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Gesundheit
Allgemeines zur Gesundheit, Ärger mit Krankenkassen, Versicherungen, Patientenrechte, spez. Themen wie Magenband, Gastroplastik, Adipositas etc.

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Alt 12.10.2015, 13:32   #1
MeiersJulchen
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Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard Selbstverletzungs- & Selbstmordrate nach Magenbypass erhöht

Zunächst nur in den US Medien verbreitet.
Beobachtet wurden 8800 Patienten über 3 Jahre.
Zitat:
A team of researchers through a study found that patients who undergo gastric bypass surgery were at a higher risk of self-harm. The study researchers found that patients were more likely to attempt suicide or harm themselves after weight-loss surgery.
http://nycity.today/content/286157-r...bypass-surgery

Interessant ist die Aussage
Zitat:
The researchers noted that most of the times, patients who harmed themselves were diagnosed with a mental-health disorder at some point in the five years preceding surgery.
Bei den meisten Betroffenen wurde bereits 5 Jahre vor der OP eine psychische Störung diagnostiziert. Wieviele unter Störungen gelitten haben, ohne jemals untersucht/diagnostiziert worden zu sein, bleibt dahingestellt.
Also ist die Schranke, Patienten mit bekannten psychischen Störungen nicht zu operieren, längst gefallen.

Außerdem wurden in der Studie nur eine klare Drogenüberdosis (auf Deutsch: Medikamentenmißbrauch) als "Versuch" gewertet. Andere Selbstverletzungspraktiken bleiben wohl außen vor.

Hauptsache für die OP wird von wem auch immer gelöhnt ... und dann tschüssikowski. Oder so. Wen intressiert's?

Geändert von MeiersJulchen (12.10.2015 um 13:42 Uhr)
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2015, 14:04   #2
Valentina
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Registriert seit: 23.06.2009
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 802
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Leider sieht das Forschungsteam nicht ein, dass ein solche Operation für psychisch kranke Menschen ungeeignet ist.
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Alt 12.10.2015, 15:20   #3
Knuddelmon
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Registriert seit: 17.10.2011
Ort: Dortmund
Beiträge: 125
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Magenbypass zur "Behandlung" von Übergewicht gehört verboten, das ist keine Operation sondern die Verstümmelung eines gesunden Organs.

Während ich das Magenband noch tolerieren kann (wenn ich mir auch selbst nie eins einsetzen lassen würde), da es reversibel ist, nimmt ein Magenbypass einem Körper auf Dauer die Möglichkeit, sich ausreichend versorgen zu können.

Es sollten vielmehr mal die wirklichen Ursachen für Übergewicht untersucht werden, wie z.B. toxischer Stress, Armut, Diskriminierung etc. Meistens ist es nicht das Übergewicht, das die Menschen krank macht, sondern die Diskriminierung deswegen!
__________________
Wer Knuddel austeilt oder vermehrt, oder ausgeteilte oder vermehrte Knuddel in Verkehr bringt, wird mit Gegenknuddel nicht unter zwei Knuddeleinheiten belohnt ...

Ich bin nicht dick, ich bin flauschig!
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Alt 13.10.2015, 16:36   #4
Valentina
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Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 802
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Zitat:
Zitat von Knuddelmon
Meistens ist es nicht das Übergewicht, das die Menschen krank macht, sondern die Diskriminierung deswegen!
Na das würde ich jetzt nicht einfach so in den Raum werfen, wenn du es nicht belegen kannst. Diskrimierung führt sicherlich zu psychischer Belastung, die sich auch phsyiologisch fortsetzten könnte, aber das alleine bewirtkt sicher nicht alle Erkrankungen durch Übergewicht.
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2015, 16:45   #5
zegge
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Registriert seit: 15.06.2005
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Beiträge: 454
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hi,

"Also ist die Schranke, Patienten mit bekannten psychischen Störungen nicht zu operieren, längst gefallen."

dazu hätte ich keine studie gebraucht, demm die erfahrung hätte ich selbst machen können, wenn ich gewollt hätte.

ich war 2007 im krankenhaus ffm sachsenhausen zum vorgespräch.

nicht weil ich ne op wollte, sondern weil ich vom arzt für die krankenkasse ne bescheinigung wollte, dass ac-chirurgie bei mir nicht geht und ich damit ne handhabe für krankenkasse wegen verlängerung meiner psychotherapie haben wollte.

alle argumente meinerseits mit borderliner, relativ hoher suizidalität, bulemie, autoaggressionen und zusätzlich viel darmkrebs in der verwandschaft kamen beim arzt an.

das einzige was er meinte, ich bekomme von ihm jetzt ein 0-8-15-schreiben für die krankenkasse, wo vielleicht eine genehmigung erfolgt, und für summe XXX gibt es was handfesteres und die genehmigung wäre reine formsache.

ich hab danken abgelehnt.

meine ernährungsthera, die auch leute nach ac-chirurgie betreut, schlägt noch heute die hände über dem kopf zusammen und meinte, wenn ich das damals hätte machen lassen, höchstwahrscheinlich in der geschlossenen psychiatrie bzw. sarg geendet hätte.

lg
zegge
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Alt 25.10.2015, 13:17   #6
Fräulein Wunder
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Zitat:
das einzige was er meinte, ich bekomme von ihm jetzt ein 0-8-15-schreiben für die krankenkasse, wo vielleicht eine genehmigung erfolgt, und für summe XXX gibt es was handfesteres und die genehmigung wäre reine formsache.

@ Zegge

Das hast Du aber hoffentlich der kassenärztlichen Vereinigung und/oder Deiner Krankenkasse mitgeteilt? Das ist absolut skandalös. Obwohl man das ja inzwischen öfter hört ändert es nichts daran, dass es absolut korruptes Verhalten ist auch bezüglich dessen, dass die Bewilligung einer OP zeitlich forciert wird, wenn Geld fliesst.

Äh - das ist doch einfach Schmiergeld, oder irre ich mich?
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Alt 25.10.2015, 16:16   #7
zegge
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Registriert seit: 15.06.2005
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Beiträge: 454
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hi fräulein wunder,

nix schmiergeld.

so was nennt man dann gutachten und da ich es dann privat in auftrag geben würde, garantiert zulässig.

denn der liebe doktor muss da ja lange dafür sitzen, sind ja keine standardargumente

es ist doch heute so, dass man fast bei jedem doc für atteste, gutachten usw. zahlen muss.

selbst der stempel mit unterschrift der arztpraxis im rahmen des bonusprogramms, da sollte ich schon 5 eur dafür bezahlen.

weißt du in 2007 war ich da einfach nur geschockt, dass er trotz allen einwänden operieren wollte und auch meine ernährungsthera, der ich das später erzählt habe und auch das "standardgutachten" von ihm über mich gezeigt habe, hat nur mit dem kopf geschüttelt und gemeint, wenn es jemand nicht gut tut, was mit ac-chirurgie zu machen, dann bin ich das.

ac-chirurgie wäre für mich mein todesurteil, denn ich habe ne ess-störung und essen ist für mich ne art autoaggression.

das einzige gute ist, dass ich das damals schon wusste und nicht auf den vorschlag eingegangen bin.

liebe grüße
zegge
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Alt 26.10.2015, 19:03   #8
Fräulein Wunder
Gast
 
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Hm, ich weiß nicht. Ich habe auch schon für ein Gutachten von einem Arzt etwas bezahlt (ca. 15 Euro), aber das war dann eben: "Gutachten kosten einen bestimmten Betrag" und nicht: "Ich kann Ihnen was 08/15 mässiges ausdrucken, oder gegen Geld etwas schreiben bei dem sie garantiert die Zusage bekommen"
Letzteres hat für mich schon einen sehr merkwürdigen Beigeschmack auch wenn es vielleicht ganz streng genommen kein Schmiergeld ist, so finde ich es dennoch befremdlich.
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Alt 27.10.2015, 09:33   #9
zegge
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also für mich war es eher heftig, dass er trotz div. ausschlusskriterien operieren wollte.

da ist doch vorprogrammiert, dass ich mir was angetan hätte oder in der geschlossenen gelandet wäre.

so was ist für mich kein verantwortungsvoller arzt
zegge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2015, 10:29   #10
Fräulein Wunder
Gast
 
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@ zegge

Also das natürlich sowieso. Leider sieht und hört man da ja inzwischen so viel, dass ich zumindest schon ganz abgestumpft bin.

Diese übereifrige OP-Willigkeit, obwohl wirklich wichtige Gründe dagegen sprechen scheint langsam zur Normalität zu werden.

Davon abgesehen halte ich die meisten AC-Guru-Ärzte auch so für keine verantwortungsvollen Ärzte.

Einer der AC-Stars sagte in einer Reportage mal während der laufenden OP in die Kamera, dass man das Problem viel einfacher lösen könne in dem man die Dicken einfach einen Raum sperre mit einer kleinen Klappe durch die sie solange Mini-Portionen geschoben bekämen bis sie schlank sind.

"Leider" (!) spreche da ja die Ethik dagegen, deshalb die OPs ... wer da noch Fragen hat, oder sich dort noch unters Messer legen will, dem kann ich auch nicht helfen.

Der Selbsthass und der Hass von außen treibt ihm die Schäflein weiterhin in die Arme.

Ich glaube übrigens auch, dass ich vermutlich nicht mehr am Leben wäre wenn es diese OPs schon gegeben hätte, als ich noch jünger und weniger gefestigt war, denn dann hätte ich mich mit Sicherheit auf eine solche OP eingelassen - und was das für Folgen gehabt hätte (vor allem psychisch) mag ich mir gar nicht vorstellen.
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