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Dicksein im Allgemeinen
Wie der Name schon sagt ... für alles, was nicht speziell in die anderen dicken Foren passt.

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Alt 17.04.2009, 08:17   #41
Alioshya
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Zitat:
Zitat von Nane Beitrag anzeigen
Wir haben eine 8-jährige Tochter die eine Körpergröße von 1,51 m hat und 37 kg wiegt oft fragen wir uns warum dieses Kind so ein dünner Spargel ist und warum sie nicht richtig ißt !

(sie mäkelt sehr am Essen zb. ißt sie keine Nudeln, Pizza & Döner)

Als Säugling und im Kleinkindalter war sie ein propper Kerlchen und nun entwickelt sie sich zu einer schlanken jungen Dame, paßt zu meinem Mann und mir rein optisch nicht wirklich aber denoch muß ein Kind von "dicken" Eltern nicht zwingend auch Probleme mit dem Gewicht haben !

Ich zwinge sie nicht was das Essen betrifft, sie brauch auch nicht aufessen wenn sie nicht mag (ich denke das Zeitalter ist vorbei wo man aufessen mußte) und sie geht von sich aus an gesunde Lebensmittel, trinkt mit Vorliebe Wasser .

Ehrlich gesagt war das erste, das mir durch den Kopf schoss, als ich das las: "Magersucht!"

Mit 8 Jahren vielleicht noch etwas früh, aber beim heutigen Schönheitswahn kann es auch immer früher beginnen. Ich will ja nicht die Pferde scheu machen, aber es ist schon ein bißchen auffällig, dass sie gerade bei Kindern beliebtes, aber fettiges Essen ablehnt, generell am Essen viel herummäkelt und gerne Wasser trinkt.

Ihr habt sie untersuchen lassen, aber Magersucht zeigt sich nicht unbedingt immer so auffällig - woher wisst ihr, dass sie "von der Psyche her stabil" ist?

Vielleicht denkt sie sich "So wie meine Eltern will ich nicht aussehen!" (sorry, das klingt vielleicht ein bißchen hart, aber du schriebst selbst, dass sie optisch nicht zu euch passt, ihr beide also wohl etwas runder seid, und es kann ja sein, dass sie das vielleicht nicht so akzeptiert wie ihr).

Ich kenne deine Tochter nicht, und weiß auch nicht so genau Bescheid wie du, mir kam es nur so auffällig vor.
__________________
Inside me is a thin woman trying to get out.
...I usually shut the bitch up with chocolate.
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Alt 17.04.2009, 09:02   #42
Dirpi
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Zitat:
Zitat von Nane
Wir haben eine 8-jährige Tochter die eine Körpergröße von 1,51 m hat und 37 kg wiegt oft fragen wir uns warum dieses Kind so ein dünner Spargel ist und warum sie nicht richtig ißt !
Zitat:
Zitat von Alioshya
Ehrlich gesagt war das erste, das mir durch den Kopf schoss, als ich das las: "Magersucht!"
Also von Magersucht ist die Tochter von Nane aber nun wirklich weit entfernt - sie liegt klar im normalgewichtigen Bereich.
Mein Sohn ist 8 Jahre, 143 cm groß und wiegt 33 kg. Mit seiner Größe überragt er bis auf einen anderen Schüler alle in seiner Klasse.
Bei den Angaben von Nane ist mir daher nur aufgefallen, daß die Tochter enorm groß ist für ihr Alter, aber das ist ja nichts schlimmes.
__________________
Dirpi
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Alt 17.04.2009, 09:30   #43
Lumina
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Ich habe zwar keine Kinder, kann Deine Ängste aber durchaus verstehen. Irgendwie hätte ich auch Angst, dass meine Kinder dick sind. Aber das ist ein Problem, dass mich betrifft und nicht mein Kind, da ich es immernoch als Versagen ansehen würde.. bin leider noch nicht so weit, dass ich es nicht so sehe..
Über das Essverhalten denke ich darüber aber wie einige gepostet haben: verbiete nichts, erlaube alles! Richte Dich nach dem natürlichen Appetit- und Essverhalten, was Dein Kind in sich trägt. Denke doch mal eine Deine eigene Kindheit zurück...wie war es da?
Mich haben Verbote und Rationalisierungen nur dazu gebracht, als Kind meine Eltern zu bestehlen, um mir Süßigkeiten kaufen zu können
__________________
"All I need is a healthy ovum and I can grow my own Leonard Nimoy!"
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Alt 17.04.2009, 12:15   #44
Nane
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@ Alioshya

Klar hab ich mir oft Gedanken gemacht ob das eine beginnende Magersucht ist und wir haben auch schon Gespräche mit dem Arzt darüber geführt aber jeder der sich bislang mit ihr unterhalten hat ist zu dem Ergebniss gekommen das sie einfach ein verwöhntes Einzelkind ist !

Wenn sie nicht mag, mag sie nicht und da kann sie sehr konsequent sein.

Was die Optik betrifft paßt sie von der Körperlänge zu uns aber halt nicht von der Figur her ... ich bin 1,87 m groß und wiege 120 kg mein Mann ist 1,95 m groß und hat 110 kg klar das sie dann kein Winzling ist aber grad deswegen fällt sie so super schlank um so mehr auf.

Uns haben Arzt und Schulpsychologe empfohlen sie nicht zum essen zu zwingen sie soll kein gestörtes Verhältniss zum Essen entwickeln, wenn sie nicht mag sollen wir sie lassen bzw. ihr Sachen anbieten wo wir wissen das ißt sie. Oft habe ich versucht Sachen in sie reinzuzwängen aber das bringt doch nichts und seitdem wir das gelockert haben klappt das, bis auf wenige Ausnahmen, ganz gut.
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Alt 17.04.2009, 13:42   #45
HamsterD
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Hallo Nane,

ich würde mir da nicht so große Sorgen machen, wenn ihr schon geprüft habt, ob es Magersucht sein könnte und es nicht so aussieht.
Ehrlich gesagt, was mir als erstes eingefallen ist, bei deiner Beschreibung, war: hat sie evtl. eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergien? Oft ist es so, dass instinktiv Essen abgelehnt wird, was einem selbst als Kind nicht gut tut.
Gruß
Dani

PS: Ich bin sehr froh, dass ihr/du nicht mehr versuch(s)t, ihr Essen reinzuzwängen. Das hört sich für mich genauso schlimm an wie Essen verbieten...
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Alt 17.04.2009, 16:01   #46
toni
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Zitat:
Zitat von Nane Beitrag anzeigen
(sie mäkelt sehr am Essen zb. ißt sie keine Nudeln, Pizza & Döner) alles Dinge die Kinder in ihrem Alter eigentlich lieben, wir sollen sie nicht zum Essen zwingen wenn sie nicht mag dann sollen wir sie lassen bzw. ihr das zu essen geben was sie gerne ißt und nicht mit Gewalt was erzwingen.
na ja, die Pizza und der Döner sind vielleicht Notlösungen wenn garnichts anderes essensmäßig zur Verfügung steht, aber als ERnährung würde ich das nicht bezeichnen. Deine Tochter hat echt gute Instinkte.

Zitat:
Zitat von Nane Beitrag anzeigen
Ich zwinge sie nicht was das Essen betrifft, sie brauch auch nicht aufessen wenn sie nicht mag (ich denke das Zeitalter ist vorbei wo man aufessen mußte) und sie geht von sich aus an gesunde Lebensmittel, trinkt mit Vorliebe Wasser was wollen wir mehr dafür das wir manches Mal doch sehr ungesund leben, ich hoffe das wir auch die Pubertät ohne große Probleme überstehen was das Essen betrifft.
Sorgen würde ich mir machen, wenn das Mädchen ständig krank, müde und unkonzentriert wäre.
Meine Tochter ist auch sehr, sehr schlank. Was für ein Kraftpaket sie ist, merkt man erst wenn man sie in Aktion sieht.
Essen ist für sie sehr wichtig und sie ist beileibe keine Verweigerin. Aber Die Qualität muss für sie stimmen und da lässt sie nicht mit sich reden. Fett und Salz hat sie schon als kleines Kind verweigert. Auch Süßigkeiten waren ihr nie so sehr wichtig. Allerdings hat sie immer eine Tafel Schockolade in der Sporttasche. So ein bis zwei Riegel können es manchesmal nach dem Training sein, wenn sie voll ausgepowert ist.

Für sie ist allerdings das Schlanksein nicht wichtig, sondern die Fitness um ihren Beruf, den sie liebt, auch ausüben zu können.

Wenn ein Kind sich gern bewegt und spielt, nicht übermäßig viel krank oder müde ist, dann ist es doch wirklich egal ob es ein bisschen zu dick und wie hier zu dünn ist.

Geändert von toni (17.04.2009 um 16:29 Uhr)
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Alt 17.04.2009, 20:47   #47
Sunandheaven
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Hallo ihr Lieben
Auch ich hab 2 Kids und sie sind groß und schlank! Gottseidank gesund und haben nicht die Eßstörung ihrer Mutter.
Macht Euch keine Gedanken... die müssen nicht so sein wie wir ;-))
Lg sun
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Alt 18.04.2009, 12:23   #48
Cahira
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Meine Kids sind Beide total dünn, mein Mann auch und sie verzichten auf nichts. Ich frag mich dann manchmal, warum bei mir nicht ein Gramm runter geht, da ich nie extra koche oder ähnliches.
Ich denke nicht, das es unbedingt sein muß, das wenn man dick ist, das weiter gibt.
Ich freue mich für meine Kids, da ihnen so einfach einiges ersparrt bleibt.!
Lieben Gruß
Moni
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Alt 18.07.2009, 09:49   #49
Gerte
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Als Kind war ich spindeldürr, schlang, wie eine Gerte und deshalb bekam ich damals den Spitznamen "Gerte", den ich auch heute ails Dicker noch trage.
Gerte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2009, 21:17   #50
gummibärin
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Ich hab eine Tochter, nur Haut und Knochen. Heute hat sie 500 gr Eis verdrückt plus noch die regulären Mahlzeiten. Und ich hab einen Sohn, mit meinem Genen, da steh ich ständig auf der Essbremse. Wenn er nur an der Küche vorbei geht, hat er schon ein Pfund mehr drauf. Er wird ein lebenlang mit dem Gewicht zu kämpfen haben.
Er isst weder Gemüse noch Obst (das gibt es bei uns täglich) und er könnte sich gut von Mc und co. ernähren. Nur das gibt es sehr selten. Ich zwinge ihn nicht, Dinge zu essen, die er nicht mag, aber es gibt dann auch nichts anderes.
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Alt 22.07.2009, 13:34   #51
Zora
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Mein Mann und ich sind beide sehr übergewichtig.
Keines unserer drei Kinder hat Gewichtsprobleme.
Essen ist bei uns kein Thema. Jedes Kind hat schon von Anfang an seine Süßdose,da kommt einmal täglich alles rein,was an diesem Tag genascht werden darf. Z.B. 2 kleine Tütchen Gummibären+ 1 Riegel Duplo+ 1 Lakritzschnecke.
Und wenn alle,dann alle,das haben sie von klein auf akzeptiert.
Und ansonsten kann deine Kleine ja nur das verlangen,was sie täglich bei euch sieht oder sah oder kennt,schätz ich mal.
Wenn ihr also alle in der Familie zusammen relativ ausgewogene Mahlzeiten zu euch nehmt,plus die Süßdose,dürfte es für euer Mäuschen ja kein Problem mehr geben (Anfangsnörgeleien müßt ihr wohl tapfer durchstehen)
Spätestens,wenn sie im Kiga ist,kommt ja noch jede Menge Bewegung dazu und das Zwischendurchessen hört dann weitestgehend auf.

Meine beiden Großen(13 und 7 Jahre alt) kaufen sich mittlerweile natürlich auch mal vom Taschengeld was Süßes,essen tun sie es aber nicht vor dem Kleinen(3 Jahre alt)
__________________
Theorie ist: Wissen wie etwas funktioniert aber es geht nicht
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Alt 22.07.2009, 15:26   #52
Pueppi74
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Registriert seit: 30.06.2009
Ort: bei Dortmund
Beiträge: 339
Standard Bewegung und gesunde Ernährung

Hallo, also ich arbeite als Erzieherin in einer Tagesstätte. Meine 24 Kinder sind 2 bis 6 Jahre alt. Wir sind von 7 bis 17 Uhr für ihr Essverhalten verantwortlich. Gerade ich als Binge Eating Frau reflektiere eigentlich ständig meinen Umgang mit dem Essen, ob nur für mich, oder im Beruf.

1. kann ich es nicht verstehen, wie einige hier gegenseitig aufeinander los hacken, denn ist es nicht verständlich, dass wenn man selbst Probleme mit zb. dem Essen hat, man diese automatisch auf Erziehungsfragen projeziert?! Inwiefern diese dann im Resultat das Ergebnis beeinflussen, ist eine andere Sache. Aber ich kann jede Mutter mit einer Essstörung verstehen, die sich Sorgen in Bezug auf ihre Sprösslinge macht!!!

2. Jede Mutter hat eigene individuelle Kindheitserlebnisse, gerade auch in Bezug auf das Essen, daher ist es klar, dass diese auch andere Ziele für die Erziehung ihres eigenen Kindes hat.

3. ich habe schon in vielen unterschiedlichen Kindergruppen gearbeitet, und ganz unterschiedliche Erfahrungen im Umgang mit Ernährung machen dürfen - von dem Kind, welches zu Hause nur Vollwertkost bekam, und an Karneval unser Süßbuffet bis zum Erbrechen plünderte, und anschließend fröhlich weiter naschte, bis hin zu Kindern, die nach 3 Teilen Süßkram lieber tanzen gingen, denn Süßkram gabs da immer.

Für mich galt immer die Regel, das wer gesund isst, darf auch eine Kleinigkeit ungesund bekommen. In meiner jetzigen Gruppe galt, jeder darf essen was und wie er wollte, nur zu den Mahlzeiten. Vor ein paar Monaten konnte ich dann aber durchsetzen, dass es nur noch eine Portion Nachtisch gibt, nur noch ein Riegel Schoki und Co, denn bei den meisten dieser Kinder war überhaupt kein Genuss mehr da, die hatten gerad den ersten Löffel Pudding im Mund und verfolgten dabei aber schon, ob sie denn noch eine weitere Portion bekommen würden! Dazu die Frage, wie das normale Essen beregelt wird, denn die Kids konnten einfach frei wählen.

4. ging ich dann sehr unsicher zu einer Fortbildung mit dem Thema gesunde Ernährung und Bewegung, und ich muß sagen, trotz meiner Essstörung, die ich für mich und meinen Körper noch nicht im Griff habe, war ich ganz stolz, dass meine Ansichten in der Erziehung gar nicht soo verkehrt waren, denn:

auch Kindern im Kleinkindalter kann man bewußt eine gesunde, ausgewogene Ernährung beibringen, ohne sie direkt in eine Essstörung zu bringen. Denn das was in früheren Generationen unbewußt gesund vermittelt wurde, verläuft sich heutzutage durch viele Umweltfaktoren, wie zb. Woher kommt die Milch - oder geregelte Mahlzeiten kenne ich nur aus der Ganztagsbetreuung.

Ich fand diese Fortbildung sehr interessant, und ich werde dies bald in einem Projekt mit den Kindern umzusetzen versuchen, dabei gibt es die Ernährungspyramide, die ich spielerisch erklären kann, sowie ganz viele Bewegungsangebote - denn dies beides gibt es nur im Zusammenhang.

Und vielleicht gibt es auch mir wieder etwas Schwung, in meine gesunde Ernährung hineinzukommen, denn man darf bei der ganzen Ernährung auch nicht die Vorbildfunktion vergessen, die man ja leider auch immer hat.

Ich denke, jede Familie muß selbst ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Essen machen, gerade in Familien mit Essstörungen ist dies leider sehr schwierig. Aber ich glaube, dass wichtigste dabei ist, die Kinder in ihrem instinktiven Ernährungsbedürfnis (nettes Wort) zu unterstützen, und gegebenenfalls zu lenken. Und da ist das Oberziel, dass Essen an sich Spaß machen soll, aber nicht den Spaß am Leben ersetzen darf!

Ich schrieb von Müttern - und meinte natürlich auch Väter!!!

In diesem Sinne
Pueppi74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.2009, 17:10   #53
toni
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Zitat:
Zitat von Pueppi74 Beitrag anzeigen

auch Kindern im Kleinkindalter kann man bewußt eine gesunde, ausgewogene Ernährung beibringen, ohne sie direkt in eine Essstörung zu bringen. Denn das was in früheren Generationen unbewußt gesund vermittelt wurde, verläuft sich heutzutage durch viele Umweltfaktoren, wie zb. Woher kommt die Milch - oder geregelte Mahlzeiten kenne ich nur aus der Ganztagsbetreuung.
genau das bezweifle ich. Denn der Begriff "gesund" kann für ein Kleinkind nur abstrakt sein.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Kinder mit dem Wissen, woher die Milch kommt, das Gefühl dafür bekommen was für sie gut ist.
Geregelte Mahlzeiten sind ganz sicher wichtig aber auch, dass das Essen dazu da ist satt zu machen. Das heisst, das Kind sollte auch den Hunger kennenlernen.
Das klingt zwar jetzt radikal, aber für viele Eltern ist es unerträglich bei dem flehendlichen "ich hab so Hunger" zu sagen, dann ess mal den Apfel und zu essen gibt es in einer Stunde.
Ich verstehe auch nicht, warum Kinder täglich ihr Quantum Süssigkeiten brauchen, wie
Zitat:
Jedes Kind hat schon von Anfang an seine Süßdose,da kommt einmal täglich alles rein,was an diesem Tag genascht werden darf. Z.B. 2 kleine Tütchen Gummibären+ 1 Riegel Duplo+ 1 Lakritzschnecke.
Süßigkeiten sollten doch Ausnahmen sein. An Weihnachten, Ostern etc. z.B.-
Es heisst ja auch nicht "Herr gib mir mein tägliches STück Kuchen".
toni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.2009, 17:37   #54
Cailly
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Zitat:
Das heisst, das Kind sollte auch den Hunger kennenlernen.
Hier muss ich mal intervenieren, denn Hunger und Hunger sind durchaus sehr verschiedene Dinge....

für einen Säugling ist es eine Qual ne Stunde Hunger ertragen zu müssen, für ein Kleinkind ist es noch schwierig diese Zeit aus zu halten, bei Schulkindern kann man das jedoch ohne Probleme machen - solange sie sich darauf verlassen können.

Und ja die eigene Ess-Störung oder deren Ursprung kann es einem Elternteil enorm schwer machen z.B. dem eigenen Kind "hunger haben" zumuten zu müssen - vor allem wenn man wie ich selbst als Kind richtig "hungern" (nicht stunden sondern Tage!) musste und nie wußte wann oder ob man überhaupt mal wieder was bekommt

Zu Gesunder Ernährung und der "welcher?" Ernährungspyramide fällt mir nur ein : Hey Leuts wer lädt mal Julchen und Mich zu einer gleichen gemeinsamen Mahlzeit ein?
Das dürfte auch dem allerletzten klarmachen das es "die gesunde Ernährung" nicht gibt
Übrigens: Julchens Wasser vetrag ich zwar auch, aber wir reden vom Essen !

Liebe Grüße,
Cailly
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*Verletzungen der Seele heilen nur langsam und nicht von allein*
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Alt 22.07.2009, 18:17   #55
Zora
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Zitat toni
Süßigkeiten sollten doch Ausnahmen sein. An Weihnachten, Ostern etc. z.B.-
Es heisst ja auch nicht "Herr gib mir mein tägliches STück Kuchen".

Wow,isst du wirklich nur 3x im Jahr etwas Süßes?
Ich kenne niemanden,der das tut.
Und warum sollte Süßes eine Ausnahme sein? Damit verleihe ich diesem Esssen ja schon den Stellenwert "Besonders begehrenswert".
Wie schon gesagt,das ist bei uns kein Thema und wird nicht hochgespielt.
Gummibärchen sind schlicht und einfach ein Nahrungsmittel mit viel Zucker und Kinder sollten ihren Gesamtkalorienbedarf nur zu einem kleinen Teil mit diesen Nahrungsmitteln decken.
Aber wenn ich daß hochstilisiere,wird die Gier meines Kindes nach eben diesen Sachern nur umso größer,also behandle ich das mit einer relativen Gelassenheit. Das ist wie mit dem rosa Elefanten,an den man nicht denken soll
Übrigens essen meine Kinder durchauis nicht täglich ihre Dose leer.
Aber wenn sie es doch tun,dann gilt die Regel:wenn leer,dann leer
__________________
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Alt 22.07.2009, 18:24   #56
BigGirl99
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Hallo, bin auch noch ganz neu, habe aber schon oft unregistriert mitgelesen und mich nun doch mal angemeldet (war mir nie sicher, weil ich im Prinzip nicht mehr hierhergehöre, mich das alles aber doch nicht losläßt und auch interessiert...)

Nun möchte ich bei dem Thema doch mal was dazu schreiben:

Wie Pueppi bin ich gelernte Erzieherin (nicht mehr in dem Bereich tätig, aus diversen Gründen). Ich finde es grundsätzlich mehr als wichtig, dass man schon bei Kindern auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet. Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, Kindern eine Diät aufzuzwingen oder schon von klein an Kalorien zu zählen. Ich bin prinzipiell gegen Diäten und für eine gesunde und ausgewogene Ernährung!

In der Krippe, in der ich tätig war, habe ich gesehen, was Eltern teilweise ihren Kindern als Mahlzeit mitgegeben haben und war einfach nur entsetzt: Nutellabrote, Kinderpingui, Milchschnitte, Pudding etc... Das alles wohlgemerkt als Hauptmahlzeit für das Essen in der Nachmittagsgruppe

Unabhängig davon, ob ein Kind oder ein Elternteil dick ist, schüttelt es mich bei solchen Sachen.

Ich selber war mal stark übergewichtig, meine Eltern haben immer nur fettig gekocht, es gab Süßigkeiten ohne Grenzen und wie Vollkprnbrot oder auch Zucchini schmeckt, weiß ich erst seit meiner eigenen Ernährungsumstellung.

Und wenn ich hier lese, dass jemand (ist nun schon ein älterer Beitrag) schreibt, dass es doch schlimmeres gibt, als ein dickes Kind zu haben oder zu sein, dann kann ich dem nur begrenzt zustimmen: Klar gibt es schlimmeres, denn an Übergewicht kann man jederzeit wieder arbeiten. ABER: Bitte vergesst nicht, was Kinder in der Schule durchmachen. Ich selber habe alles durch: Nette Sprüche wie "Deutsche Panzer rollen wieder" und das auch von dem Jungen, in den ich das erste Mal richtig verknallt war. Hänseleien, immer die letzte beim Schulsport, die gewählt wurde etc..

Überlegt bitte genau, ob ihr eurem Kind das antun wollt Es prägt einen das ganze Leben, selbst wenn man irgendwann den Absprung schafft.

Ich maße mir nicht an, jemanden zu sagen: Abnehmen kann jeder, tu was. Das steht mir nicht zu, zumal ich selber weiß, dass das nicht so einfach geht. Da muß der berühmte "Klick" kommen. Ich gehöre auch nicht zu denen, die abgenommen haben und nun alle belehren wollen-wirklich nicht, auch wenn ich nun in die berufliche Richtung gehe. Aber es muß ja von demjenigen selber kommen.

Was mir aber schon die Hutschnur hochgehen läßt ist, wenn ich sehe, dass Eltern (egal ob die selber dick sind oder nicht) dem Kind so viel ungesundes Zeug geben, nicht drauf achten, dass es ein wenig im Rahmen bleibt und ein gesundes Maß hat. Denn das finde ich dem Kind gegenüber einfach unfair!

LG
BigGirl99
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Alt 22.07.2009, 19:16   #57
HamsterD
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Hallo BigGirl99,

einigem, was du sagst kann ich zustimmen, anderem wieder nicht.

Ich heiße es auch nicht gut, den Kindern alle möglichen Fertigmahlzeiten in den Kindergarten/die Schule mitzugeben, ob nun süß oder würzig bleibt sich gleich. Es sollte schon Zeit genug sein, selbst was "herzustellen".
Allerdings ist dieses Schlagwort "gesund und ausgewogen" sehr individuell zu betrachten, da nicht jeder alles mag und nicht jeder alles verträgt. Ich finde, man kann den Kindern nur Hintergrundwissen geben, was wie schmeckt, was welche Inhaltsstoffe hat und ob die Nahrung künstlich oder natürlich ist - plus die Motivation, auf den eigenen Körper zu hören, was er braucht und warum. Irgendwelche Wertigkeiten reinzubringen wie die Ernährungspyramide wäre da aus meiner Sicht der falsche Ansatz.
Was du übers Dicksein und "dick machen" schreibst, nunja... manche Menschen sind nunmal zum Dicksein veranlagt, da kann man seinem Kind nur was antun, indem man es zu Diäten motiviert anstatt dazu, sich selbst zu akzeptieren. Viele andere Menschen sind, wenn sie dick werden, einfach krank, da sollte man lieber die eigentlich Ursache zügig beheben oder bekämpfen anstatt auf Diäten zu drängen - und auch hier Selbstakzeptanz motivieren, damit das Kind lernt mit sich und seiner Krankheit umzugehen. Die dritte "Gruppe" hat seelische Probleme - auch hier ist eine Diät kontraproduktiv, man muß auch hier die Ursache bearbeiten und das Kind zu Selbstvertrauen motivieren. Selbstbewußte dicke Kinder sollte es mehr geben. Nicht insgesamt mehr dicke Kinder, sondern einfach mehr dicke Kinder, die selbstbewußt durchs Leben gehen. Die lassen sich nämlich auch nicht hänseln und Schuldgefühle einreden, sie nehmen sich so wie sie sind.
Bedingt durch diese Gründe, kann man ein Kind normalerweise nicht dick "machen", also tut man seinem Kind auch nichts an! Das einzige, wo man als Elternteil wirklich mit schuld haben kann, ist eine Eßstörung - zum Beispiel, weil man zu viel Wert darauf legt, dass das Kind schlank bleibt/wird und das "Richtige" isst.

Gruß
Dani
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Alt 22.07.2009, 19:56   #58
Pueppi74
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Mh, also - mit gesunder Ernährung meinte ich nicht, dass ich es unterstützen würde, mit einem Kind eine bewußte Diät zu machen. Im Gegenteil, ich würde einem Kind vor der Pubertät niemals "erlauben" eine Diät zu machen. Die Tochter meiner Freundin ist ein bisschen propper, und die blöde Lehrerin hat meine Freundin vor ihr angesprochen, seitdem geht die Kurze mehrmals am Tag auf die Waage!!!

Allerdings kann man den Kindern, und damit meine ich auch schon ganz kleinen Kindern, gerad wenn man hauswirtschaftlich etwas mit ihnen zusammen macht!!! beibringen, was in den groben Bereich der gesunden Ernährung gehört. Und das man, um gesund groß zu werden ganz viel Hasenfutter essen sollte - und dass auch schnuckern dazu gehört! Als kleines I Tüpfelchen, ganz ohne Bedingungen, sprich als Trost, oder so.

Auf unserem Tisch im Kindergarten steht zb. immer ein gefüllter Obst/Gemüseteller, und alle, wirklich alle Kinder nehmen sich immer mal wieder ein Stück davon!!! Renner sind immer noch Äpfel, Bananen, Weintrauben, natürlich ohne Kern sowie Gurken und Paprika und Möhren!
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Alt 23.07.2009, 05:51   #59
BigGirl99
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@ HamsterD: Natürlich gibt es krankheitsbedingte Unverträglichkeiten von gewissen (auch gesunden) Lebensmitteln und dann bringt eine "normale" Ernährung nach Richtlinien der DGE nicht wirklich viel. Stellt man als Elternteil irgend so etwas fest, muß natürlich ein Arzt hinzugezogen werden und dann ist für dieses spezielle Kind sicher anderes gesund als allgemein gültig (und ich denke schon, dass die Ernährungspyramide eine allgemein recht gültige Richtlinie gibt). Klar: Bestimmte Abweichungen von Mensch zu Mensch gibt es immer.

Und da ist es halt wichtig, dass man mit den Lebensmitteln, die dort in gewissen Mengen empfohlen wird, auch erstmal anfängt. Klar: Wenn ein Kind keinen Rosenkohl mag, muß man es nicht dazu zwingen-aber es gibt viele Alternativen und einiges ist auch echt ne Angewöhnungssache. Und ich glaube nicht, dass man einem Kind schadet bzw. es in eine Magersucht oder Diätkarriere schickt, wenn man es bevorzugt mit gesunden Sachen wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und magerem Fleisch versorgt,gepaart mit auch mal leckeren nicht so gesunden Sachen wie Pudding oder Eis. Nur dann lernt es von Klein auf das richtig einzuschätzen und muß gar nicht erst später von einer Diät in die nächste hetzen

Mit dem Selbstbewußtsein gebe ich dir Recht: Wenn ein Kind halt dicker ist und es ggf. wirklich körperliche Ursachen hat, die nicht einfach so zu beheben sind, dann muß man an anderer Stelle erstmal arbeiten-eben dem Kind die Selbstakzeptanz zu vermitteln.

@ Pueppi: Das mit dem Teller finde ich klasse!!!! Und das die Kinder da zugreifen zeigt ja auch, dass sie es mögen. Sonst würden sie es ja nicht essen(denn es ist ja wohl nur ein "Naschteller" wenn ich das so richtig verstanden habe...

LG: melli
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Alt 23.07.2009, 07:08   #60
Sonnenkuss
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Habt ihr den Thread wirklich gelesen?
Zwei Neulinge, die sich damit lobpreisen "Erzieherinnen" zu sein (Apropo: Qualifiziert euch das dann, dass ihr besser wisst als ich, was mein Kind essen sollte?)... und die hier fragwürdige Ernährungstipps vom Stapel lassen. Genau die richige Voraussetzung um Kinder in eine Essstörung im weitesten Sinne zu treiben.
Wenn ich mich soviel mit Essen und angeblich richtigem Essen beschäftige, bleiben für mich wichtige Sachen in der Menschenbildung zurück. Und das ist es mir nicht wert.
Wie gesagt, meine Tochter ist jetzt schlank, sie war vor der Pubertät pummelig, genau wie es sich gehört und es gibt für mich erheblich schlimmere Defizite bei Kindern als dass sie "zu dick" sind. Das fängt schon wo ganz woanders an und hat mit der Erziehung zum gesunden Essen soviel zu tun, wie Äpfel mit Birnen.
__________________
-o-
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Alt 23.07.2009, 07:09   #61
MeiersJulchen
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Ich möchte allen Theoretikern dringendst das Experiment von Dr. Davis ans Herz legen.
Ebenjenes Experiment beschreibt auch Pollmer noch ausführlicher in Prost Mahlzeit.

Auszug:
Zitat:
Alle drei Kinder haben sich etwas anderes ausgesucht. Ein Kind aß überwiegend Früchte, ein anderes in erster Linie Milchprodukte, das Dritte vertilgte erstaunlich viel Knochenmark. Das alles verwundert nicht: Obst ist relativ frei von Abwehrstoffen gegen unsere Verdauung, es wird vom Kleinkind gut vertragen. Gleiches gilt für die Milch. Auch der Verzehr von Knochenmark liegt nahe, wenn man bedenkt, dass es ein wichtiges Nahrungsmittel in der Menschheitsgeschichte darstellte. Auch der niedrige Getreideanteil vermag nicht zu überraschen. Vor allem aßen die Kinder Hafer, der, wie wir gesehen haben, als einziges Getreide für den Menschen in Form von (fast) rohen Flocken verzehrbar ist.
Worin die allergrößte Gefahr der achso wunderbaren Therorie und der politisch korrekt vorgelebten Ernährung seitens der Eltern (oder anderes Erziehungspersonals) liegt, habe ich bereits versucht hier auszuführen.

Ich bezweifle nämlich ausgesprochen stark, daß wirklich alle, die hier den kindlichen Ernährungslehrlingen so vollmundig eine Wahlmöglichkeit einräumen, eine Abneigung gegen "gesunde" Sachen wirklich zulassen würden.

Denn was da jeweils in Nebensätzen hinterhergeschoben wird, bedeutet doch nichts anderes als daß dem Kind eben doch keine Wahl gelassen wird.
"Ungesundes" ablehnen, selbstverständlich ... "Gesundes" ablehnen ... Gott bewahre, das ist alles nur "Angewöhnungssache". Ja, ne is klar.

Nach eigenen praktischen Erfahrungen wie z.B. dieser erscheinen mir diese und ähnliche theoretische Aussagen wie der blanke Hohn und ich muß nun mal allen Vollzeit-Theoretikern eine Frage stellen: Woher nehmt ihr die Gewißheit, daß jene, die euch diese Theorien vermitteln haben, über erfolgreiche praktische Erfahrungen verfügen und nicht auch nur bei anderen Theoretikern abgeschrieben haben, die wiederum bei... ihr wißt schon...?

Soll jetzt definitiv keine Provokation oder Abwertung sein. Ich weiß wirklich nicht wie ich es anders formulieren soll als einfach geradeheraus. Für jeden, der mit einer Eßstörung zu kämpfen hat, kann jegliche Ernährungslehre nichts anderes sein als reine Theorie. Und wer sich in diesem Falle darauf verläßt, daß die Theorien stimmen müssen, sollte sich fragen wie er selbst zu dieser Eßstörung gekommen ist und diese Frage ehrlich beantworten und ggf. praktische Konsequenzen daraus ziehen.
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Alt 23.07.2009, 07:29   #62
Gloriaviktoria
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Unabhängig davon, was man als gesund oder ungesund definiert, finde ich es schade, dass manche Eltern gar nicht mehr richtig kochen, sondern ihren Kindern (und sich) Fertigprodukte mit zig Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln etc. vorsetzen.

DAS finde ich persönlich viel bedenklicher als eine "Süß-Dose".
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Alt 23.07.2009, 07:36   #63
Dirpi
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Ich will hier niemandem seine erworbenen Kenntnisse durch Kurse, Erleben oder Schulungen absprechen, dennoch kann ich für mich nur sagen: Gut, daß meine Kinder mittlerweile dem Kindergarten entwachsen sind. Ich habe viele Diskussionen mit den Erzieherinnen im Kindergarten geführt über deren Ansichten in Sachen gesunde Ernährung. Da hat jeder seine ganz eigene Meinung was aus seiner Sicht gesund ist und was nicht und vor allem gibt es viele Möglichkeiten der Thematisierung.


Als mein Sohn seinerzeit von einer Aktion in einer Bäckerei wiederkam fing seinerzeit der Kalorienkrieg an. Mein Sohn fragte mich morgens, mittags und abends: "Wenn ich das jetzt esse wieviel Kalorien sind das?"
Ferner hielt er schwungvolle Reden über den Inhalt von Vitamin C in Paprikas und laberte mit Halb- bzw. Garnicht-Wissen über Dinge die er überhaupt nicht verstanden hat. Ab da war bei mir echt Schluß mit lustig und ich habe den Erzieherinnen im Kindergarten untersagt mein Kind so auf Ernährungsfragen zu drillen. Nach diversen Streitgesprächen haben die Erzieherinnen dies dann zähneknirschend akzeptiert (zumindest im Hinblick auf mein Kind). Die Diskussion endete seinerzeit mit dem Satz: Schuster bleib bei Deinen Leisten....
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Alt 23.07.2009, 07:41   #64
Dirpi
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Zitat:
Zitat von Gloriaviktoria Beitrag anzeigen
Unabhängig davon, was man als gesund oder ungesund definiert, finde ich es schade, dass manche Eltern gar nicht mehr richtig kochen, sondern ihren Kindern (und sich) Fertigprodukte mit zig Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln etc. vorsetzen.
Da gebe ich Dir absolut Recht. Aber dieses Problem in den Griff zu kriegen wird nicht ganz so einfach sein, angesichts knappen Zeitmanagements der Eltern und Tütenzeugs in Verkaufsregalen, die das Konterfrei von bekannten und beliebten Fernsehköchen tragen.
Für diesen Nicht-selber-kochen-Trend gibt es meines Erachtens viele Gründe, aber die Preise können es nicht sein. Dieses Tütenzeugs ist meines Erachtens recht teuer.
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Alt 23.07.2009, 07:57   #65
elaela
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Nochmal:

Ich empfinde es als Unverschämtheit von meinem Kind etwas zu verlangen, das ich selbst nicht schaffe.

Ich hatte eine esssüchtige 160 Kilo Mutter, die mir pummeligem kleinem Mädchen ständig einredete, ich sei zu dick.

Selbstverständlich hat sie extrem darauf geachtet, dass ich möglichst wenig aß.

Und auch wenn ihr Supermamís darauf achtet, dass das Kind genug isst, aber euch anmaßt Bescheid darüber zu wissen, was das Kind braucht, bringt erst mal euch selbst in Ordnung und dann experimentiert an euren Kindern rum.
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Alt 23.07.2009, 08:42   #66
Pueppi74
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Zitat:
Zitat von Sonnenkuss Beitrag anzeigen
Habt ihr den Thread wirklich gelesen?
Zwei Neulinge, die sich damit lobpreisen "Erzieherinnen" zu sein (Apropo: Qualifiziert euch das dann, dass ihr besser wisst als ich, was mein Kind essen sollte?)... und die hier fragwürdige Ernährungstipps vom Stapel lassen. Genau die richige Voraussetzung um Kinder in eine Essstörung im weitesten Sinne zu treiben.
Wenn ich mich soviel mit Essen und angeblich richtigem Essen beschäftige, bleiben für mich wichtige Sachen in der Menschenbildung zurück. Und das ist es mir nicht wert.
Wie gesagt, meine Tochter ist jetzt schlank, sie war vor der Pubertät pummelig, genau wie es sich gehört und es gibt für mich erheblich schlimmere Defizite bei Kindern als dass sie "zu dick" sind. Das fängt schon wo ganz woanders an und hat mit der Erziehung zum gesunden Essen soviel zu tun, wie Äpfel mit Birnen.
Komm mal damit klar, ich glaub ja wohl es hackt!!! Wo, bitte hab ich mich hier lobgepriesen?! Ich hab geschrieben, ich bin Erzieherin, zur Info, genau wie Du geschrieben hast, Du bist Mutter! Macht Dich das zu was besserem?!

Und ja, ich war selbst in Esstherapien, und ja, ich habe Fortbildungen gemacht, und och, die letzte ist sogar von der AOK gewesen, aber hättest Du richtig gelesen, dann hättest Du gesehen, dass ich keinem irgendwas hier vorgeschrieben habe, sondern im Gegenteil darüber entsetzt war, in welchem Ton hier irgendwas aufgedrückt wird, oder auch nicht!!!

Und ich glaube, auch wenn ich selbst noch kein Kind habe, so kann ich nach 19 Jahren als Erzieherin, wo ich die Kinder teilweise 13 Jahre begleitet habe, wohl von Praxis sprechen, und nicht mehr von Theorie?!
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Alt 23.07.2009, 11:15   #67
Gloriaviktoria
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Zitat:
Zitat von Dirpi Beitrag anzeigen
Für diesen Nicht-selber-kochen-Trend gibt es meines Erachtens viele Gründe, aber die Preise können es nicht sein. Dieses Tütenzeugs ist meines Erachtens recht teuer.
Zeitersparnis kann es eigentlich auch nicht sein Bei vielen Sachen muss man die frischen Zutaten wie Fleisch oder Gemüse sowieso vorbereiten und der Tüteninhalt wird eigentlich nur zum Binden und Würzen benutzt. Und das kann ich billiger und schmackhafter selber Abgesehen davon, dass irgendwie jeder Tüteninhalt gleich schmeckt, egal ob es sich um Tomatensoße oder Spargelcremesuppe handelt
Und ob man wirklich so viel Zeit spart durch die Fertigprodukte? Und fängt man mit der eingesparten Zeit etwas Sinnvolles an?
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Alt 23.07.2009, 12:05   #68
BigGirl99
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Zitat:
Zitat von Sonnenkuss Beitrag anzeigen
Habt ihr den Thread wirklich gelesen?
Zwei Neulinge, die sich damit lobpreisen "Erzieherinnen" zu sein (Apropo: Qualifiziert euch das dann, dass ihr besser wisst als ich, was mein Kind essen sollte?)... und die hier fragwürdige Ernährungstipps vom Stapel lassen. Genau die richige Voraussetzung um Kinder in eine Essstörung im weitesten Sinne zu treiben.
Wenn ich mich soviel mit Essen und angeblich richtigem Essen beschäftige, bleiben für mich wichtige Sachen in der Menschenbildung zurück. Und das ist es mir nicht wert.
Wie gesagt, meine Tochter ist jetzt schlank, sie war vor der Pubertät pummelig, genau wie es sich gehört und es gibt für mich erheblich schlimmere Defizite bei Kindern als dass sie "zu dick" sind. Das fängt schon wo ganz woanders an und hat mit der Erziehung zum gesunden Essen soviel zu tun, wie Äpfel mit Birnen.
Also der Ton hie ist ja echt mal nett Weder Pueppi noch ich haben in so einem Ton hier geschrieben und ich kann nichts besserwisserisches oder so in unseren Postings lesen.

Und was ist daran, dass man den Kindern z.B Gemüseteller hinstellt oder ihnen erklärt, dass massig Süßkram nicht wirklich gesund ist nun fragwürdig? Ich würde ja auch erklären, dass Hungern ungesund ist, treibe ich damit ein Kind dann in die Fettsucht? Natürlich gibt es immer verschiedene Ansätze, Kindern was zu erklären und das Beispiel hier, wo das Kind vom Bäcker kommt und dann nur noch über Kalorien spricht ist natürlich nicht wirklich gut (also ich meine nun, wie dem Kind da was vermittelt wurde und nicht das Beispiel ansich-nur damit hier nicht wieder was falsch verstanden wird...). Aber deshalb grundsätzlich dagegen zu sein, dass in Kindergarten oder Schule über ein geregeltes und vernünftiges Essverhalten gesprochen/unterrichtet wird, finde ich doch etwas übertrieben.

Man lernt in der Schule Sozialverhalten, rechnen, Schreiben etc.. Warum also nicht auch Ernährungslehere. Ich persönlich wünschte, ich hätte früher etwas mehr über das ganze Essen gewußt, dass ich mir da durch mein Elternhaus reingeworfen habe. Dann hätte ich sicher nen anderen Weg eingeschlagen und mir wäre vieles erspart geblieben.

Und nein: Ich bin nun durch meine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht in die Magersucht gefallen, bin auch nicht spindeldürre, sondern habe Normalgewicht und auch kein Problem damit, wenn ich mal auf ner Feier ordentlich reinhaue. Denn es hat nicht sofort wieder Auswirkungen auf mein Gewicht...

So, ich hoffe, damit konnte ich die Wogen wieder etwas glätten, denn ich wollte hier niemanden zu Nahe treten...

LG: BigGirl99
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Alt 23.07.2009, 13:20   #69
Gloriaviktoria
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Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen

Und was ist daran, dass man den Kindern z.B Gemüseteller hinstellt oder ihnen erklärt, dass massig Süßkram nicht wirklich gesund ist nun fragwürdig?
Weil der Süßkram dadurch automatisch interessanter wird! Muss man denn zu Ernährung immer so viel erklären? Kann man nicht einfach den Gemüse- oder Obstteller hinstellen und die Süßigkeiten wegschließen, wenn man schon der Meinung ist, dass die ungesund seien? Oder - gewagt, gewagt - warum stellt man nicht beides hin?


Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen
Man lernt in der Schule Sozialverhalten, rechnen, Schreiben etc.. Warum also nicht auch Ernährungslehere.
Wenn ich daran denke, dass Kinder etwas lernen sollen, bei dem noch nicht mal die sogenannten Experten sich einig sind, was nun gut und richtig gibt (weil es nämlich kein allgemeingültiges Gut und Richtig gibt!), dann gruselt es mich!
Was nützt den Kindern so ein Fach in der Schule, wenn zuhause doch nur Tütensuppen und Tiefkühlpizza serviert werden? Da muss ganz woanders angesetzt werden und nicht in der Schule bei den Kindern!
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Alt 23.07.2009, 13:35   #70
BigGirl99
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Zitat:
Zitat von Gloriaviktoria Beitrag anzeigen
Weil der Süßkram dadurch automatisch interessanter wird! Muss man denn zu Ernährung immer so viel erklären? Kann man nicht einfach den Gemüse- oder Obstteller hinstellen und die Süßigkeiten wegschließen, wenn man schon der Meinung ist, dass die ungesund seien? Oder - gewagt, gewagt - warum stellt man nicht beides hin?
wenn man den Kindern Süßkram generell verbieten würde, hast du sicher Recht mit deiner These. Aber das habe ich ja gar nicht gemeint.

Zitat:
Zitat von Gloriaviktoria Beitrag anzeigen
Wenn ich daran denke, dass Kinder etwas lernen sollen, bei dem noch nicht mal die sogenannten Experten sich einig sind, was nun gut und richtig gibt (weil es nämlich kein allgemeingültiges Gut und Richtig gibt!), dann gruselt es mich!
naja: die Richtlinien der DGE sind ja seit Jahren realtiv gleich und einig. Da sollte man sich dann nach richten und natürlich nicht nach Weisheiten eines Dr. Strunz, David Kirsch oder wie die alle heißen, die einem erzählen wollen, nur Low Carb oder nur Low fat etc ist richtig. Das verwirrt natürlich die Verbraucher. Und wenn man es dann ganz eng sieht, sind sich doch auch bei der neuen Rechtschreibreform, der Religion oder bestimmtem Sozialverhalten nicht alle einig, was nun richtig und nicht richtig ist. Und trotzdem gibt es da ne grobe Richtung und es wird unterrichtet.

Zitat:
Zitat von Gloriaviktoria Beitrag anzeigen
Was nützt den Kindern so ein Fach in der Schule, wenn zuhause doch nur Tütensuppen und Tiefkühlpizza serviert werden? Da muss ganz woanders angesetzt werden und nicht in der Schule bei den Kindern!
Da hast du vollkommen Recht! Auch bei den Eltern müßte man ansetzen. Andererseits: Wenn man immer so weiterdenken würde, werden die Kinder von heute die nächste Generation, die nur Tiefkühlpizza oder Tütensuppe macht, da sie es zu Hause nicht anders gelernt haben und man ihnen das auch sonst nirgeds anders näher gebracht hat, dass es ein Kochen außerhalb von Maggie und Co gibt..

LG: BigGirl99

Geändert von mollycrossy (23.07.2009 um 13:53 Uhr) Grund: Format
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Alt 23.07.2009, 13:51   #71
Gloriaviktoria
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Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen
Da hast du vollkommen Recht! Auch bei den Eltern müßte man ansetzen. Andererseits: Wenn man immer so weiterdenken würde, werden die Kinder von heute die nächste Generation, die nur Tiefkühlpizza oder Tütensuppe macht, da sie es zu Hause nicht anders gelernt haben und man ihnen das auch sonst nirgeds anders näher gebracht hat, dass es ein Kochen außerhalb von Maggie und Co gibt..

LG: BigGirl99
Aber selbst die DGE schwenkt inzwischen vom traditionellen "Low Fat" zu "Low Carb" über, zumindest ansatzweise.
Gibt es denn schon Schulen, an denen "Ernährung" unterrichtet wird und wenn ja, wie ist das aufgebaut? Ich denke, dass man gerade Kinder eher mit Praxis als mit Theorie überzeugen kann, indem man z. B. zusammen kocht oder einen Bio-Bauernhof besucht. Schade eigentlich, dass so etwas nicht (oder nicht überall) im Elternhaus passiert...
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Alt 23.07.2009, 14:13   #72
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen
naja: die Richtlinien der DGE sind ja seit Jahren realtiv gleich und einig.
Einig worüber und in welchem Umfang?
Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum sich die Ernährungsempfehlungen von Land zu Land so drastisch unterscheiden? Und sogar trotz "Vorgaben" der WHO jedes Land immer noch sein eigenes Süppchen kocht und welche Auswirkungen dies auf die Volksgesundheit hat oder nicht hat? Darf man sich nun doch aussuchen, ob man Deutscher, Europäer oder Weltbürger sein will?

Alles, was ich bisher an Aussagen von Dir gesehen habe, sind nichts weiter als die üblichen abgedroschenen Ernährungsfloskeln ohne jegliche Reflexion.
Sonst würdest Du hier nicht "für alle dasselbe" predigen und dir an jeder Kehrtwende widersprechen.

Da Du so gerne Vergleiche zu anderen Schulfächern ziehst, wie wäre es denn dann mit diesem hier?
Nehmen wir mal an, es geht jemand hin und behauptet "alle Zahlen sind gerade". Und wenn dann der Sturm der Entrüstung losbricht, heißt es dann "Was habt ihr denn? Damit liegt man doch zu 50% richtig."
Jemand anderes behauptet dagegen, daß "alle ungerade Zahlen Primzahlen sind" und wehrt sich ebenfalls mit "Wieso? Stimmt doch meistens. 3 stimmt, 5 stimmt, 7 stimmt, die 9 strengt sich einfach nur nicht genug an, 11 stimmt, 13 stimmt ... 5 von 6 sind 85%. Das ist der Beweis!"

Der Vorteil bei der Mathematik ist aber, daß allen Zahlen tatsächlich ein beweisbares Schema zugrundeliegt, das mit solchem Unfug in kürzester Zeit aufräumt. Schon jeder Erstklässler könnte mit seinem Grundwissen und den ihm zur Verfügung stehenden Zahlenräumen diese Scharlatane entlarven.

Die Ernährungslehre (so wie sie in den Medien und auch in der Schule "unterrichtet" wird) verfolgt jedoch kein grundlegendes Schema und führt damit zu widersprüchlichsten Aussagen, wie Essen "wirken" soll.
Anstatt jedoch auf diese Diskrepanzen einzugehen, werden Beschwerden damit vom Tisch gewischt, daß Versager sich einfach nicht streng genug an die klar definierten Regeln gehalten hätten, was natürlich nur aus Unwissenheit passiert ist. Ein willkommenes Sprungbrett, Ernährungslehre noch tiefgreifender in das Alltagsleben einzuzementieren.
Deus ex machina mit bravour kann ich da nur sagen. Mit dieser Methode steht die praktizierte Ernährungslehre den Religionen in nichts nach.

Es ist immer wieder bemerkenswert, mit welcher Wendigkeit Ernährungslehrende es schaffen, Einwürfe zu individueller Geschmacksbildung und -empfindung zu ignorieren. Genauso wie die Fragen nach dem reproduzierbaren Erfolg ihrer Methoden.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2009, 14:16   #73
BigGirl99
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@Gloriaviktoria: Stimmt: Die Praxis ist sehr wichtig dabei. Gerade bei kleinen Kindern ist auch Anschauungsmaterial und auch das kindgerechte Erklären sehr wichtig.

Es gibt durchaus Schulen und auch Kindergärten, die sowas in Projekten zusammen mit Ernährungsberatern anbieten (auch für Eltern..) Allerdings wüßte ich nun nicht, dass es irgendwo wirklich fester Bestandteil ist. Auch da gibt es dann die Form, dass auch mal was zusammen gekocht wird und das gelernte eben auch praxisnah ist.

Die DGE geht nicht in die Richtung Low Carb und auch nicht in Low fat.

Der Ernährungskreis bzw die Ernährungspyramide sieht immer noch den Hauptteil der Nahrung in KH - Form(Getreide/Getreideprodukte) und dann Gemüse und Obst vor. ca 45-65 % des Gesamtenergiebedarfs sollte demnach aus KH aufgenommen werden wobei eben Vollkornprodukte bevorzugt werden sollten.

LG:BigGirl99
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Alt 23.07.2009, 14:22   #74
toni
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Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen
Da hast du vollkommen Recht! Auch bei den Eltern müßte man ansetzen. Andererseits: Wenn man immer so weiterdenken würde, werden die Kinder von heute die nächste Generation, die nur Tiefkühlpizza oder Tütensuppe macht, da sie es zu Hause nicht anders gelernt haben und man ihnen das auch sonst nirgeds anders näher gebracht hat, dass es ein Kochen außerhalb von Maggie und Co gibt..
wenn man an die vielen Kochsendungen denkt, so hat das Kochen doch eine wahre Renaissance erlebt und Kochbücher jeglicher Art sind der Renner.
Ich glaube auch nicht, dass Kinder später im Erwachsenenalter soviel aus dem Elternhaus übernehmen. Wieviele Mädchen lernen denn heutzutage wirklich noch bei der Muttern kochen? Meine Kinder jedenfalls nicht und beide haben sich ernährungsmäßig total unterschiedlich entwickelt.
Während meine Tochter ihren Sport und ihre Fitness, die sie für ihren Beruf benötig ernährungsmäßig fördert, so ist mein Sohn begeisterter Hobbykoch, Geniesser und Gastgeber.

So nebenbei: Rosenkohl und von mir neben dem Brokoli so herzhaft verabscheute gesunde Edelgemüse, darf bei der britischen Marine nicht mehr den Soldaten zugemutet werden.
Irgend ein Admiral hat nach einer Umfrage diesen Befehl gegeben, da er selbst und der größte Teil der Soldaten den Rosenkohl als besonders ungeniessbar empfinden.
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Alt 23.07.2009, 14:28   #75
Pueppi74
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Gibt es denn schon Schulen, an denen "Ernährung" unterrichtet wird und wenn ja, wie ist das aufgebaut? Ich denke, dass man gerade Kinder eher mit Praxis als mit Theorie überzeugen kann, indem man z. B. zusammen kocht oder einen Bio-Bauernhof besucht. Schade eigentlich, dass so etwas nicht (oder nicht überall) im Elternhaus passiert...[/quote]

Die Fortbildung von der AOK richtet sich an Kindergärten und ist ein Pilotprojekt in ganz Deutschland. Es beinhaltet spielerische Ernährungsangebote, sowie Sportaktionen, und bezieht, sogar auch über s Internet die Eltern mit ein. Ich sage nicht, es ist das Tollste was es gibt, macht es, aber mir für unsere weitere Arbeit im Bereich von Ernährung und Sport gibt es einen roten Faden.

Und ich sehe die Ernährungserziehung als etwas ganz normales an. In Elterngesprächen werde ich übrigens fast immer nur von "Nichtessgestörten" Eltern auf unsere Ernährungsgedanken angesprochen. Daraus habe ich bisher immer geschlossen, dass es ganz natürlich ist, sich auf über diese Art von Erziehungszielen Gedanken zu machen und mich auszutauschen! Essen hat nunmal einen sehr hohen Stellenwert - also warum sollte man diesen tabuisieren?!

Ist es nicht sinnvoller, den Kindern schon früh einfach einen normalen Umgang damit zu vermitteln? Und normal bedeutet für mich auch, dass sie wissen, Gemüse und Obst sind wichtig, Schoki und Co auch, aber eher in geringem Maße gesund?! Schließlich handhaben meine Freunde und Bekannten ohne Gewichtsschwankungen das so.

Und natürlich ist es nicht schlimm, ein Kind mit Übergewicht zu sein, oder zu haben, aber egal ist es auch nicht, schön ist es, wenn ein Kind zu sich steht, unschön erlebe ich es allerdings immer wieder, wenn weinende Kinder zu mir kommen, weil sie in der Schule gehänselt wurden. Denn die Umwelt interessiert sich nicht dafür, ob das Kind seine zusätzlichen Pfunde akzeptiert.
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Alt 23.07.2009, 14:28   #76
BigGirl99
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Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Alles, was ich bisher an Aussagen von Dir gesehen habe, sind nichts weiter als die üblichen abgedroschenen Ernährungsfloskeln ohne jegliche Reflexion.
Sonst würdest Du hier nicht "für alle dasselbe" predigen
ich predige nicht für alle das gleiche, sondern habe schon im ersten Post geschrieben, dass es durchaus Menschen gibt, bei denen z.B. Stoffwechselerkrankungen oder sonst was vorliegen, und bei denen durchaus andere Empfehlungen gelten können und müssen. Dazu gibt es dann ja auch Ärzte, die das feststellen. Also nix mit für alle das gleiche!

Zitat:
Anstatt jedoch auf diese Diskrepanzen einzugehen, werden Beschwerden damit vom Tisch gewischt, daß Versager sich einfach nicht streng genug an die klar definierten Regeln gehalten hätten, was natürlich nur aus Unwissenheit passiert ist.
Das ist deine Auffassung. Ich persönlich habe sowas nie behauptet, weil neben der Ernöhrung natürlich noch andere Faktoren eine Rolle spielen, unter anderem auch die Psyche. Das weiß ich doch aus eigener Erfahrung. Trotzdem ist es doch nicht verkehrt, was über gesunde Ernährung zu kennen (und ja, ich weiß: was gesund ist, wissen wir ja alle nicht wirklich etc..) aber keiner wird ja wohl abstreiten können, dass es inder Regel gesünder und besser ist, Obst, Gemüse, Vollkornpodukte etc zu essen ansteatt z.B. oft einen Burger vom großen M.)


LG:BigGirl99

Geändert von MeiersJulchen (23.07.2009 um 14:43 Uhr)
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Alt 23.07.2009, 14:32   #77
Cailly
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Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen
Die DGE geht nicht in die Richtung Low Carb und auch nicht in Low fat.

Der Ernährungskreis bzw die Ernährungspyramide sieht immer noch den Hauptteil der Nahrung in KH - Form(Getreide/Getreideprodukte) und dann Gemüse und Obst vor. ca 45-65 % des Gesamtenergiebedarfs sollte demnach aus KH aufgenommen werden wobei eben Vollkornprodukte bevorzugt werden sollten.

LG:BigGirl99
Mist, dann muss ich wohl doch verhungern....
immerhin kann ich ca. 45-65% meiner Ernährung nicht mehr decken
Ich vertrag dummerweise weder Weizen noch Roggen und Volkorn läßt meinen Darm richtig abgehen - allerdings weiß ich zumindest warum das Vollkorn das ganze noch schlimmer macht, die Giftstoffe (Fraßfresserabwehr - warum sollte eine Getreidekorn gefressen werden wollen?) kann mein Darm nun gar nicht mehr abwehren.
Achja noch schlimmer wird dies für "kleinkinder" deren Magen-Darm Trakt noch etwas anfälliger ist wie der von Erwachsenen

Tja und die Obst/Gemüße Geschichte ist für mich nahezu gelaufen - danke an die erworbene Fruktosemalabsorbation - ich muss wohl meinen Kohlehydratbedarf durch Zucker/Traubenzucker decken damit ich doch etwas Obst und Gemüße essen kann

Übrigens: Ernährungsberater sollten nicht nur Kalorienrechnen können - ansonsten nenne ich mich ab Sofort "Ernährungsexpertin" - immerhin kann ich deutlich mehr als "nur Kalorienrechnen"

Liebe Grüße,
Cailly

PS: Julchen - ist dir aufgefallen das keine hier uns beide zu einer gemeinsamen Mahlzeit einladen möchte? warum wohl nicht?
__________________
*Verletzungen der Seele heilen nur langsam und nicht von allein*
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Alt 23.07.2009, 14:39   #78
Sonnenkuss
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Jeder Dödel darf sich "Ernährungsberater" nennen, das ist kein geschützter Begriff. Ich könnte jetzt schreiben, man merke es förmlich, aber ich bin ja nicht böse.
Ich lasse mir nicht erzählen, dass Volkornprodukte "gesund" sind, sind sie nämlich nicht für jeden und sie sollten schon gar nicht bevorzugt in der Ernährung eine Rolle spielen. Ich liebe diese Verallgemeinerungen und lehne sie vehement ab, selbst wenn sie von Erzieherinnen kommen. Und mit Ernährungsberatern kannste mir gleich weg bleiben.
Schöne einfache Welt, hauptsache nicht dick, -arme Menschheit.
__________________
-o-
Sonnenkuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2009, 14:40   #79
BigGirl99
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Es wäre ja schön, wenn ihr mal alles vom Posting lesen würdet und nicht nur immer das, was ihr möchtet....

Ich habe immer geschrieben, dass es natürlich Leute gibt, die gewisse Lebensmittel nicht vertragen, die andere Krankheiten oder ähnliches haben und es für diese Leute nicht gilt!!!!!!

Aber gut: Jeder hat da seinen Standpunkt und den soll er ja auch haben. Und was ihr zu euch nehmt oder auch nicht, müßt ihr eh selber entscheiden.

Ich habe mit dem zitierten Satz nur eine Frage bzw Aussage beantwortet/erläutert. Nicht mehr und nicht weniger...
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Alt 23.07.2009, 14:41   #80
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von BigGirl99 Beitrag anzeigen
ich predige nicht für alle das gleiche, sondern habe schon im ersten Post geschrieben, dass es durchaus Menschen gibt, bei denen z.B. Stoffwechselerkrankungen oder sonst was vorliegen, und bei denen durchaus andere Empfehlungen gelten können und müssen. Dazu gibt es dann ja auch Ärzte, die das feststellen. Also nix mit für alle das gleiche!
Ja, und schon wieder die Klippe des individuellen Geschmacks erfoglreich umschifft.
Du gesteht also ausschließlich Leuten, die ein ärztliches Attest vorweisen können Ausnahmen von Deiner Lehre zu?
Was ist mir jenen, die gewissen Dinge buchstäblich nicht riechen können und denen davon sogar unglaublich unwohl wird? Was ist, wenn Ärzte kein Attest darüber ausstellen können, weil sie die Ursache nicht finden?
Wirst Du deren persönliche Abneigungen bei Deiner Beratung berücksichtigen oder so lange weiterberaten bis sie einsehen, daß sie einfach nur nicht genug über Ernährung wissen?

Und würdest Du Dich bitte mit einer sinnvollen Nutzung der Zitatfunktion auseinandersetzen? Deine Beiträge sind nicht zitierbar, wenn Du einfach kunterbunt dazwischenschreibst.
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