die Leute waren krank, bevor sie aufgehört haben sich zu bewegen ...und sie aus dem Bett und dreimal täglich ums Haus zu jagen wird sie nicht wieder gesünder machen.


Richte Dich nach dem, von dem Du merkst, daß es Dich nicht so belastet, daß Du den Spaß dran verlierst.
Du mußt Dir und Deinem Körper gerecht werden - keinem Buch.

Geändert von MeiersJulchen (19.08.2015 um 09:52 Uhr)
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Alt 19.08.2015, 11:01   #23
Valentina
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Zitat:
Zitat von MeiersJulchen
Die Leute waren krank, bevor sie aufgehört haben sich zu bewegen ...und sie aus dem Bett und dreimal täglich ums Haus zu jagen wird sie nicht wieder gesünder machen.
Wenn jemand überhaupt nicht mehr aus dem Bett kommt, dann schwindet die Muskelmasse und die Kondition damit rasant. Das Herz ist nicht mehr gewohnt beansprucht zu werden und seine Leistung nicht ab. Use it or loose it, würde ich sagen. Je länger jemand sich in Maßen bewegt, desto gesünder bleibt er. Da geht es nicht um aus dem Bett jagen, aber in den richtigen Maßen. Davon profitieren auch alte Menschen. Meine Oma sagt immer, wenn ich man sich einmal hinlegt steht man nicht mehr auf.
Auch bei Diabetikeren hilft Bewegung wesentlich besser als jede Diät. Nur weil jemand schon vorher krank war, heißt es nicht, dass er durch die Bewegung nicht gesünder wird.
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Alt 19.08.2015, 11:09   #24
MeiersJulchen
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Es geht hier explizit um Bettlägerigkeit.
Um Personen, die das Bett nicht mehr verlassen können - Koma-Patienten, Gelähmte, schwere Herzschäden - und nicht um jene, die sich "hängen" lassen, weil sie das Leben sonstwie scheiße finden.

Und wer das jetzt abartig findet, daß diese Gruppen in Aufstellungen über viel/wenig Bewegung im Alltag/sportliche Betätigung überhaupt geführt werden...tja... Gratulation zur Erkenntnis ... so wird auf diesem Gebiet in der Tat mit Statistiken "gearbeitet".

Geändert von MeiersJulchen (19.08.2015 um 11:15 Uhr)
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Alt 19.08.2015, 13:01   #25
Valentina
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Dann war das wohl ein Missverständnis. Ich dachte nicht an Menschen, die nicht mehr aufstehen können. Allerdings bezweilfele ich, dass diese Menschen, Zahlen stark beeinflussen. Von wie vielen sprichst du denn?
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2015, 13:37   #26
MeiersJulchen
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Wenn Du drauf bestehst suche ich die Quelle.
Pollmer hat darüber in einem seiner Bücher (mit wiederum den entsprechenden Quellenangaben) geschrieben, aber ich müßte suchen wo genau.

Es ging dort eben genau um jene Aussage, daß Bewegung (bzw. ein spezifischer Kalorienverbrauch über den Grundumsatz hinaus) mit einem guten gesundheitlichen Zustand korreliert.
Man beachte allein schon die aufgeplusterte Definition von dieser ganzen Zusammenstellung, die Fragen ohne Ende aufwirft. Wie hoch ist der Grundumsatz (gemessen/berechnet?), wie wird der Kalorienverbrauch durch Nahrung und Bewegung festgestellt (gemessen/gefragt/geraten?), wie wurden Diagnosen abgeglichen, wo wurde die Grenze zu krank/gesund gezogen, usw usf.
Und nicht zuletzt die Tatsache, daß bei der Bewegung überhaupt gar nicht zwischen Alltagsverrichtungen und sportlicher Aktivität unterschieden wird, sondern alles über 0 kcal als Aktivität gewertet wird.

Das Ganze mußte - wohl frei nach: Die Ursache aus Anlaß des Grundes (siehe Bücherkiste: Der Hund, der Eier legt ) - durch Hinzunahme der Kategorie "NULL Bewegungskalorien" gewaltsam zurecht gebogen werden, um überhaupt den Ansatz einer Tendenz von "Bewegung = besser" konstruieren zu können.

Ohne diesen Kunstgriff hätte sich daraus nichts weiter als "Wer sich im Alltag bewegt, dem geht es gut" ergeben.
Aber damit kann man ja niemandem ein schlechtes Gewissen machen, um z.B. Fitnessstudio-Verträge zu unterschreiben.
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Alt 19.08.2015, 13:54   #27
MeiersJulchen
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PS:
Und es dürfte kaum ein Zufall sein, daß entsprechende Artikel in einer Form abgefaßt werden, die beim geneigten/geeigneten Leser die ausgesprochen starke Assoziation "Bewegung = ausschließlich Sport" erwecken.

Erinnert immer so schön an den Ärztewitz:
"Sie sollten sich mehr bewegen."
"Vor oder nach der Arbeit?"
"Was machen sie denn?"
"Ich bin Postbote."
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Alt 19.08.2015, 14:35   #28
Valentina
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Also, ich verstehe warum du das kritisch siehst, wenn es um den Kalorienverbrauch geht. Die entsprechende Stellen aus einer der Polmer-Bücher habe ich noch im Kopf. Ob man Anhand dieser rein rechnerischen Übung die Gesundheit ermessen kann, halte ich auch für äußerst fragwürdig.
Allerdings ist das nur eine Studie von sehr vielen. Ich bin mir sicher, es gibt auf so eine fragwürdige Studie zehn wissenschaftlich korrekte, die die positive Wirkung auf die Gesundheit und Lebenserwartung bestätigen.

Also, nicht mir Kanonen auf Spatzen schießen.
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Alt 19.08.2015, 14:40   #29
Valentina
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Nachtrag zu Pollmer: Ich bewundere seine Mühen seine Aussagen mit Studien zu untermauern und schlechte Studien auseinander zu nehmen. Zumindest in dem einen Buch von ihm (die Lebensmittelirtümer oder sowas?) hingen nach jedem Kapitel eine handvoll Studien hintendran. Das reicht allerdings im echten wissenschaftlichen Kontext bei weitem nicht aus um eine These zu untermauern. Daher genieße ich auch seine "Beweise" mitunter mit Vorsicht.
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Alt 19.08.2015, 22:51   #30
Wolf
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Ja, ein beleibter Mensch kann fit werden.

Am besten zu anfang mit Schwimmen, ich kann aus Erfahrungen ein Trimmrad für zuhaus empfehlen. Zumindest für den Anfang, mir ging das nicht auf die Gelenke.

Wichtig ist auch nie zu vergessen das der "Anfang" immer nervig sein kann, bessert sich aber schnell wenn man es regelmässig tut.

Es muss aber auch im Kopf die Motivation da sein, wenn man sich solch ein Rad kauft und es nur 1 mal die Woche benutzt bringt es nix.

Falls das fit werden auch mit Gewichtsreduktion gemeint ist, ist es auch nötig seine Essgewohnheiten zu ändern. Trainierst du und isst so weiter wie zuvor, wird sich nicht viel tun.im besten Fall, stagniert das Gewicht dann nur.

Du hast auch gemerkt das es zu Anfang bei dir noch nerviger war als ein paar Tage später. Wie geschrieben aller Anfang ist schwer.

Fit werden geht vorallem mit dem Willen sich verändern zu wollen, nicht für andere sondern nur für dich.

Lg Wolf
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Alt 19.08.2015, 23:40   #31
MeiersJulchen
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Ich bin mir sicher, es gibt auf so eine fragwürdige Studie zehn wissenschaftlich korrekte, die die positive Wirkung auf die Gesundheit und Lebenserwartung bestätigen.
Glaub ich gerne, daß es die gibt. Aber die beschränken sich dann mit Sicherheit auf eine wirklich klare Fragestellung, z.B. ob sich und wie sich Bewegung bei Diabetikern auf den Verlauf des Blutzuckerspiegels auswirkt.
Und selbst dort bedeutet Bewegung dann noch lange nicht "Sport". Darüberhinaus sind die Effekte von jedem Betroffenen kurzfristig nachvollziehbar.

Erzählt mir z.B. meine Mutter regelmäßig... wenn sie vom wöchentlichen Kuchen&Kaffeeklatsch mit ihrem Rollator zu Fuß nach Hause marschiert (ca. 20 min langsamer Fußweg moderat bergauf), dann ist der Blutzucker anschließend wunderbar normal. Ruft sie sich wegen Sauwetter ein Taxi, dann sind die Werte unter aller Kanone.


Studien jedoch, die einen Rundumschlag landen wollen und sich in allumfassenden Aussagen zum Gesundheitszustand und Lebenserwartung ergehen, weil's der "Motivation" dienen soll damit's vielleicht irgendwann mal besser wird, wie eben zum Beispiel das beschriebene Konstrukt, haben meistens einen ziemlichen Monster-Pferdefuß. Null Bewegung = bald tot ... na logo ... irgendwie kein Wunder, wenn's um die bettlägerige Kategorie geht, ne?
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Alt 20.08.2015, 11:33   #32
Valentina
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Zitat:
Zitat von MeiersJulchen
Studien jedoch, die einen Rundumschlag landen wollen und sich in allumfassenden Aussagen zum Gesundheitszustand und Lebenserwartung ergehen, weil's der "Motivation" dienen soll damit's vielleicht irgendwann mal besser wird, wie eben zum Beispiel das beschriebene Konstrukt, haben meistens einen ziemlichen Monster-Pferdefuß. Null Bewegung = bald tot ... na logo ... irgendwie kein Wunder, wenn's um die bettlägerige Kategorie geht, ne?
Ja, sowas nehme ich nicht als Informationsquelle wahr.
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2015, 15:39   #33
MonikaM
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Ich war heute morgen schon erstaunt, als ich all die Kommentare auf meine kurze Bemerkung zum Buch von Gisela Enders gelesen habe.
Ich hab jetzt auch nochmal kurz nachgelesen, bei der zitierten Studie handelt es sich um eine, bei der die Menschen zum Fitnesstest hinkommen mussten. Geht also nicht mit den Bettlägerigen. Im Buch finden sich außerdem noch ca. 20 andere Studien, zum Teil mit Millionen von Menschen, die dies mit der Lebenserwartung und dem Thema Bewegung bestätigen. Auch geht Enders sehr darauf ein, wie wichtig es ist, Studien genau zu untersuchen, eben weil mit Studienergebnissen so viel Schindluder betrieben wird.
Was ich aber für mich viel wichtiger finde, ist die Frage der Motivation. Mich motivieren solche Studien, meinen Körper anzunehmen wie er ist und ihn trotz vieler dummen Bemerkungen zu bewegen.
Was treibt Euch um, anstelle diese Motivation zu bestärken, jemandem zu erzählen, bringt alles nichts, die Studien sind alle erlogen? Da komme ich nicht so ganz mit, wenn ich ehrlich bin.
Ich versuche mich immer mehr anzunehmen und versuche, einen gesunden Weg für mich zu finden. Dazu suche ich immer wieder Unterstützung, denn das ist ja nicht immer einfach in einer Welt, in der nur schlanke Menschen scheinbar gesund sind. Ich schätze da die Bücher von Gisela Enders sehr, besonders jetzt das neue Wohl in meiner Haut. Sie empfiehlt auch, sich im Internet auszutauschen, deshalb bin ich hier gelandet. Aber sicher bin ich nicht, ob das ein richtiger Rat war.
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Alt 20.08.2015, 17:35   #34
MeiersJulchen
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Meine Bemerkung hat sich nicht gegen das spezielle Buch gerichtet.

Ich wollte nur drauf aufmerksam machen, daß es eminent wichtig ist, daß man Fragen zur Herkunft der Daten stellt. Nur dann kann man die "erlogene" Spreu (und die gibt es leider sehr viel öfter als einem lieb sein kann) vom - zumindest um grundlegende Standards bemühten - Weizen trennen.
Dazu gehört, ob Daten aufgrund einer klaren "vorausschauenden" Fragestellung erhoben wurden, mit welcher Methodik dies geschehen ist und wie sich der anschließende Umgang mit den Zahlen gestaltet hat.
Wenn das Buch dazu schlüssige Antworten liefert, dann ist das prima. So soll es sein.

Und es ist auch gut, daß es Dich nochmal zum Nachlesen gebracht hat.

Diffiziler wird es, wenn zwischen den Zeilen stehen sollte "Wir haben hier ne Riesenmenge an Daten und rechnen rückschauend einfach mal nen bissel rum bis irgendwas rauskommt. "
Solche Verrenkungen führen sehr schnell zu Sachen im Sinne von "Schlipsträger von Herzinfarkt bedroht".

Trotz alledem ist und bleibt auch die sauberste Statistik immer noch eine rein empirische Zusammenstellung von vielen vielen Einzelfällen.
Das ist das was einem wirklich absolut klar sein muß. Ein "Einzelfall" ist nicht etwa das, was nicht zum Ergebnis paßt, sondern eine Statistik besteht ausschließlich aus nachweislich aufgetretenen Einzelfällen.
Nur weil man einen Mittelwert etc berechnen kann (einmal rechts und einmal links vorbeigeschossen ist der Hase im Mittel tot), bedeutet das nicht, daß Einzelerfahrungen, die weit von diesem Mittel entfernt liegen, damit relativiert, entwertet oder gar widerlegt sind. Im Konkreten Fall also z.B. Menschen die "trotz" rigoroser "Faulheit" nicht kaputtzubekommen sind und andere, die "trotz" exzessiver Bemühungen innerhalb kürzester Zeit abnippeln.

Die Frage, die übrigbleibt, ist nämlich die, wie man damit umgeht, wenn sich abzeichnet, daß man eventuell zu einer der "Randgruppen" zählen könnte.
Sich immer und immer wieder an Personen zu orientieren, die es allein durch mathematische Betrachtungen zum Mittelwert, zum Üblichen, zum Großteil etc gebracht haben, bringt dann nur sehr wenig.
Viel wichtiger ist es dann herauszufinden, ob die stillschweigenden Voraussetzungen und Annahmen zutreffen, inwieweit sich die eigenen Umstände mit den zentralen Untersuchungspunkten der Statistik decken. Und falls nicht, ob und inwieweit man - im sinnvollen Rahmen - Einfluß auf ebendiese nehmen kann oder könnte.
Wenn sich dies als nicht machbar erweist, so ist diese Statistik zur eigenen "Motvierung" untauglich.
Taugen könnte sie allerdings dazu, um herauszufinden, was einen eventuell mit den Randgruppen verbindet. Aber das Scheitert daran, daß kaum eine Statistik sich auf die Abweichler konzentriert, obwohl genau das einen erheblichen Erkenntnisgewinn bringen könnte, warum "es" denn überhaupt für die "Mittelgruppe" funktioniert.

Ok. Ist ein bissel abstrakt, aber ich erwähnte ja schon das Buch "Der Hund, der Eier legt".
Jeder, der sich von Statistiken motivieren lassen möchte, sollte das wirklich mal lesen. Am besten gleich noch den "Schein der Weisen" dazu.

Ich habe da auch ein ganz persönliches Beispiel.
Lange Jahre bin ich in ein Fitnessstudio gegangen und habe es auch geschafft, durch Krankheit verlorene Muskelmasse wieder aufzubauen.
Aber dann ist es mir immer schwerer gefallen, dort regelmäßig hinzugehen. Zunächst habe ich gemerkt, daß ich überhaupt gar nicht viel tun muß, damit die Muskeln sich nicht wieder zurückbilden. Nachdem sie einmal aufgebaut waren, blieben sie im Prinzip auf dem erreichten Niveau. Egal wieviel ich dazwischen schwänzte und auch egal ob ich mich doppelt anstrengte.
Dann aber habe ich auch gemerkt, daß mich das Training wirklich belastet, und es hat einige Zeit gedauert bis ich dahinter gekommen bin wieso.
Ich habe nämlich ein paar ziemlich heftige Pollenallergien. Die äußern sich dummerweise aber nicht über die typischen Schnupfensymptome, sondern als leichter Druck auf der Brust. Also im Prinzip eine asthmatische Reaktion, aber ohne Husten, dafür aber mit zwanghaftem Gähnen, also verminderter Sauerstoffaufnahme. Nicht gut bei Aktionen, die eigentlich genau das Gegenteil bewirken sollen, gell?
Dazu tendieren meine Gelenke und Muskeln unter erhöhter allergischer Belastung zu Schmerzen und Entzündungen. Im Prinzip wie Rheuma, aber ohne die dazu passenden Blutwerte.
Mein Problem ist also, daß ich nichts an "frischer" Luft machen kann, was letzendlich der Fitness dienen soll. Die "stille" astmathische Reaktion steht jedem Konditionsaufbau durch z.B. "Fußweg/Fahrrad statt Bus" entgegen. Und daß im Studio von Frühjahr bis Herbst die Fenster groß offen waren, solange die Temperaturen es erlaubten, machte die Sache ebenfalls nicht besser. Je wärmer, desto mehr Pollen. Toll.

Wenn ich mich in meiner Wohnung einbunkere, geht es mir wesentlich besser. Keine "Druck", keine "Zipperlein".
Ich sehe nämlich nicht ein, daß ich mir allein zum Zweck der außerhäuslichen Betätigung eine Extradosis diverser Medikamente reinpfeifen soll, nur um die Symptome zu unterdrücken, weil Bewegung ja statistisch gesehen so gesund ist (sic).
Gesund ist für mich, was erst gar nicht krank macht.

Deshalb habe ich mir letztes Jahr ein kleines zusammenklappbares Fitnessrad gekauft (war für 80 Piepen bei Amazon im Angebot), das in meiner Wohnzimmerecke nur wenig Platz wegnimmt und das ich jederzeit aufstellen kann.
Dort macht es mir dann tatsächlich sogar Spaß in die Pedale zu treten. 20 Minuten vergehen da wie im Flug und obwohl ich schwitze, fühle ich mich bei weitem nicht so belastet wie im luftigen Studio, wo ich meine Umgebung nicht nach meinen Bedürfnissen kontrollieren kann.


Vielleicht motiviert dies den einen oder anderen, mal zu schauen, ob der Haken wirklich beim berühmten Schweinehund begraben ist.

Geändert von MeiersJulchen (20.08.2015 um 17:42 Uhr)
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Alt 20.08.2015, 17:35   #35
Valentina
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Ne, es geht nicht darum alles als erlogen zu betrachten, sondern die Erkentnisse auf gute wissenschaftliche Praxis hin zu überprüfen. MeiersJulchen hat eben kritisiert, dass unsaubere Studien herangezogen werden, damit ein Ideal verkauft wird. Dieses Ideal wäre dann Bewegung um jeden Preis und alle, die nicht Mitmachen werden dick und krank.

Ich muss mich für Sport nicht großartig motivieren, ich muss dafür nur Zeit finden.
Abgesehen davon, glaube ich es ist für die meisten Menschen sehr gut regelmäßig Sport zu treiben. Meiner persönlichen Meinung nach ist auch Sport und einfach Bewegung durch Arbeit nicht das gleiche, obwohl beides eventuell besser ist als sich nicht zu bewegen.
Ich sehe das bei meiner Mutter. Sie hat Jahre lang in der Gastronomie gearbeitet und hat Kniearthrose bekommen. Dann war sie lange arbeitslos und hat sich kaum bewegt und dadurch wurde ihre Kniearthrose recht schlimm. Jetzt arbeitet sie wieder im Einzelhandel und die Bewegung hat sie zwar fitter gemacht und das Knie bewegt, aber am Ende des Tages hat sie immer noch Schmerzen.

Wenn ich hingegen Sport mache, also Schwimmen und Fahrradfahren, dann verbessern sich meine Knieschmerzen sichtbar. Laufe ich den ganzen Tag in der Stadt herum, dann bewege ich das Knie, aber es fühlt sich am nächsten Tag nicht besser an. Sport ist eben doch maßvoller als Arbeit und man entspannt auch den Kopf dabei.
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Alt 07.01.2016, 12:27   #36
Agnetha
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Interessantes Thema.

Ich finde das man auch als dicker Mensch fit sein kann. Aber natürlich gibt es Grenzen. Wo diese Grenzen liegen kommt u.a. sicher auch darauf an wie schwer man ist. Denn "dick" ist man mit 100kg, aber auch mit 200kg.


Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, dass man seine eigene Fitness sehr steigern kann, auch ohne dabei nur ein einziges kg abzunehmen.
Übung macht viel aus.

Merkwürdig finde ich wie ungläubig manche Menschen reagieren, wenn man meint man würde als dicker Mensch Sport machen. Viele fragen sich dann warum man denn dann dick wäre.
Das ist in meinen Augen aber nun wirklich Quatsch.
Wenn man zB 3 Mal die Woche für eine Stunde schwimmen oder Radfahren geht und sagen wir mal zusätzlich noch öfters spazieren, dann kann man auch als dicker Mensch relativ fit sein.
Wenn man viel isst (von Krankheiten jetzt mal abgesehen, die kann es natürlich auch geben), reicht das aber natürlich nicht um abzunehmen. So viele Kalorien werden beim Sport dann nun auch wieder nicht verbrannt.
Außerdem finde ich, dass man (vermutlich nicht jeder Mensch), durch Sport auch mehr Hunger bekommen kann.

Leider haben aber wirklich viele diese Meinung.
Keine Ahnung warum, vielleicht haben sie nie richtig drüber nachgedacht.
Oder manche können sich nicht vorstellen wie viel andere essen können. Wobei ich damit aber nicht sagen will, dass alle dicken Menschen viel essen.

Aber wenn ich rein von mir ausgehe, dann hatte ich Zeiten an denen ich sicherlich 3000 Kalorien oder mehr am Tag gegessen habe.
Da reicht dann eine Stunde schwimmen auch nicht für eine Abnahme.
__________________
Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
'Cause there's a million things to be
You know that there are

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Alt 08.01.2016, 07:48   #37
MeiersJulchen
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Zum Thema "Hunger" geht's nun hier weiter
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Alt 11.01.2016, 14:45   #38
Schokimitze
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kann kann man das

Ich mache auch sehr gerne Sport, achte aber immer darauf, dass ich Gelenk schonende Sportarten treibe. Als Dicker joggen zu gehen, wäre zb keine gute Idee, aber schwimmen, Rad fahren, spazieren etcetc ist doch supi!
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Alt 17.01.2016, 23:15   #39
jona
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Hallo,
hab jetzt nicht alles durchgelesen, aber ja, es kann gehen.

Habe einige scheußliche Jahre hinter mir mit Gewichtszunahme, unentdeckter Schilddrüsenproblematik, unentdeckter Prädiabetes...habe mich gefült wie eine 80jährige in schlechter Verfassung. Dann haben mich Bandscheibenprobleme endgültig aus dem Verkehr gezogen.

Über Ernährungsumstellung weg von Zucker/Weißmehl (Horror insulinpflichtig zu werden) hatte ich das Erlebnis, dass ich auch wieder eine Treppe hochkomme ohne das Gefühl, mir zieht einer einfach den Stecker...weil meine Zellen wieder Brennstoff bekamen.

Und die ganze ellenlange Reha hat mich endlich in Bewegung gebracht. Jetzt bin ich im Fitnesstudio, zum Glück ein gutes, ich habe nicht abgenommen, aber ich bin jetzt nach 1,5 Jahren mit wenig Zucker und 8 Monaten erst Physiotherapie und dann zunehmend Training wirklich fitter. Es ist ein wahnsinns Lebensgefühl im Vergleich zu vorher. Ich bin vorher auch ständig krank geworden, jetzt kaum mehr. Auch die Stimmung und das Selbsbewusstsein ist besser geworden.

Also JA, es ist möglich und hängt auch nicht daran, dass es nur mit Abnehmen gehen würde.
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Alt 11.05.2016, 15:36   #40
tweety007
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Im Moment befinde ich mich mit sportlichen Aktivitäten in der "Warteschleife", weil mein linkes Knie total kaputt ist und ich für ein künstliches zu jung bin.

Wenn meine Depression es zulässt, versuche ich möglichst spazieren zu gehen oder nun wieder mit dem Rad in die Stadt zu fahren.

Im Vergleich zu früher, als ich noch Spunti war, ist das sportlich fast nix. Aber lieber ein bisschen bewegen als gar nicht. Das geht auch mit vielen Kilos.

In der Disziplin "Spazieren gehen" hab sogar ich nen schlanken (vermeintlich fitten) "geschlagen....

LG tweety007
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