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Dicke Alltagsprobleme
Diskussionen über dicke Erlebnisse und Erfahrungen von Groß und Klein im Alltag.

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Alt 30.10.2008, 14:58   #1
Miri04
Gast
 
Standard Schulsport

Will ich gar nicht um den heißen Brei herumreden, finde ich einfach nur das letzte, nichtmals die Bewegung ansich jetzt sondern das Ganze Konzept was eindeutig nur auf sportliche Schüler abgestimmt ist! Ich meine in Deutsch lesen wir doch auch nicht alle Schiller und Goethe, wenn man nicht gerade im Leistungskurs ist, ist der grobe Deutschunterricht auf die Masse abgestimmt, so dass auch jeder mitkommt! Nur im Schulsport nicht, das Beste Beispiel ist der Cooper-Test, vielleicht hat schon mal jemand davon gehört! Letztes Jahr haben wir auch einen gemacht, ich hatte die Note mangelhaft (was mich noch sehr gewundert hat!) ich glaube es geht darum, in zehn Minuten irgendwelche Anzahl an Runden auf dem Sportplatz zu laufen, allerdings ging mir nach knapp zwei die Puste aus und bei der dritten bin ich einfach gegangen! Zur Info: Das war auch schon so, als ich knapp 60 Kilo hatte und so unsportlich bin ich gar nicht, gehe jeden Tag einen Fußweg zur Schule hin und zurück von gesamt 40 Minuten! Ich bin für die Abschaffung des Schulsports generell, wer gerne Sport macht, der kann es eben tun in seiner Freizeit, habe nicht dagegen, wer keinen macht, den wird der Schulsport auch nicht dazu animieren und er kann auch kaum vor übergewicht schützen! Was haltet ihr davon?
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Alt 30.10.2008, 15:19   #2
Fräulein Wunder
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Erstmal: Ich habe den Schulsport gehasst, war ein Niete und bin froh, dass mich niemand mehr dazu zwingen kann. Ich glaube zwar schon, dass das Prinzip des Schulsports tatsächlich viel zu Leistungsorientiert ist und eher die Lust an der Bewegung im Vordergrund stehen sollte --- aber für die komplette Abschaffung des Schulsports bin ich nicht. Ich hätte ohne Schulsport weniger Sport in meiner Jugend getrieben und das wäre nicht gut gewesen .... Sorry, kann ich nicht anders sagen, auch wenn ich großes Verständnis für Dich habe.
Anderer Schulsport: Ja! Gar kein Schulsport: Definitiv nein!


EDIT: Noch ein Zusatz, etwas OT ... im Deutschunterricht haben wir übrigens nicht nur im Leistungskurs Goethe und Schiller gelesen und ich hoffe das ist auch heute noch so. Ich finde man kann es mit der frühen Spezialisierung auf Lieblingsgebiete auch ein bisschen übertreiben und zwar sowohl in Punkto Sport als auch in Punkto Literatur. ;-)

Geändert von Fräulein Wunder (30.10.2008 um 15:44 Uhr)
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Alt 30.10.2008, 16:05   #3
Luxuriousgirl
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so einen ähnlichen test haben wir auch mal gemacht wir mussten 15 minuten rennen danach liegestütze dann noch so andere übungen die jetzt nicht so schlimm waren aber das rennen war schon echt anstrengend =(

aber das war nichts gegen den schulsport auf der realschule auf der ich war da mussten wir 3 runden um einen stausee joggen das waren ca. 6 kilometer das war sogar für die schlanken leute kaum zu schaffen natürlich gab es welche dies konnten aber ich dachte schon nach ne halben runde ich kann nich mehr und sowas im sommer ich dachte ich würde jeden moment umkippen xD

naja abgeschafft werden sollte sportu. vielleicht nicht nur ein anderes konzept wäre angebracht
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Alt 30.10.2008, 18:09   #4
Alioshya
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Ich stimme zu, dass der Schulsport sehr an Leistungen orientiert ist und nicht an dem Vermögen der Schüler.
Ich habe da mal mit meiner damaligen Sportlehrerin drüber diskutiert, das ich eine 4 in Sport bekäme, obwohl ich mich doch nach Kräften anstrengen würde, aber eben mehr Gewicht mitschleppe. Sie zuckte da nur mit den Schultern und meinte, sie müsse eben an vergleichbaren Qualitäten messen, sprich: wer diese oder jene Leistung bringt, kriegt ne 1, wer sie nicht bringt, ne 4.
Dieses Prinzip liegt natürlich auch anderen Fächern zugrunde, und da sehe ich das Problem, dass ich einem Schüler, der sich bemüht, aber trotzdem schlechte Leistungen bringt, nicht die gleiche Note geben kann wie einem, der die geforderte Leistung eben bringt. Wobei die Bemühung des schlechteren Schülers durchaus positiv in die Note einfließt.
Nur beim Sport will mir das irgendwie nicht so in den Kopf... ich sehe da schon einen Unterschied.

Es gab in meinem damaligen Sportunterricht auch eine Phase, bei der wir Jazztanz gemacht haben. Es hat mir Spaß gemacht, und meiner Meinung nach war ich auch besser als die Klassenschönheit, da ich mehr Rhythmusgefühl hatte als sie (hab ich auch von anderen bestätigt bekommen, ist also nicht nur ein subjektiver Eindruck von mir).
Tja, wer bekam die bessere Note? Die wimpernverklebte magere Tussi mit den langen Haaren, denn bei wabbelte ja nichts am Körper, da macht es ja auch nichts, wenn sie keinen Pepp beim Tanzen hatte und das alles so mechanisch abarbeitete. Hauptsache ihre Drehung sah glatter aus.

*grummel* Das hab ich meiner Sportlehrerin nie verziehen.
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Alt 30.10.2008, 18:42   #5
cinnamon_lady
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Ich finde nicht, dass man Schulsport abschaffen sollte! So bewegt man sich halt wenigstens 2 mal die Woche. Ich hab damals in den Sachen wo ich gut war auch gute Noten bekommen und bei Dingen die mit Leichtatlethik zu tun haben schlechte (mal abgesehen von Kugelstoßen - da sollte ich sogar mal an Jugend trainiert für Olympia teilnehmen ). Hatte am Schuljahresende meistens ne 3. Und wenn ich sehe, dass die jüngeren Kinder heutzutage weder Rückwärtsrolle noch Hochsprung auf die Reihe kriegen, sollte es eigentlich noch viel mehr Schulsport geben.
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Alt 30.10.2008, 19:25   #6
Miri04
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Tut mir leid aber ich kann euch da überhaupt nicht zustimmen! Dann bewegt man sich wenigstens 2 x die Woche, sorry aber das ist ein Märtyrerkampf wenn man übergewichtig ist und man hat auch nicht wirklich Spaß daran! Vor allem da die meisten Dinge völlig unsinnig sind wie z.B Völkerball oder andere Spiele!!!! Mich haben die Sportstunden eher abgeschreckt als das sie ein sinnvolles Beispiel oder gar ein Anreiz gewesen wären, zum Glück habe ich momentan keinen Sport sonst würde ich mich wirklich ernsthaft nach einer anderen Schulform oder Schule umsehen, wenn ich mich bewegen will, dann tu ich das auch! Aber zwei oder drei mal die Woche "gezwungen" zu werden im Kreis zu laufen oder Bälle auf Andere zu werfen stärkt nicht gerade mein Bewegungsbewusstsein! Zumal der Plan auch gar nicht auf die Belastbarkeit abgestimmt ist, bei uns gab es auch schon mal ein Mädel was beim laufen umgekippt ist und gerade bei Übergewicht weiß man ja nicht wie belastbar man ist! Am schlimmsten ist dieser Ganze Leichtathletikkram, wenn man nicht gerade vor hat Stabhochspringer oder ähnliches zu werden, braucht man das sowieso nicht! Ich weiß nicht, ob es als positive Erfahrung dient, wenn ich auf dem Barren rumklettere!
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Alt 30.10.2008, 19:32   #7
Luxuriousgirl
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der schulsport sollte mehr an die schüler angepasst werden denn wenn man auf etwas keine lust hat dann stengt es einen auch mehr an und wird zur quälerei
bei uns war es so wir wollten volleyball spielen und haben den wunsch geäussert denn immer nur im kreis zu rennen nervt wirklich an, unsere lehrerin meinte dann ja was soll das denn bringen steht nicht auf dem lehrplan und bla... ja super iwann durften wir dann man ne stunde volleyball spielen und alle hatten spass und haben mitgemacht ^^
hat aber nicht viel gebracht denn in der nächsten stunde durften wir dann wieder sinnlos unsere runden drehen
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Alt 30.10.2008, 22:06   #8
HamsterD
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Meiner Meinung nach sollte der Schulsport erhalten bleiben. Es sollte darauf geachtet werden, dass alle Kinder Beweglichkeit, Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit in Bewegungen erlernen, sowie eine gewisse Ausdauer und Kraft aufbauen.
Allerdings ist es kompletter Unsinn, die Schüler zu benoten, da sie einfach viel zu unterschiedlich sind. Also: Sportnoten abschaffen!
Wir haben mal in der sechsten Klasse trainiert, für den Titel "die fitteste Klasse". Dabei ging es darum, bestimmte Sollwerte zu erreichen bzw. sich um eine bestimmte Prozentzahl zu verbessern. Wir haben auch den Titel und das Preisgeld gewonnen, allerdings hat uns die gewonnene "Fitness" nichts gebracht, da wir danach nicht in der Form weiter trainiert haben und uns am "Prüfungstag" einfach nur besonders angestrengt haben, um hier ein paar Sekunden und dort ein paar Zentimeter rauszuschlagen.
Ich habe 2000m Dauerlauf gemacht und lag immer bei etwas über 15 minuten. Für den einen Tag hab ich mich extrem angestrengt, da ich wußte, dass ich danach nichts mehr machen muss (keine Abzeichen oder so), da hatte ich was zwischen 13 und 14 und hab dann das Soll grad so erfüllt Die die den Schnitt zu stark runtergezogen haben wurden von den anderen eher schief angeguckt, das war dann nicht so schön.
Für mich sind solche Klassenwettkämpfe daher etwas, was lieber abgeschafft werden sollte. Den Bundeshugendspielen konnte ich immer entwischen...

Grüße
Dani
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Alt 30.10.2008, 23:11   #9
CosmaShiva
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Schulsport abschaffen? Um Himmels Willen!

Bin absolut pro diesen Ausgleich und Möglichkeit, sich in verschiedensten Sportarten auszuprobieren.
Und bis auf so Ausdauer-Lauf-Sachen war ich ja noch nicht mal schlecht. Kam immer drauf an, was gerade anstand.
Ich ging bis 2002 auf ein Gymnasium in NRW und mein Sportlehrer erklärte mir, dass in der Unter-/Mittelstufe gerade auch das "sich Bemühen" viel in die Note mit einfließt. In der Oberstufe hängen die Noten mehr an vergleichbaren Leistungen nach Zeit/Weite/Strecke etc.
Aber da man Schwerpunktbereiche wähle konnte und eine sehr gute Schwimmerin war konnte ich so andere Defizite gut ausgleichen. Und mein Sportlehrer war immer sehr bemüht mir Möglichkeiten zu geben, meine Note zu pimpen (denn auch Theorie war notenrelevant )
Ich kann mich an ganze 3 Momente Oberstufensport erinnern, wo ich nicht wie alle anderen mitmachen konnte. Eine Station beim Zirkeltraining - da musste man auf so einer dicken Matte rumsteigen. Ging gar nicht. Da bekam ich eine dünnere/härtere. Und einmal so ein Gleichgewichtsmutdingens, wo man sich aus recht hoher Höhe in die Hände der Mitschüler stürzt (hört sich gefährlicher an, als es ist. Muss man wohl mitgemacht haben *fuchtel* ) uuuuund beim Trampolinspringen auf dem großen Trampolin hab ich auch gekniffen.


In der Mittelstufe mussten wir je nach Stufe 15, 30 oder 45 Minuten Dauerlauf machen. War hart. Sehr hart. Aber ich hab es geschafft. Mit Urkunden :P. Im übrigen war man da nicht alleine mit dem rumschlaffen....
Im Ausgleich hatte ich es aber in die Handballschulmannschaft geschafft.
Und ich kam beim Hürdenlauf zwar nie sonderlich hoch aber meine Technik war perfekt.

Wahrscheinlich hatte ich einfach nur Glück mit meinen Sportlehrern......
Außer in der Grundschule. Das war blöd...

Aber das ist bei Musik und Kunst doch ähnlich. Ich konnte früher Noten lesen als Buchstaben. Und hatte die 1 in Musik ab der Grundschule gehortet.
Dafür war ich eine Kunstniete.

In der Schule begegnet einem das doch immer mit den Stärken und Schwächen.
Und als ÜG muss man nicht gleich komplett unsportlich sein.
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"Wenn ich Pinguin bin und mich in der Wüste aufhalte,
dann liegt es nicht an mir, wenns nicht flutscht.
Ich muss nur kleine Schritte machen zu meinem Wasser,
und dann muss ich springen:
Und dann weiß ich wie es sich anfühlt, in meinem Element zu sein."
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Alt 31.10.2008, 09:33   #10
Rapidmovement
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Ich fand Schulsport immer gut. Klar, wenn man dick ist, kann man einfach nicht die körperliche Leistung eines Normalgewichtigen bringen, aber dennoch kann man sich anstrengen und einfach sein bestes geben!

Ich hatte in Sport immer ne 2! Nicht weil ich sportlich bin, sondern weil ich mich angestengt habe! Sowas sehen die Lehrer nämlich auch.

Wenn Du gleich vorweg mit so einer "Ich bin dick, ich kann das nicht" Einstellung aufläufts, wird Dich Dein Lehrer auch nicht gut benoten.

Das kann man übrigens auch auf das restliche Leben übertragen!
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Alt 31.10.2008, 13:27   #11
funkyness
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Zitat:
Zitat von Rapidmovement Beitrag anzeigen
Wenn Du gleich vorweg mit so einer "Ich bin dick, ich kann das nicht" Einstellung aufläufts, wird Dich Dein Lehrer auch nicht gut benoten.

Das kann man übrigens auch auf das restliche Leben übertragen!

Na, jetzt mal vorsichtig, eigentlich ergibt sich doch schon aus dem ganzen Thread ein klares Bild - es kommt auf den jeweiligen Lehrer an.

Ich hatte eine Sportlehrerin, die es begrüßte, dass ich mich wenigstens richtig 'reingehängt habe, auch wenn das Ergebnis (insbesondere in so Disziplinen wie Turnen oder Leichtathletik) durhaus meinem Körperumfang entsprach. Meine Note war nicht berauschend, aber auch nicht grottenschlecht.

Genauso durfte ich mir aber auch zwei Schuljahre eine Dame antun, der meine Bemühungen völlig schnuppe waren. In ihren Augen war ich der dicke, unbewegliche Junge, der ja eh nichts auf die Reihe brachte - Anstrengen hin oder her.

Daher sollte man sich meiner Meinung nach vor so pauschalen Alle-Leherer-benoten-soundso-Aussagen hüten.
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Funkyness
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Alt 31.10.2008, 13:40   #12
Alioshya
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Ich kann da Rapidmovement auch nicht zustimmen - siehe vor allem das von mir angebrachte Beispiel mit dem Jazztanz. Dann hattest du wohl Glück mit deinen Sportlehrern, Rapid...
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Alt 31.10.2008, 14:00   #13
Miri04
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Ich kann eure Argumente immer noch nicht nachvollziehen! Bin immer noch für die strikte Abschaffung des Schulsports, bei uns hat man sich nun zum Glück auf die wirklich wichtigen Dinge konzentriert die man auch braucht um vielleicht zu studieren/eine Ausbildung zu machen!! Und zum ersten mal fühl ich mich richtig wohl in der Klasse, hab direkt Freunde gefunden! Schulsport ist doch eine bloße Zurschaustellung und spaltet die Klasse auseinander! Das fand ich schon in der Grundschule, einfach nur grauenhaft! Mein Gott, wenn ich Lust habe Volleyball zu spielen dann such ich mir einer Volleyballgruppe in meinem Ort, aber ich will doch nicht gezwungen sein, mit einer Horde Teenies im Kreis zu rennen und die unsinnigsten Übungen zu machen und für die Schule setz ich gewiss meine Gesundheit auf's Spiel!!
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Alt 31.10.2008, 14:07   #14
cinnamon_lady
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Also wir mussten nicht die ganze Zeit rennen. Wir haben die letzten 2 Jahre nach unserer Wahl Sport gehabt (zumindest die meisten, ich bin damals wegen Überbelegung in Geräteturnen gerutscht...) und wir haben dann tatsächlich über ein halbes Jahr Ballsportarten gemacht. Ausdauerlauf musst auch mal sein (einmal im Schuljahr?). Und wir haben auch immer Ausgleichsmöglichkeiten bekommen (wer die Kletterstange nicht hochkam, durfte sich ein paar Minuten dranhängen und die Leistung wurde so gemessen/wer keinen Handstand konnte, konnte sich eine Ausgleichsübung aussuchen...). Und wer eh schon unsportlich ist, geht auch nicht Volleyball spielen oder so.

Gesundheitlich gefährdet haben mich die Übungen in der Schule nicht mehr, als andere Sport. Ich hab mir mal einen Bänderriss zugezogen, weil ich umgeknickt bin. Aber das hätte mir sonst auch passieren können. Es ist nun mal nicht sinnvoll, sich schon in der Schule auf spezielle Sachen zu konzentrieren. Dafür ist im Studium oder in der Ausbildung Zeit. Was ist denn mit denen, die mal in Richtung Sport studieren wollen? Mathe fällt jetz auch nicht aus, nur weil manche nicht gut darin sind. Die Argumentation hinkt.
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Alt 31.10.2008, 14:20   #15
Alke
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Zitat:
Zitat von Miri04 Beitrag anzeigen
Mein Gott, wenn ich Lust habe Volleyball zu spielen dann such ich mir einer Volleyballgruppe in meinem Ort, aber ich will doch nicht gezwungen sein, mit einer Horde Teenies im Kreis zu rennen und die unsinnigsten Übungen zu machen und für die Schule setz ich gewiss meine Gesundheit auf's Spiel!!
Also mal ganz langsam:

1. Wie soll ein Kind/Jugendlicher entscheiden, dass er Lust auf Volleyball hat, wenn er das nie ausprobieren konnte? (Oder eben Badminton, Basketball etc)

2. Auch unsinnige Übungen haben zum Teil einen Sinn, auch wenn der sich Dir vielleicht nicht erschließt direkt.

3. Niemand sagt, dass Du Deine Gesundheit aufs Spiel setzen sollst im Schulsport! Jeder Mensch hat körperliche Grenzen, (wenn auch sehr unterschiedliche) und es ist niemals Sinn vom Schulsport, diese so zu überschreiten, dass Du Dich gefährdest.

Jetzt wirst Du vielleicht sagen: "Ja, aber...", aber der Fakt ist einfach, dass Du unterscheiden solltest zwischen Schulsport in der Grundschule/Unterstufe/Mittelstufe und der Oberstufe/Berufsschule etc. Abgeschafft werden sollte der Schulsport bei den ersteren auf keinen Fall! Denn grade bei Kindern ist die körperliche Bewegung super wichtig, grade auch als Ausgleich zur geistigen Konzentration in der Schule. Vor allem die von Dir so verpönten Ballspiele sollen eben einfach Spaß machen, nicht die sportliche Höchstleistung als Ziel haben, sondern den Spaß am Miteinander, Spaß an Bewegung etc. Aber grundsätzlich ist es natürlich so, dass es auch in Sport genauso wie in allen anderen Fächern total auf den Lehrer ankommt.
Alke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2008, 14:31   #16
Rapidmovement
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Zitat:
Zitat von funkyness Beitrag anzeigen
Na, jetzt mal vorsichtig, eigentlich ergibt sich doch schon aus dem ganzen Thread ein klares Bild - es kommt auf den jeweiligen Lehrer an.

Ich hatte eine Sportlehrerin, die es begrüßte, dass ich mich wenigstens richtig 'reingehängt habe, auch wenn das Ergebnis (insbesondere in so Disziplinen wie Turnen oder Leichtathletik) durhaus meinem Körperumfang entsprach. Meine Note war nicht berauschend, aber auch nicht grottenschlecht.

Genauso durfte ich mir aber auch zwei Schuljahre eine Dame antun, der meine Bemühungen völlig schnuppe waren. In ihren Augen war ich der dicke, unbewegliche Junge, der ja eh nichts auf die Reihe brachte - Anstrengen hin oder her.

Daher sollte man sich meiner Meinung nach vor so pauschalen Alle-Leherer-benoten-soundso-Aussagen hüten.
Nunja, die Threaderstellerin plädierte ja gleich drauf den Schulsport abzuschaffen. Da drängte sich mir der Gedanke auf, das sie auch nicht sonderlich motiviert ist, sich in diesem Fach anzustregen.

Das jeder Lehrer anderes ist, steht außer Frage, stimme ich auch zu!

Ich war immer schlecht in Mathe, hab mich immer gefragt wie mich binomische Formeln im Leben weiter bringen. Zurecht, bis heute hab ichs nicht mehr gebraucht! Abder deshalb gleich den Mathe Unterricht abschaffen?
Rapidmovement ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2008, 14:49   #17
Susi 250
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Ginge es nach mir würde an unseren Schulen der Sportunterricht gleichzeitig mit dem Religionsunterricht abgeschafft werden. Damit würde ne hübsche Stange Geld, Zeit und Lehrer zur Verfügung stehen. Unsere Schulen sind teilweise so marode und es fallen soviele Stunden aus, das ich nicht weis wie man Geld und Zeit für Sportunterricht und Religion verplempern kann.

Wenn man möchte ds sich Schulkinder mehr bewegen dann ware es aus meiner Sicht wesentlich effektiver die Schulanlagen so zu gestallten das Kinder und Jugendliche durch das Angebot zu mehr Bewegung animiert werden. Und ich denk mal das unterm Strich Geld übrig bleibt. (Kirchen sollen bitteschön für ihre Propaganda selbst aufkommen!) Was wär das herrlich wenn dieses dafür aufgewendet würde um Schwimmbadbesuche und Vereinsmitgliedschaften für alle erschwinglich zu machen.

Und Schulsport als Entscheidungshilfe? Dafür ist er doch zu einseitig. Ich bin als Kind viel Rad gefahren, (und hatte Klassenkameraden die das organisiert im Verein taten) Rollschuh gelaufen, geschwommen und geritten. Bis auf seltene Schwimmbadbesuche war das alles im Schulsport nicht vorgesehen. Fechten würd ich heut noch gerne ausprobiern. Gabs auch nciht an der Schule. Auser Leichtathletik, Geräte/Bodenturnen, Gymnastik und Mannschftsspiele mit Ball gabs nicht viel anderes.
Susi 250 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2008, 16:26   #18
celester
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Man man...da les ich seit einiger Zeit mal wieder ein paar neue Threads und was seh ich *meckermeckermecker* von Miri

Klar kann ich verstehen, dass einen Schulsport frustrieren kann aber abschaffen?! Ehm...du willst evtl. studieren und meinst Schulsport schadet deiner Gesundheit? Wenn ich deine Beiträge so lese, klingt das nicht so als würdest du überhaupt Sport machen (ja ja, ich weiss, 40 minuten Schulweg) Wenn du erst mal stundenlang über irgendwelchen Büchern hockst...ja bei den meisten wird es an der Uni (viel) mehr Arbeit als in der Schule...brauchst du einfach nen Ausgleich...Sport mein ich.
Und dick hin oder her, sich aufzuregen, weil man die Kids wenigstens 2 mal die Woche zum Sport kriegen will...find ich irgendwie seltsam.

Aber allgemein stimm ich zu...es hängt leider viel vom Lehrer ab und vielleicht wär ne Benotung aufgrund...naja vielleicht prozentualer Verbesserung im Laufe des Schuljahres (zumindest für die "Unsportlichen") besser...oder Noten ganz abschaffen

Net nur jammern...häng dich mal rein dann kommts dir vielleicht auch nicht mehr wie die reinste Qual vor...und wenn dein Lehrer echt so unfair und schei** ist, dann halt gucken, ob du nicht nen anderen kriegen kannst.
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Alt 31.10.2008, 17:38   #19
Mendi
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Zitat:
Zitat von Rapidmovement Beitrag anzeigen
´
Ich hatte in Sport immer ne 2! Nicht weil ich sportlich bin, sondern weil ich mich angestengt habe! Sowas sehen die Lehrer nämlich auch.
Hallo

klar manche schon, aber je nach Lehrer bekommt man trotzdem eine fünf, selbst wenn man sich anstrengt. Wie ich in der neunten Klasse, ausgerechnet in dem Zeiugnis, mit dem ich mich dann um eine Lehrstelle bewerben mußte. Die ganze Klasse hat dagegen protestiert, der Vertrauenslehrer und der Rektor konnten und/oder wollten dagegen nichts unternehmen. Ich bekam trotzdem eine Lehrstelle, wurde aber natürlich immer auf die fünf angesprochen.

Generell finde ich Sportunterricht trotzdem gut und nötig, allerdings wäre ich dafür Jungen und Mädchen getrennt zu unterrichten, weil doch die körperlichen Gegebenheiten unterschioedlich sind.
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Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
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Alt 31.10.2008, 18:59   #20
cinnamon_lady
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Das mit der Geschlechtertrennung war bei uns oft der Fall. Da wurden zwei Klassen unterrichtet und auf einer Seite die Jungs und auf der anderen die Mädchen. Als wir uns dann spezialisiert hatten, ging das natürlich aufgrund der wenigen Schüler nicht mehr. Aber es gab unterschiedliche Leistungstabellen für Jungs und Mädchen. Das ist doch üblich.
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Alt 01.11.2008, 08:58   #21
mmmbaerbl
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Schulsport steht und fällt mit dem Sportlehrer.
Wenn ich so zurückdenke ,hatte ich eine tolle Sportlehrerin. Sie hat mich immer ermutigt, diese oder jene Bodenübung doch zu versuchen, obwohl ich ein dickes Kind war.
Meistens konnte ich nach ein wenig Übung wirklich fast alles was sie mir vorgeschlagen hat. Alles was mit Kraft und Beweglichkeit zu tun hatte fiel mir leicht.
Laufen und Springen war hingegen nicht mein Ding, aber auch hier hat sie mich eher ermutigt.
So war ich im Schulsport bei der Benotung sogar bei den Klassenbesten.

Wenn ich heute so meine Tochter beobachte, die schlank und sehr sportlich ist, dann bin ich mir sicher, dass Sport wirklich nur vom Sportlehrer abhängt, ob der Unterricht und dann auch die Noten gut sind.
Wenn sie in einem Jahr ne Eins hat und in Folgejahr dann eine Drei, da der Sportlehrer gewechselt hat, sagt das fast alles aus.
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Alt 01.11.2008, 09:26   #22
tanja0581
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Wie kannman nur verlangen das der Sportunterricht abgeschafft wird, weil man als dicker Mensch bloßgestellt oder vorgeführt wird und gar nicht gut sein kann?? Dann müsste man ja auch den Matheunterricht abschaffen! Denn auch hier gibt es ganz viele Menschen, welche überhaupt kein mathematisches Denken besitzen und ja auch vorgeführt werden wenn sie an die Tafel müssen. Oder Englisch oder Pyhsik oder Chemie oder Musik oder oder oder...
Wie blöd würden wir alle sterben, wenn wir nur noch das lernen würden, was uns Spaß macht??
Im Gegenteil: es müsste noch mehr Sport geben, da die meisten Kinder und Jugendliche in Sort echte Nieten sind!

Ich stimme allerdings zu, das es sehr auf den Sportlehrer ankommt. Er sollte auch die Motivation beurteilen und mit in die Note einfließen lassen.

Das man als dicker Mensch nicht so sportlich ist wie die meisten anderen, und ich nehme mich da gar nicht raus, ist doch klar. Also warum sollte man auch nicht dazu stehen. Wenn ich z. B. total außer Atem bin, weil ich nur drei Stockwerke hoch laufen muss und mich jemand fragt was los ist, sage ich das auch:
"Ich trage fast 100% Übergewicht mit mir rum, da merkt man das schon bei solchen Kleinigkeiten wie dem Treppen steigen."
Ich meine alles andere wäre doch eine Lüge in meiner Situation. Und wenns mich mal so sehr ärgern würde...dann könnte ich immer noch versuchen abzunehmen...
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Alt 01.11.2008, 09:51   #23
stübbken
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Zitat:
Zitat von mmmbaerbl Beitrag anzeigen
.....Wenn sie in einem Jahr ne Eins hat und in Folgejahr dann eine Drei, da der Sportlehrer gewechselt hat, sagt das fast alles aus.
Ein Lehrer ist ein Lehrer ist ein Lehrer......(frei nach Gertrude Stein)


stübbken
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Alt 01.11.2008, 12:09   #24
HamsterD
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Auch als dicker Mensch kann man häufig die gleichen Leistungen erzielen für ein schlankerer. Ich habe bei mir nur festgestellt, dass ich länger brauche, um den gleichen Fitnesslevel zu erreichen und manche Beweglichkeitsübungen nicht ganz so ausfallen wie ich es gern hätte - einfach, weil da was im Weg ist. Ob man seine Zehen aus dem Stand berühren kann hängt aber durchaus mit entsprechendem Training zusammen, welches man schon als Kind erhalten hat, würde ich sagen...
Meine Schwester kann zB immer noch von uns dreien am besten und einfachsten Balanceübungen machen, da sie mal einige Zeit Gleichgewichtstraining als Kind gemacht hat. Ich bin immer noch sehr beweglich, auch wenn ich es jahrelang nicht trainiere - ich habe lange Zeit als Kind geturnt. Eine Freundin von mir hat einige Zeit Balettunterricht als Kind gemacht - Spagat kann sie wenn sie "warm" ist immer noch ohne Probleme.
Mir ist bewußt, dass dies nicht repräsentativ ist. Von anderen habe ich immerhin bis jetzt ähnliches mitbekommen. Es spricht für mich zumindest dafür, dass man als Kind nach Möglichkeit Sport machen sollte, wo man Beweglichkeit lernt - ehe man dann erstmal irgendwann womöglich die Lust an Sport verliert

Grüße
Dani
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Alt 01.11.2008, 15:00   #25
romanticle
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Grinsen hey

Huhu

Ich bin auch kein Fan vom Schulsport ganz im Gegenteil,aber trotzdem finde ich er sollte auf keinen Fall komplett abgeschafft werden,da sich sonst einige Kinder/ Jugendliche gar nicht mehr sportlich betätigen würden.
Ich fande gerade Bodenturnen,Ausdauer und Leichtatletik total blöd. In meiner jetzigen Schule wird der Schulsport sehr mild gehanthabt wir dürfen uns meistens aussuchen ob wir lieber Federball,Fußball oder auch Hockey usw spielen möchten. Manchmal gehen wir auch laufen,aber da verstecke ich mich manchmal (wir sind zwei Klassen da fällt das nicht auf) oder ich jogge gaanz langsam (ist auch okay) mit.
Am tollsten ist immer das Gefühl wenn man fertig ist und sich denkt " 7 Tage wieder Ruhe"
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Alt 02.11.2008, 12:40   #26
radio-pirat
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habe den schul sport auch nie so gemocht , aber ich bin nie so weit gegangen das ich sagen muesste das ich es mit machen wollte , oder das ich dafür bin das er abgeschaft werden müsste
es hat noch keinen was ausgemacht wenn er sich ein wenig bewegen tut was ich heute auch noch mache schimmen rad hareh U S W

gruss vom neuen aus hessen
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Alt 02.11.2008, 13:32   #27
Ruby-Rubens
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Auch ich finde, dass der Schulsport auf gar keinen Fall abgeschafft werden sollte!

Der Trend, seine Freizeit eh nur noch vor dem PC oder dem Fernseher zu verbringen, anstatt sich "auszutoben" und zu bewegen, ist schon viel zu weit fortgeschritten.
Man braucht für alles auch einen Ausgleich ...
Das betrifft im Übrigen nicht nur die Schüler ...

Im Übrigen habe ich, als ich noch jung war und zur Schule ging, bei den Bundesjugenspielen fast immer eine Ehrenurkunde mit nach Hause gebracht ...

Also, Dicke sind nicht unbedingt unsportlich!

Greetings,
Ruby
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Alt 02.11.2008, 14:47   #28
Blumentopf
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Ich bin Lehrerin. Nicht für Sport, aber dennoch ist mir die Problematik bekannt.
Auch wenn ich teilweise schrecklich Erinnerungen an meinen früheren Sportunterricht hatte (es gibt aber auch gute), bin ich entschiedent GEGEN die Beschaffung.

An meiner Schule (Grundschule) gibt es mittlerweile sogar Sportförderunterricht. Immer mehr Kinder haben motorische Probleme (das hat nichts mit dich oder dünn zu tun).
Ein guter Sportlehrer lässt den individuellen Lernfortschritt der Kinder mit in die Note einfließen.
Natürlich sind dicke Kinder im Sportunterricht oft im Nachteil. Jedoch ist das selbe auch auf andere Fächer übertragbar. Ein Kind mit Leseschwierigkeiten fühlt sich unter Umständen immer unwohl, wenn es uns Lesen geht.

Guter Sportunterricht der alle Schüler intregegriert ist stark vom Lehrer abhängig, das sehe ich ein.

Ein Kind, dass sich anstrengend, in die Gruppe integriert und sozial mit den anderen umgeht, wird bei einem anständigen Lehrer nie eine sehr schlechte Note erhalten.

Ich denke es ist wichtig in den unteren Klassen den Kindern einen guten Überblick über die Sportmöglichkeiten zu geben und sie in höheren Klassen nach Stärken wählen zu lassen. Da gibt es auch für Dicke Möglichkeiten sich einzubringen: Badminton, Schwimmen, Tanzen, Kanu...

Auch Relegion abzuschaffen ist Quatsch (auch ich glaube nicht an Gott und habe mit Kirche nichts am Hut) DENNOCH sollte den Kindern ein möglichst breites Feld geboten werden, das gehört zum Allgemeinwissen und bietet einen Überblick für die spätere Berufwahl. Dazu gehört auch das Feld Sport und Religion genauso wie der musisch-künstlerischer Bereich usw.

Je nach Möglichkeiten, würde ich Eltern empfehlen ihr Kind je nach Neigung und Fähigkeiten auf eine dementsprechende Schule zu schicken.
Es gibt z.B. Schulen, die stark im sportlichen Bereich fördern oder mathematischen oder oder oder....Schulen mit "außergewöhnlichen" Fremdsprachen...

Schlimm finde ich immer die Eltern, die behaupten das ein Fach wichtiger ist als ein anderes und das es Geldschwendung ist für dieses unwichtige Fach Geld auszugeben. JEDES Fach hat seine Daseinberechtigung, weil jedes Fach einigen Schülern ein Feld bietet, dass in ihren Praferenzbereich liegt. Außerdem müssen viele Schüler in ihre Neigungen in der Schule erst noch finden.
Blumentopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2008, 14:54   #29
Blumentopf
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Ich bin Lehrerin. Nicht für Sport, aber dennoch ist mir die Problematik bekannt.
Auch wenn ich teilweise schrecklich Erinnerungen an meinen früheren Sportunterricht hatte (es gibt aber auch gute), bin ich entschiedent GEGEN die Beschaffung.

An meiner Schule (Grundschule) gibt es mittlerweile sogar Sportförderunterricht. Immer mehr Kinder haben motorische Probleme (das hat nichts mit dich oder dünn zu tun).
Ein guter Sportlehrer lässt den individuellen Lernfortschritt der Kinder mit in die Note einfließen.
Natürlich sind dicke Kinder im Sportunterricht oft im Nachteil. Jedoch ist das selbe auch auf andere Fächer übertragbar. Ein Kind mit Leseschwierigkeiten fühlt sich unter Umständen immer unwohl, wenn es uns Lesen geht.

Guter Sportunterricht der alle Schüler intregegriert ist stark vom Lehrer abhängig, das sehe ich ein.

Ein Kind, dass sich anstrengend, in die Gruppe integriert und sozial mit den anderen umgeht, wird bei einem anständigen Lehrer nie eine sehr schlechte Note erhalten.

Ich denke es ist wichtig in den unteren Klassen den Kindern einen guten Überblick über die Sportmöglichkeiten zu geben und sie in höheren Klassen nach Stärken wählen zu lassen. Da gibt es auch für Dicke Möglichkeiten sich einzubringen: Badminton, Schwimmen, Tanzen, Kanu...

Auch Relegion abzuschaffen ist Quatsch (auch ich glaube nicht an Gott und habe mit Kirche nichts am Hut) DENNOCH sollte den Kindern ein möglichst breites Feld geboten werden, das gehört zum Allgemeinwissen und bietet einen Überblick für die spätere Berufwahl. Dazu gehört auch das Feld Sport und Religion genauso wie der musisch-künstlerischer Bereich usw.

Je nach Möglichkeiten, würde ich Eltern empfehlen ihr Kind je nach Neigung und Fähigkeiten auf eine dementsprechende Schule zu schicken.
Es gibt z.B. Schulen, die stark im sportlichen Bereich fördern oder mathematischen oder oder oder....Schulen mit "außergewöhnlichen" Fremdsprachen...

Schlimm finde ich immer die Eltern, die behaupten das ein Fach wichtiger ist als ein anderes und das es Geldschwendung ist für dieses unwichtige Fach Geld auszugeben. JEDES Fach hat seine Daseinberechtigung, weil jedes Fach einigen Schülern ein Feld bietet, dass in ihren Praferenzbereich liegt. Außerdem müssen viele Schüler in ihre Neigungen in der Schule erst noch finden.
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Alt 02.11.2008, 15:36   #30
Lilja
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Schulsport abschaffen? Auf keinen Fall.
Klar, macht es nicht immer Spaß, aber ich sehe das so wie einige andere hier: Solche Situationen gibt es in jedem Fach.
Allgemein fand ich den Sportunterricht in der Oberstufe am besten, man konnte sich den Kurs aussuchen, der einem am meisten lag, und einem auch am meisten Spaß gemacht hat. So hatte eigentlich jeder die Möglichkeit in Sport eine gute Note zu erlangen.
Leider hängt sowas auch immer von den Angebotsmöglichkeiten der Schule ab.
Unter allen Lehrern gibt es "schwarze Schafe", die nur die Leistung und nicht die Bemühung des Schülers in die Note einfließen lassen.
Jedoch gibt es diese "schwarzen Schafe" eigentlich in jedem Beruf... So ist das Leben

Immer nur rumhocken wäre doch auch langweilig, oder? Gerade jüngeren Kindern tut es gut, sich mal richtig bewegen zu können, da sie von zuhause aus nicht immer die Möglichkeit haben, einem Verein beizutreten o.ä.

Und auch stimme ich der Aussage zu, dass man durch den Schulsport entdecken kann, welche Sportart einem Spaß macht, grade durch die vielfältigen Angebote von Ballsportarten, Turnen etc...
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Alt 03.11.2008, 05:45   #31
Alke
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Offtopic:
Zitat:
Zitat von Blumentopf Beitrag anzeigen
Ich bin Lehrerin. Nicht für Sport,
Und ich hoffe auch nicht für Deutsch bei den grausigen Rechtschreibfehlern in Deinem Text....

zum Thema:
Finde es eh fatal zu schließen, dass jeder Dicke unsportlich ist, da muß man ja nur mal hier ins Unterforum Sport gucken um das Gegenteil zu lesen. Daher sollte man auch nicht davon ausgehen, dass jeder Dicke früher im Sportunterricht ein Totalversager war...
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Alt 03.11.2008, 07:53   #32
BorussenNici
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Standard Mitschüler entscheiden

Hallo!

In den Beiträgen vorher hat sich sozusagen ein Grundtenor gebildet, der besagt, dass der Lehrer für die Freude am Schulsport entscheidend ist. Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich sagen, dass die Mitschüler viel wichtiger sind.

Ich selbst habe sowohl in der Grundschule als auch vor allem in der Realschule tolle Klassenkameraden gehabt. Ich war auf einer sehr konservativen Realschule. In unserer Klasse gab es kein Mobbing, sondern viel Verständnis füreinander. So hatten wir drei "Zeugen Jehovas" in unserer Klasse, die natürlich in vielen Dingen nicht am üblichen Ablauf teilnehmen konnten, aber dennoch voll integriert waren. Dann hatten wir einen Jungen, der Legastheniker war und Angst vorm Schwimmen hatte, sich nach 8 Metern schon wieder am Beckenrand festgeklammert hat. Dann gab es noch einen Jungen mit einem Feuermal (weiß leider die Fachbezeichnung nicht) im Gesicht und mich mit meinem Übergewicht. Niemand von uns wurde gemobbt. Ganz im Gegenteil, wir wurden unterstützt. Am Ende von 800 Meter - Läufen sind immer welche, auch Jungen, die letzte Viertelrunde mit mir mitgelaufen (also sie waren noch mal zurückgelaufen nach ihrer Strecke) um mich zu unterstützen, die anderen haben mich angefeuert. Es gab schreckliche Sportlehrer und Sportlehrerinnen, aber das trat für mich völlig in den Hintergrund, weil man sich in der Klasse geborgen fühlte. Und die Angst im Sportunterricht blamiert zu werden, ist wohl dann am größten, wenn man Angst hat, dass die anderen Schüler lachen oder darüber rumtratschen.

Diese Schule ist wie gesagt, sehr konservativ, was als Schüler in vielen Dingen auch unangenehm ist, aber es hat den Vorteil, dass Kinder aus bestimmten Elternhäusern dorthin geschickt werden. Und diese Elternhäuser teile ich nicht nach finanziellen Dingen ein, sondern das Dinge wie Anstand, Mitgefühl, Respekt und Leistungsbereitschaft den Kindern mitgegeben wird. So gab es an der Schule auch einen stotternden Lehrer, der von seinen Schülern heiß und innig geliebt wurde.

Als ich dann später an die gymnasiale Oberstufe eines Wirtschaftskollegs wechselte, kippte die Stimmung. Dort gab es Mobbing, Lästereien über alles und jeden und im Sportunterricht. Der Sportlehrer war früher Leistungssportler (Profi) und schrecklich. Der ist auch weit über den Ort bekannt. Mir ist damals lange die Respektlosigkeit gegeneinander an dieser Schule sauer aufgestoßen. Ich war es weder gewöhnt, dass die Schüler zum Ende der Stunde hin beim Gong alles zusammenpacken und gehen, gleich ob der Lehrer die Stunde beendet hat oder nicht, noch war ich die Inkompetenz und teilweise schlechte Vorbereitung der Lehrer gewöhnt.

Abschließend möchte ich sagen, bin ich meinen Klassen an der Grundschule und der Realschule sehr dankbar. Ihnen habe ich es wohl zu verdanken, dass ich auch heute ohne Komplexe in Schwimmbäder oder aktuell zum Sport gehe. Und das ist wohl das Beste, was man aus seiner Schulzeit mitnehmen kann, wenn ich mir hier die Threads anschaue mit dem Thema: "Geht ihr Schwimmen?".

Viele Grüße

Nici

Geändert von BorussenNici (03.11.2008 um 07:56 Uhr) Grund: zwei Buchstaben waren unverschämterweise nicht an ihrem Platz!
BorussenNici ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2008, 18:21   #33
Ritschgi
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Wenn ich das so höre, hatte ich ja richtig Glück mit meinen Sportlehrern. Wir mussten zumindest gegen Ende meiner Schulzeit kaum noch so Sachen wie Bodenturnen oder Geräteturnen machen. Darin war ich vielleicht in der Grundschule gut, aber das war’s dann auch.
Ich hatte aber auch das Glück das eine meiner Sportlehrerinnen noch kleiner und stattlicher war als ich. Also war Handball, Volleyball usw. angesagt und da kann jeder mitmachen und sollte das auch. Nur benotet gehört nicht die Leistung sondern der Grad der Anstrengung.
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Alt 05.11.2008, 00:09   #34
leipreachans
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Ich denke, dass Schulsport viel mit der eigenen Motivation zu tun hat: In der 12. hatte ich auch eine Sportlehrerin, die ihre Vorurteile immer in der Mittagpause zuvor löffelweise zu sich genommen hat und auch meine Mitschüler waren nicht wirklich eine große Unterstützung, aber Herausforderungen sucht man sich ja selbst . Trotzdem habe ich 12 und 13 Punkte auf dem Konto gehabt, auch wenn andere mit gleicher Leistung 13 und 14 hatten. Ja mei, ich glaub, ich kann trotzdem mit beidem zufrieden sein.

Man darf sich halt für nichts zu schade sein: Man muss immer dabei sein und kontinuirlich seine Leistung abrufen, auch wenn es sich um Geräteturnen, rythmische Sportgymnastik oder Hochsprung (im Übrigen die Sachen, die ich neben den Ballsportarten supergern gemacht habe) handelt.
Ich wiege vielleicht mehr als viele meiner Freunde, trotzdem bin ich viel sportlicher und brauche das auch um meine überschüssige Energie loszuwerden. Auch das brauchen Kinder: Dann gehen sie viel ausgeglichener in den Unterricht oder nach Hause zum Hausaufgaben machen.

Man darf nur nicht alles von vorn herein schlecht machen: Wie hier über Sportarten teilweise geredet wird, rufen in mir die schlimmsten Vorurteile hervor, sowohl ich eigentlich davon überzeugt bin, dass mindestens genauso viele Dicke sportlich sind bzw. sportinteressiert sind, wie Dünne.

Nur weil einem ein Fach nicht liegt, kann man es nicht gleich abschaffen: Dann kommen die Nächsten mit Kunst und Musik, da sie nicht singen oder zeichnen können. Ich denke, dass zu einem Abschluss an einer Schule (ob nun Gymnasium, Realschule oder Hauptschule) auch eine sportliche und künstlerische Ausbildung gehört.

Die Kritik, dass der Sportunterricht zu leistungsorientiert ist, kann ich nachvollziehen, auch wenn ich jetzt nicht die Probleme damit hatte. Es gibt einfach zu viele Schüler, die mit dem Bewertungssystem ihre Probleme haben, was aber nicht figurabhängig ist. Zumindest ist das meine Erfahrung.
leipreachans ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 09:32   #35
Cornmaid
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Also ich bin auch gegen den Schulsport. Hab es immer gehasst. Ich war eh Außenseiter in der Klasse und beim Sport war ich immer so richtig schönes Angriffsziel für die A-Löcher.
Davon ab gab es dann später die Aufteilung Sport Jungen und Sport Mädchen. Die Mädchen haben so eine Kacke wie Barren und Bodenturnen gemacht, die Jungen eher Ballspiele und sowas. Ich mag beides zwar nicht, aber von der Beweglichkeit hätte ich lieber bei den Jungen mitgemacht. War eh schon schlecht im Sport, aber solche Verrenkungen auf dem Stufenbarren waren total unmöglich.
Ich würde es besser finden, wenn es sowas gäbe wie in Amiland. Sport ja, aber das man sich das mehr aussuchen kann. So AG mäßig eben und eben ein größeres Angebot. Schwimmen, Ballspiele ect.
Eigentlich bin ich ja auch gegen Pflichtveranstaltungen. Wer im Schulsport gezwungen wird und keinen Bock hat, der wird als Erwachsener erst recht kein Sport machen.
Mir ist auch gründlich die Lust am Sport vergangen, als ich erfahren habe, dass die Punkte für die Bundesjugendspiele teilweise an Olympia Leistungen orientiert sind. HALLO?!?
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Alt 11.11.2008, 10:51   #36
cinnamon_lady
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Zitat:
Ich würde es besser finden, wenn es sowas gäbe wie in Amiland. Sport ja, aber das man sich das mehr aussuchen kann. So AG mäßig eben und eben ein größeres Angebot. Schwimmen, Ballspiele ect.
Eigentlich bin ich ja auch gegen Pflichtveranstaltungen. Wer im Schulsport gezwungen wird und keinen Bock hat, der wird als Erwachsener erst recht kein Sport machen.
Ich glaube nicht, dass sich da die Kinder einschreiben, die sowieso unsportlich sind und dass diese Kinder den Sport nicht lieber vermeiden...
cinnamon_lady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 12:34   #37
celester
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Zitat:
Zitat von cinnamon_lady Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, dass sich da die Kinder einschreiben, die sowieso unsportlich sind und dass diese Kinder den Sport nicht lieber vermeiden...
Also an den Schulen, die ich so in meinem Auslandsjahr kennengelernt hab, zählt Sport als Pflichtkurs...d.h. jeder muss aber man kann aussuchen, was man will. Z.B. gab es auch "Gerätetraining" also Hanteln und Mukkimaschinen...das geht als Dicker auch ohne Einschränkungen
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Alt 11.11.2008, 13:59   #38
Loveroffatties
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Sorry... aber Schulsport abschaffen... DAS GEHT GAR NICHT!

ABER... neue Konzepte müssen her.

Warum hat denn noch niemand daran gedacht, die Schüler einer Jahrgangsstufe, die sowieso oft parallel Sport haben, in verschiedene Gruppen einzuteilen???
Man könnte sich verschiedene Modelle vorstellen:
--> Einteilung nach Leistungsfähigkeit... dann könnten die, die auch außerhalb der Schule im Verein Sport treiben und gefordert werden wollen, noch etwas dazulernen... und die, die nicht so sportlich sind, könnte man z.B. in Koordination schulen oder ihnen Gesundheitssport anbieten.
Ich kenne von meinem Sohn das gegenteilige Problem... auch das wäre dann gelöst: Er liebt Sport und ist richtig gut... nur lernt er kaum was, weil man den Sportunterricht an der breiten Masse ausrichtet... also fühlt er sich permanent unterfordert. In einer "Leistungsgruppe" wäre er viel besser aufgehoben.

--> Einteilung nach Neigung

Auch die Notengebung könnte man anpassen... d.h. es werden eben nicht alles Schüler mit der gleichen Leistungstabelle bewertet... sondern man überlegt sich neue Konzepte. Warum soll das hier nicht möglich sein??? Es soll doch darum gehen, dass jeder Freude an der Bewegung hat und Gelegenheit zu Bewegung bekommen... und nicht darum, nur die bloße Leistung zu messen. Ganz abgesehen davon... wenn ein dicker Jugendlicher beim 1000 Meter Lauf 3 Minuten mehr braucht, wie die Sportskanone, hat er womöglich füs seine Verhältnisse die gleiche Leistung erbracht. Das sollte man auch honorieren. Sport ist doch nicht gleich Deutsch... und selbst da werden für Schüler mit Lese-Rechtschreib-Störung eigene Bewertungskriterien verwendet... warum also nicht für übergewichtige Schüler???

Ach und übrigens... wer Sport ganz abschaffen will, weil man es nicht braucht oder weil es von Talent etc abhängt... dann muss man auch Musik und Kunst abschaffen... und Religion auch noch und überhaupt...
Das kann ja auch nicht das Ziel sein!

LG
Loveroffatties

@Fräulein Wunder:
Selbstverständlich werden Goethe und Schiller auch außerhalb des Leistungskurs gelesen... also keine Sorge
__________________
Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft - das ist eine Weltanschauung. (Kurt Tucholsky)
Loveroffatties ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 14:18   #39
rebirth
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Ich bin auch gegen die Abschaffung des Schulsports.
Hab an das Fach eigentlich fast nur gute Erinnerungen. Klar bin ich auch nicht gerne um den Sportplatz gerannt, hab Hochsprung gehasst, aber im Gegenzug hab ich Sportarten wie Basketball, Volleyball und Fussball geliebt. Auch Völkerball und Brennball haben mir immer Spaß gemacht und ich trag garantiert auch n paar Kilos zuviel mit mir rum. Das macht einen aber noch lange nicht unsportlich, finde ich.
Meiner Meinung nach ist es beim Sport genauso wie bei anderen Fächern auch. Es gibt Bereiche die man gerne macht, andere wiederum nicht und solche Aussagen wie

Zitat:
Zitat von Miri04 Beitrag anzeigen
Am schlimmsten ist dieser Ganze Leichtathletikkram, wenn man nicht gerade vor hat Stabhochspringer oder ähnliches zu werden, braucht man das sowieso nicht! Ich weiß nicht, ob es als positive Erfahrung dient, wenn ich auf dem Barren rumklettere!
kann ich nicht wirklich verstehen. Es hat nichts damit zu tun ob man später Stabhochspringer werden will oder nicht. Wenn es danach ginge, dann müsste man sich auch fragen, was man z.B. im späteren Leben mit Dingen wie "Kurvendiskussion" anfangen will. Will ich Mathematiker werden? Nein, aber darum geht es dabei ja auch nicht.
Mal ganz davon abgesehen finde ich es gut, dass sich die Kinder und jungen Erwachsenen zumindest einmal in der Woche bewegen. Dabei kann ich beim besten Willen nichts schlechtes finden. Ob die ganze Struktur des Schulsports geändert werden sollte ist eine andere Frage, aber komplett abschaffen? Auf keinen Fall.

Als allerletzte Möglichkeit hat man ja immernoch die Option, sich bei körperlichen Beschwerden ein Attest beim Arzt zu holen.
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Alt 29.11.2008, 22:06   #40
Heikschen
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Aaaaalsooo...
Ich bin der Meinung das Schulsport, zumindest in der Grundschule erhalten bleiben sollte, aber mehr auf Spaß gezielt sein sollte.
Heißt: Wenn ein kleines dickes Mädchen keinen Weitsprung kann, muss es die Möglichkeit haben eine schlechte Note durch eine gute zu verbessern. So hab ich das nämlich auch immer gemacht. Weitsprung 5 und Kugelstoßen 1 und schon sieht alles nicht mehr so schlimm aus. Vielleicht sollte es tatsächlich keine Noten mehr geben, aber wie soll man denn sonst die Kinder animieren mitzumachen?
Ich persönlich bin eher unsportlich, aber ab und an macht mir auch mal was Spaß.
In meiner Ausbildung hab ich jetzt auch Sport und bin Klassenbeste, obwohl ich das einzige dicke Mädchen bin. Da seh ich dann die ganzen schlanken und sportlichen Mädels, die es nicht einmal für nötig halten Sportzeug mitzubringen.
Dementsprechend werde ich aber auch von meiner Sportlehrerin belohnt und schaffe ohne Probleme eine 2 und das nur weil sie sieht das ich mich bemühe und zwar mit vollem Elan. Und ehrlich gesagt macht es mir inzwischen sogar SPaß, weil ich mir in bestimmten Disziplinen auch einsen verdiene. Kugelstoßen, Situps, Liegestütze, Ausdauerlauf, Volleyball und Butterfly machen mir Spaß und das möchte ich eigentlich auch nicht missen, weil mir das immer wieder zeigt das ich doch keine SPortnull bin.
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