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Dicke Alltagsprobleme
Diskussionen über dicke Erlebnisse und Erfahrungen von Groß und Klein im Alltag.

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Alt 01.02.2018, 15:54   #1
Eiskloetzchen
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Benutzerbild von Eiskloetzchen
 
Registriert seit: 03.06.2016
Beiträge: 15
Standard Eingeschlafenes Sexleben

Hallöchen ihr Lieben

Ich bin eigentlich primär stille Mitleserin aber habe momentan ein Problemchen, was mich ein bisschen beschäftigt.
Mit meinem Mann bin ich seit ca. 9 Jahren zusammen. Als wir uns kennenlernten wog ich ca. 90 KG (172cm groß), nahm dann auf ca. 133 KG zu und bin aber mittlerweile auf ca 109 KG angekommen.
Als ich noch viel mehr wog als jetzt eh schon (vor ca. 4 Jahren) war unser Sexleben schon nicht mehr wirklich berauschend. Wir hatten nicht oft Sex (ein Mal im Monat vielleicht) und er kam von sich aus auch nicht auf mich zu. Das war am Anfang ganz anders, da waren wir experementierfreudiger etc.

Ich machte mir also schon vor 4 Jahren Gedanken und sprach ihn darauf an, dass wir nur noch so selten Sex haben. Nach langem rumdrucksen gab er zu, dass er mich mit dem Gewicht nicht mehr attraktiv findet.

An diese Aussage kann er sich übrigens heut zu tage schon garnicht mehr erinnern, toll, mich hatte das damals echt gekränkt.
Nunja, wie gesagt habe ich ein bisschen abgenommen, aber am Sexleben hat sich überhaupt nichts verändert.
(ich hatte aber für mich abgenommen)

Immer noch muss ich von mir aus auf ihn zugehen, wenn ich Sex haben möchte. (versuche da auch oft kreativ an "die Sache" ranzgugehen )
Ich habe ihn noch nicht darauf angesprochen, warum das so ist, vielleicht, weil ich ein bisschen Angst vor der Antwort habe.
Ich erwarte ja garnicht, dass man jeden Tag herzeln muss, aber so ein Mal die Woche z.B. finde ich nicht zu viel, oder?

Natürlich sind wir jetzt schon lange zusammen, aber irgendwie sehe ich nicht ein, dass das ein Grund dafür sein muss, kaum noch Sex zu haben.
Er selber hat während unserer Beziehung auch ein paar KG zugenommen, ich schätze mal um die 15 KG, und ein Bäuchlein bekommen. (wiegt ca. 100KG auf 175 cm)

Das stört mich überhaupt nicht, ich finde ihn trotzdem sexy, anziehend und begehrenswert und ich liebe ihn ja auch über alles.
Ich selber finde mich nicht attraktiv, ich bin dick, habe kleine Brüste und einen Hängebauch (und das mit 27).
An den Brüsten und dem Hängebauch werde ich wohl nicht mehr viel ausrichten können, ich werde es so akzeptieren lernen müssen.

Er sagt mir schon ab und zu, dass er mich hübsch findet, und wenn wir Sex haben, dann sagt er danach auch dass er es gut fand.

Aber ich habe langsam keine Lust mehr, immer den ersten Schritt zu machen, möchte mich auch gern begehrenswert fühlen.

Vielleicht hat ja jemand von euch einen Tipp?
Das Thema werde ich so oder so wohl nochmal ansprechen müssen

Viele liebe Grüße
Eiskloetzchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2018, 12:41   #2
Valentina
Gehört zum Inventar
 
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Registriert seit: 23.06.2009
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 799
Standard

Hallo,

ich muss sagen, es ist echt schwer jemandem in so einer Situation mehr zu raten, als miteinander zu reden.

Sexuelle Unlust ist ja eigentlich nichts schlimmes, wenn man nicht daran leidet. Leider ist das gängige Stereotyp, dass Männer immer wollen und Frauen Sex eigentlich nicht brauchen sehr unwahr in der Realität.

Ich würde erstmal versuchen herauszufinden, ob dein Freund überhaupt ein Problem damit hat selten Sex zu haben. In meiner Beziehung kommt es auch ab und zu mal vor, dass ich mehr Lust habe als mein Mann. Das hängt aber fast immer damit zusammen, dass er gerade Stress hat und/oder was anderes im Kopf.
Es kommt auch phasenweise einfach so vor, dass wir beide oder einer von uns mal keine Lust hat. Meisten können wir dann einfach nicht abschalten und kommen nicht in Stimmung. Es kann auch mit Medikamenten oder Krankheiten zusammenhänger, dass man keine Lust hat.

Aber ich würde einfach darüber reden und gemeinsam eine Lösung suchen. Es kommt natürlich drauf an, ob ihr in eurer Beziehung solche Themen diskutieren könnt. Es gibt ja Paare, die können nicht raus aus ihrer Haut. Meiner Meinung nach ist offene Kommunikation ohne Vorwürfe wichtigter als falscher Stolz und rumgedruckste Andeutungen.
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2018, 15:16   #3
Eiskloetzchen
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Registriert seit: 03.06.2016
Beiträge: 15
Standard

Danke für deine Antwort, Valentina.

Als wir schonmal darüber geredet hatten (vor ein paar Jahren), meinte er erst, er bräuchte nicht so oft Sex.
Ändert sich das dann einfach tatsächlich mit der Zeit?
Wie gesagt, am Anfang der Beziehung war es eben genau andersrum.

Generell können wir über alles reden, würde ich sagen. Ihm fällt es manchmal schwer richtig ehrlich zu sein, weil er Angst hat, er könne mich verletzen.

Wahrscheinlich hast du aber auch recht, eine andere Lösung als reden wird es wohl nicht geben.
Eiskloetzchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2018, 16:27   #4
oddity
Hier qualmt die Tastatur
 
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Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 392
Beitrag

Es kann auch tatsächlich organische Ursachen haben, z. B. ein Testosteronmangel. Habe ich selbst so in einer Beziehung erlebt.

Da hat leider auch alles miteinander reden nichts genutzt, da er sich nur immer schlechter fühlte, dass ich so unglücklich war mit der Situation. Er meinte dann auch mal, dass es als Mann total doof ist zuzugeben, dass einem Sex nicht so wichtig ist. Eben weil es diese Stereotypen gibt.

Allerdings hat es irgendwann dazu geführt, dass er sich untersuchen ließ. Dadurch kam der Hormonmangel ans Licht und den kann man dann entsprechend behandeln.

Also vielleicht auch den Gang zum Arzt mal im Hinterkopf behalten. Alles Gute für euch.
oddity ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2018, 20:49   #5
Kunterbunt
Mit Elan dabei
 
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Ort: Bayern
Beiträge: 68
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Mein Mann gehört auch zu denen, die eher wenig aktiv sind. Als ich in deinem Alter war, hat es mich zuweilen gekränkt und ich zweifelte an mir und meiner Anziehungskraft. Doch im Laufe der 30 Ehejahre erkannte ich, dass es gilt Durststrecken (die auch mehrere Jahre dauern konnten) abgelöst wurden von wieder aktiverem Sexleben.

Mittlerweile nehme ich es hin, dass ich zwar mehr körperliche Liebe möchte als er, dass diese Tatsache aber nicht bedeutet, dass ich ihm nichts bedeute. Und wenn es dann wieder glückliche Zeiten gibt in denen es heftig knistert, genieße ich es und nehme die anderen Phasen nicht tragisch.
__________________
Vergangenheit, schon geschehen, Zukunft noch nicht greifbar, handle jetzt!
Kunterbunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2018, 10:05   #6
Eiskloetzchen
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Registriert seit: 03.06.2016
Beiträge: 15
Standard

Danke für eure Antworten

Wir haben bisher noch nicht geredet, ich hatte gehofft, dass er während eines Kurzurlaubes am Wochenende auf mich zu kommt, da kam aber leider auf nichts

Jetzt ist er bis Mittwoch weg, dann werde ich ihn aber mal darauf ansprechen.

oddity - an organische Ursachen seinerseits hatte ich ehrlich gesagt auch schon gedacht. Gecheckt wurde noch nie wie das da so bei ihm aussieht. Werde ich auf jedenfall mal im Hinterkopf behalten, wenn das Gespräch so nichts ergibt, danke dir

Kunterbunt - vielleicht hast du recht, und es ist tatsächlich gewöhnungssache. Körperliche Liebe gibt es von ihm in der Tat auch selten (sowas wie Umarmungen oder leidenschaftliche Küsse). Das kommt aber wohl von seiner Vergangenheit. Daran habe ich mich schon ein wenig gewöhnt, denn das war wirklich noch nie anders.

"...hat es mich zuweilen gekränkt und ich zweifelte an mir und meiner Anziehungskraft"
Das geht mir ehrlich gesagt ähnlich.
Irgendwie scheint es mich auch unterbewusst ziemlich zu beschäftigen. Als ich letztens auf der Couch einschlief, träumte ich, dass er mir sagte dass ich ihm überhaupt nicht gefallen würde etc.

Wobei das so ja auch nicht stimmt, sonst hätte ich mich ja nicht letztes Jahr geheiratet

Hach, ich mag es nicht sowas anzusprechen, aber ich werde es machen um wieder zur Ruhe zu kommen (es hört sich zwar so an, als wenn es mich pausenlos beschäftigt, ganz sooo schlimm ist es jetzt aber auch nicht )
Eiskloetzchen ist offline   Mit Zitat antworten

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