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Essstörungen aus der Sicht der Dicken
Austausch über Essstörungen - da wir ein Forum für Dicke sind - aus der Sicht Übergewichtiger.

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Alt 25.09.2013, 18:20   #1
Sille68
Ein neues Gesicht
 
Registriert seit: 16.09.2013
Ort: bei Hamburg
Beiträge: 5
Beitrag Verdrängung

Ich bin eine Meisterin der Verdrängung!!
Einerseits hat mir das im Leben viel geholfen z.B. im Schwimmbad oder bei der
Partnersuche. Ich verdränge meine Ängste vor Hänseleien und blöden Blicken,
Auch weil ich es nicht einsehe mich in irgendeiner Form von irgendwelchen Deppen
Einschränken lasse.

Andererseits bedeutet es aber auch, dass ich alle Probleme ,die mit dem Gewicht
Verbunden sind verdränge und deshalb keinen ausreichenden Veränderungsdruck
Spüre. Deshalb versuche ich zur Zeit meine Gedanken bewusst zu steuern.
Nächster Schritt ist dann ein Gesundheitscheck.
Sille68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2013, 19:19   #2
pfeffi
Viele Gedanken - viele Worte
 
Registriert seit: 29.06.2013
Beiträge: 155
Standard

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Alt 25.09.2013, 19:24   #3
Sonnenkuss
Lebende Legende
 
Benutzerbild von Sonnenkuss
 
Registriert seit: 30.08.2003
Ort: Nürnberg
Beiträge: 2.069
Standard

... dies ist eine Werbebotschaft - bitte beachten!!! - dies ist ein Werbebotschaft - bitte beachten!!! - dies ist eine Werbebotschaft - bitte beachten!!! - dies ist eine Werbe...

Vielleicht läuft ja die Facebookseite nicht so dolle?
__________________
-o-
Sonnenkuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2013, 05:59   #4
Sille68
Ein neues Gesicht
 
Registriert seit: 16.09.2013
Ort: bei Hamburg
Beiträge: 5
Unglücklich Mobbing im Forum!!!

Sonnenkuss, ich weiß echt nicht was ich Dir getan hab.
Meine Beiträge sind offen und ehrlich.
Sille68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2013, 09:26   #5
Sonnenkuss
Lebende Legende
 
Benutzerbild von Sonnenkuss
 
Registriert seit: 30.08.2003
Ort: Nürnberg
Beiträge: 2.069
Standard

Vielleicht versteht dich deshalb keiner, weil du so offen bist?
Nein, aber es ist bei diesem Thread tatsächlich so, das ich überlegte, was will uns die Künstlerin damit sagen?

Und mein ironischer Einwurf kam noch aus dem anderen Thread -zugegeben, nicht gerade die einfühlsame Variante. Aber es passt, weil man tatschlich irgendwie nicht durchblickt: Was ist dein Begehr?
__________________
-o-
Sonnenkuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2013, 17:36   #6
Blumentopf
Viele Gedanken - viele Worte
 
Registriert seit: 13.05.2008
Beiträge: 147
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@ Sonnenkuss: Manchmal ist es besser, wenn man einfach mal gar nichts sagt. Nicht einfach - ich weiß.

Liebe Sille,

ich kann gut verstehen, was du schreibst, geht mir ähnlich.

Manchmal frage ich mich, ob es mit wirklich bewusst ist, wie dick ich bin.
Ich denke man entwickelt viele Mechanismen im Leben aus der Notwendigkeit heraus und es ist einem nicht immer bewusst.

Wenn du Lust hast, schreib mir gern mal eine PN

LG
Blumentopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2013, 19:47   #7
Coco
Hier qualmt die Tastatur
 
Benutzerbild von Coco
 
Registriert seit: 20.10.2009
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 294
Standard

Ich kenne dieses Problem leider auch nur zu gut,allerdings nicht nur in Bezug auf mein Gewicht,sondern in allen Lebensbereichen.
Ich gehe tendenziell Konfrontationen aus dem Weg und schlucke viele Dinge,die mich stören oft runter.Manchmal denke ich,dass ich auch so dick bin,weil ich mir regelrecht einen "Schutzpanzer" angefuttert habe,an dem alles abprallt.
Coco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2013, 22:05   #8
silas
Viele Gedanken - viele Worte
 
Registriert seit: 11.05.2012
Beiträge: 176
Standard

das geht mir nicht anders als dir. Solange es noch irgendwie geht und alles einigermaßen läuft, verdrängt man die Realität ein stückweit. Und die ist nun mal die, dass (vor allem hohes) Übergewicht ein Gesundheitsrisiko darstellt, man in vielen Bereichen einfach gefährdeter ist als schlanke Menschen (Herz-kreislauferkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, Gelenkverschleiss usw usw ).

Das kann man sicherlich nicht bestreiten oder schönreden, auch wenn es natürlich auch schlanke Menschen trifft und es auch dicke Menschen gibt, die nicht krank werden.

Es gibt eigentlich nur Nachteile, die man hat, wenn man dick ist. Vorteile gibt es auch, aber die stehen in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.

Und trotzdem man vielleicht Gelenkschmerzen und zig andere Probleme hat, überall angefeindet wird, zig Einschränkungen hat - solange sie noch einigermaßen im Rahmen sind, man noch den Alltag bewältigen kann, arrangiert man sich mit diesen vielen Nachteilen des Dickseins und schafft es nicht langfristig, genug Energie und Motivation aufzubringen, dagegen zu arbeiten.

Es muss oftmals erst was schlimmeres passieren, so dass man Angst um sein Leben hat, um die nötige Disziplin aufzubringen- und meist geht das dann auch wenn man muss, wenn es ums eigene Überleben geht. Habe ich in meiner eigenen Familie erlebt.

Wenn man vom Arzt vor die Wahl gestellt wird "entweder abnehmen oder sterben", dann kann man wenn man muss, wenns ums nackte Überleben geht. Oder wenn die Schmerzen so unerträglich werden, dass man sie nur durch eine Gewichtsabnahme lindern kann.

Dicksein und damit leben ist ein stückweit Verdrängung und die Hoffnung das es schon "irgendwie gutgeht"- aber das unterscheidet uns ja auch nicht von anderen Menschen wie Rauchern oder "Lebemenschen", die heute leben und Spaß haben wollen und keinen Gedanken an später verschwenden. Denn selbst das ganze Leben ist eine Art Verdrängung, an deren Ende so oder so der Tod steht. Das ist ein Fakt, daher kann man komplett ohne Verdrängung und positiven Gedanken sicher auch nicht gut leben.
silas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2013, 22:15   #9
Fräulein Wunder
Gast
 
Standard

Na ja, die Frage ist auch, wie oft Du schon genügend Veränderungsdruck gespürt hast, in Richtung Veränderung gegangen und daran gescheitert bist. Sprich: wie oft Du eine Diät begonnen hast und am Ende mit mehr Gewicht als vorher da standest?

Wenn sich die Motivation dahingehend ändert dieses Programm zum x-ten Mal durchzuziehen, dann nenne ich persönlich das nicht "Verdrängung", sondern "aus Erfahrung lernen".

Mir ist schon klar, dass mein Gewicht nicht meiner Gesundheit förderlich ist. Ständiger "Veränderungsdruck", Angst, Stress und blinder Aktionismus ist es aber noch viel weniger.

Insofern ist die von Dir empfundene Verdrängung vielleicht auch zum Teil ein Schutzmechanismus.

Gesundheitscheck finde ich aber grundsätzlich einen guten Schritt.
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Alt 28.09.2013, 09:18   #10
Mendi
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Zitat:
Zitat von silas Beitrag anzeigen
Dicksein und damit leben ist ein stückweit Verdrängung und die Hoffnung das es schon "irgendwie gutgeht"- aber das unterscheidet uns ja auch nicht von anderen Menschen wie Rauchern oder "Lebemenschen", die heute leben und Spaß haben wollen und keinen Gedanken an später verschwenden. Denn selbst das ganze Leben ist eine Art Verdrängung, an deren Ende so oder so der Tod steht. Das ist ein Fakt, daher kann man komplett ohne Verdrängung und positiven Gedanken sicher auch nicht gut leben.
Hallo Silas,

sprich bitte nur für dich.

Bei mir war/ist es eine klare Entscheidung keine Diäten mehr zu probieren um nicht noch dicker zu werden. Ich halte mein Gewicht, ernähre mich ausgewogen, habe keine Essattacken mehr seit ich keine Diäten mehr probiere und fühle mich damit ganz gut.

Ich habe nichts, aber auch gar nichts mit einem sogenannten "Lebemenschen" gemein, mir ist klar, daß mich das Übergewicht wahrscheinlich ein paar Jahre Lebenszeit kosten wird (statistisch müsste ich fast shcon tot sein), aber ich sehe für mich keine Möglichkeit daran etwas zu ändern, da ich auch noch einige andere Aspekte beachten muss (gesundheitliche). Aber ich verdränge weder das Übergewicht noch den Tod.

Der Veränderungsdruck den du vermisst, kann auch genau in die andere Richtung führen, zur Suchtverlagerung z.B.

Ich stimme Fräulein Wunder zu: blinder Aktionismus, Angst und Stress schaden der Gesundheit unter Umständen mehr, als es das Übergewicht jemals könnte. Auch das ständige Zu- und Abnehmen im großn Stil ist für den Körper Streß, meiner hat mir das irgendwann deutlich gezeigt, dass es das nicht länger erträgt.
__________________
Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
Mendi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 09:43   #11
Sille68
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Beiträge: 5
Lächeln

Vielen Dank für Eure Antworten, die mir zeigen, dass mein Thema nicht ganz unverständlich ist.
Sille68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 09:56   #12
Sille68
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Unglücklich Verdrängung

Manchmal frage ich mich, ob es mit wirklich bewusst ist, wie dick ich bin.

Hallo Blumentopf, mir ist mein Gewicht auch nicht wirklich bewußt. Vor allem habe ich mich früher als ich gerade mal 100 Kilo gewogen habe genauso gefühlt.Wenn ich damals selbstbewußter gewesen wäre und dem Veränderungsdruck von außen getrotzt hätte ,bräuchte ich mir heute kaum Gedanken machen.
Sille68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 12:29   #13
Bircan
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Verdrängung empfinde ich als völlig normal, aber die Verdrängungskraft kann auch weniger werden je mehr Angst man verspürt. Es ist ein Unterschied, ob ich eine normale Verdrängung lebe, ober ob ich „hypernormal spiele“.

Für mich gehört zur „normalen“ Verdrängung, dass ich mir nicht ständig irgendwelche Schrecknisse vor Augen führe, dann wäre ich mehr handlungsunfähig und ich möchte, mit meinem sehr dicken Körper, in Bewegung bleiben.

Ich würde mit meinem dicken Körper aber auch nicht auf „hypernormal“ machen, denn ich habe Einschränkungen und diese muss ich in mein Leben einfügen.

Worte wie Veränderungsdruck hört man doch häufig von Menschen welche dicke Leute drangsalieren oder beleidigen, damit endlich die Verdrängungskraft schwindet, sodass der dicke Mensch erkennt, dass er nur durch die Gewichtsabnahme Erleichterung bekommt.

Ich möchte mich nicht ständig mit mir und meinem dicken Körper geschäftigen, es gibt so viele Dinge um mich herum die meine Aufmerksamkeit benötigen und dazu gehört natürlich auch mein Körper, aber nur bis zu einem gewissen Grad und bestimmt nicht in Kombination mit den Worten Druck oder Angst!
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Alt 28.09.2013, 13:09   #14
Bircan
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P.S. es sollte heißen:
Für mich gehört zur „normalen“ Verdrängung, dass ich mir nicht ständig irgendwelche Schrecknisse vor Augen führe, dann wäre ich nicht mehr handlungsunfähig und ich möchte, mit meinem sehr dicken Körper, in Bewegung bleiben.
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Alt 28.09.2013, 14:41   #15
Rieke
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Zitat:
Zitat von silas Beitrag anzeigen
Solange es noch irgendwie geht und alles einigermaßen läuft, verdrängt man die Realität ein stückweit. Und die ist nun mal die, dass (vor allem hohes) Übergewicht ein Gesundheitsrisiko darstellt, man in vielen Bereichen einfach gefährdeter ist als schlanke Menschen (Herz-kreislauferkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, Gelenkverschleiss usw usw ).
Die Realität ist v.a. die, dass hohes Übergewicht Gesundheitsrisiken anzeigt - als Symptom oder als Ergebnis von ungesunden Verhaltensweisen (z.B. Diäten). Es verursacht sie nicht.

Zitat:
Zitat von silas Beitrag anzeigen
Es gibt eigentlich nur Nachteile, die man hat, wenn man dick ist. Vorteile gibt es auch, aber die stehen in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.
Es gibt (mindestens) einen Neurologen (Name fällt mir nicht ein), der Übergewicht als Lösung bei Stress als die überlegene Strategie ansieht. Menschen unter chronischem Stress, die kein Fett ansetzen, tragen demnach viel gravierendere gesundheitliche Schäden davon.

Zitat:
Zitat von silas Beitrag anzeigen
Und trotzdem man vielleicht Gelenkschmerzen und zig andere Probleme hat, überall angefeindet wird, zig Einschränkungen hat - solange sie noch einigermaßen im Rahmen sind, man noch den Alltag bewältigen kann, arrangiert man sich mit diesen vielen Nachteilen des Dickseins und schafft es nicht langfristig, genug Energie und Motivation aufzubringen, dagegen zu arbeiten.
Realität ist auch, dass es nicht funktioniert, "dagegen zu arbeiten"... Diese Tatsache zu verdrängen, ist ein Problem.

Zitat:
Zitat von silas Beitrag anzeigen
Wenn man vom Arzt vor die Wahl gestellt wird "entweder abnehmen oder sterben", dann kann man wenn man muss, wenns ums nackte Überleben geht.
Siehe oben: Damit verdrängt man, dass Gewichtsreduktion nicht die Lösung ist. Wenn der Arzt einen vor diese Wahl stellt, sollte man sich einen Arzt suchen, der weiß, dass man beim Gewicht nur an einem (von mehreren) Symptom(en) rumdoktert, und der bereit ist, die zugrunde liegende Krankheit zu behandeln.

Zitat:
Zitat von Sille68 Beitrag anzeigen
Vor allem habe ich mich früher als ich gerade mal 100 Kilo gewogen habe genauso gefühlt.Wenn ich damals selbstbewußter gewesen wäre und dem Veränderungsdruck von außen getrotzt hätte ,bräuchte ich mir heute kaum Gedanken machen.
"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 15:04   #16
Auroli
Viele Gedanken - viele Worte
 
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Was ist deiner Meinung nach denn dann die Lösung wenn nicht Gewichtsreduktion?Nicht alle Dicken sind krankhaft essgestört.

Aber hier wird man ja sowieso fast gesteinigt,wenn man äußert dass dick sein tatsächlich von zu vielem und kalorienreichen Essen kommen kann.

Das nenne ich nun wirklich Verdrängung.
Auroli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 15:18   #17
Bircan
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Aber hier wird man ja sowieso fast gesteinigt,wenn man äußert dass dick sein tatsächlich von zu vielem und kalorienreichen Essen kommen kann.

Das nenne ich nun wirklich Verdrängung.
Auroli ich schreibe hier zwar noch nicht so lange mit, aber ich habe noch nicht erlebt, dass hier jemand für seine Meinung an den Pranger gestellt wird. Es gibt zwar Diskussionen, aber auch bei diesen kannst du Antworten und dich somit genauer erklären ... vielleicht kannst du konkretisieren, warum du dich "gesteinigt" fühlst.

Mir fällt bei deiner Aussage auf, dass du sagst "man", dass ist bei keiner Ausführung gut, denn die Verallgemeinerung ist problematisch ... ich kann nur von MIR sprechen, wenn ich versuche etwas zu erklären.
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Alt 28.09.2013, 15:35   #18
Rieke
Gehört zum Inventar
 
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Was ist deiner Meinung nach denn dann die Lösung wenn nicht Gewichtsreduktion?Nicht alle Dicken sind krankhaft essgestört.
Es gibt viele mögliche Ursachen für Übergewicht: hormonelle Störungen, Insulinresistenz, Stress, Reduktionsdiäten etc., evtl. Vitamin-D-Mangel, Nahrungsmittelunverträglichkeiten... Es muss beileibe keine Essstörung sein. Die Lösung ist die Behandlung der Grunderkrankung, das "Abstellen" der Ursache. Leider führt das nicht notwendigerweise zur Gewichtsreduktion.

Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Aber hier wird man ja sowieso fast gesteinigt,wenn man äußert dass dick sein tatsächlich von zu vielem und kalorienreichen Essen kommen kann.
Ist halt die Frage, wie das bei einem gesunden Menschen vorhandene Sättigungsgefühl ausgeschaltet wurde, so dass es zu "zu viel" Essen kommen konnte. Normaler- bzw. gesunderweise führt Überessen zu Abneigung gegen weiteres Essen und dann zu Übelkeit. Die einzige "gesunde" Art und Weise, das hinzukriegen, wäre der konsequente Verzehr von ungeeigneten Dingen, die den Bedarf an wichtigen Nährstoffen nicht decken, so dass der Körper trotz ausreichender Energieversorgung mehr fordert - in der Hoffnung, das da endlich alles Nötige drin ist. Aber extremes Übergewicht kriegt man so auch nicht hin.

Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Das nenne ich nun wirklich Verdrängung.
Nein, es ist einfach zu kurz gedacht... Ist ja nicht so, als hätte man in der Vergangenheit nicht versucht, (dünne) Menschen dick oder normalgewichtig zu füttern. Funktionierte nicht. Mehr Input = dick stimmt in dieser Einfachheit nicht.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 17:39   #19
Mendi
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Aber hier wird man ja sowieso fast gesteinigt,wenn man äußert dass dick sein tatsächlich von zu vielem und kalorienreichen Essen kommen kann.
Hallo

klar, dass Übergewicht vom Essen kommen kann! - aber eben nicht zwangsläufig.
__________________
Liebe Grüße Mendi

"Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." (Bugs Bunny)
Mendi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 17:39   #20
Auroli
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Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Es gibt viele mögliche Ursachen für Übergewicht: hormonelle Störungen, Insulinresistenz, Stress, Reduktionsdiäten etc., evtl. Vitamin-D-Mangel, Nahrungsmittelunverträglichkeiten...
Ja und die häufigste wird hier unterschlagen-Überversorgung mit Kalorien. Und dafür braucht man sich nicht überfressen,weil man kein Sättigungsgefühl hat,dafür reicht auch der Umstand dass man einfach gerne leckere Sachen isst.

Ich verurteile das nicht,denn ich ess ja selber sehr gerne und lecker. Aber das immer kategorisch auszuschließen und alles auf die Krankheits und Stoffwechselnummer zu schieben finde ich lachhaft. Das ist vielleicht bei einem geringen %Satz der Fall. Kaum einer will sich eingestehen,dass er/sie im Endeffekt mehr isst als der Gesamtumsatz, und das nenne ich Verdrängung,ja!
Auroli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 17:48   #21
Bircan
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Das ist vielleicht bei einem geringen %Satz der Fall. Kaum einer will sich eingestehen,dass er/sie im Endeffekt mehr isst als der Gesamtumsatz, und das nenne ich Verdrängung,ja!
In Ordnung, aber nun sage mir bitte noch woher du dieser Information hast, dass das nur bei einem geringen Prozentsatz der Fall ist.
Ich finde schon, dass du eine Argumente untermauern solltest, ansonsten musst du halt schreiben "ich esse mehr als mein Grundumsatz ... " verstehst du was ich meine?
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Alt 28.09.2013, 21:14   #22
Fräulein Wunder
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
J
Aber das immer kategorisch auszuschließen und alles auf die Krankheits und Stoffwechselnummer zu schieben finde ich lachhaft. Das ist vielleicht bei einem geringen %Satz der Fall. Kaum einer will sich eingestehen,dass er/sie im Endeffekt mehr isst als der Gesamtumsatz, und das nenne ich Verdrängung,ja!
Und kategorisch schliesst das wer aus? Wo genau steht das? Das würde mich jetzt schon interessieren. Kann mich nicht erinnern das jemals in diesem Forum gelesen zu haben. Aber vielleicht hast Du da einen besseren Überblick und zeigst mir mal die Stellen.

Dass hier der Augenmerk stärker auf den anderen Gründen liegt, liegt einfach daran, dass man die Diagnose: "Du frisst halt zu viel" an jeder Straßenecke bekommen kann ... tiefer forschen mögen die meisten (auch die meisten Dicken) nicht.

Deshalb ist es wichtig immer und immer wieder darauf hinzuweisen, eben auch um den Leuten Mut zu machen zum Arzt zu gehen und auf eine richtige Untersuchung und eine korrekte Behandlung zu pochen.

Dass man auch von zu viel Essen dick werden kann, ist jedem klar (wobei es da eben auch wieder zahllose Gründe für geben kann, warum man zu viel isst und die sind nicht nur psychischer Natur sondern durchaus auch körperlicher Natur).

Aber selbst wenn man sich "nur" dick gefuttert hat, ist es ja auch nicht einfach das wieder loszuwerden.

Wer zum fünften Mal an einer Diät oder Ernährungsumstellung gescheitert ist und noch dicker daraus hervor gegangen ist, der überlegt es sich ob er das noch ein sechstes Mal riskieren will, zumindest wenn er noch etwas Verstand in der Rübe hat.

Beim Zunehmen ist 1+1 vielleicht gleich 2, aber beim Abnehmen ist leider 2-1 nicht automatisch wieder 1. Das wirst Du doch auch schon erfahren haben.

Klar wenn man gerade aktuell in einer Abnahmephase steckt (und das tust Du, wenn mich nicht alles täuscht, oder Auroli?) dann mag man das nicht hören und hält sich lieber an die Formel: mehr Energie verbrauchen als man an Energie aufnimmt = schlanker Körper.

Auch das ist aber eine Art der Verdränung - nur in umgekehrter Richtung.
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Alt 28.09.2013, 22:29   #23
Rieke
Gehört zum Inventar
 
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Ja und die häufigste wird hier unterschlagen-Überversorgung mit Kalorien. Und dafür braucht man sich nicht überfressen,weil man kein Sättigungsgefühl hat,dafür reicht auch der Umstand dass man einfach gerne leckere Sachen isst.
Über(fr)essen ist ja wohl definiert als übermäßige Energieaufnahme mittels Essen...
Und um mehr leckere Sachen zu essen, als man energiemäßig braucht, muss man entweder
  • das Sättigungsgefühl ignorieren (was nicht einfach ist)
oder
  • aus irgendeinem Grund den Bedarf an Nährstoffen mit Hilfe der verzehrten Nahrungsmittel schlecht decken können, so dass kein entsprechendes Sättigungsgefühl eintritt.
Letzteres ist bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder verschiedenen Magen-Darm-Erkrankungen der Fall.

Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Kaum einer will sich eingestehen,dass er/sie im Endeffekt mehr isst als der Gesamtumsatz, und das nenne ich Verdrängung,ja!
Eine positive Energiebilanz ist natürlich eine Voraussetzung, um zuzunehmen (Wassereinlagerungen jetzt mal ausgenommen). Die Frage bleibt, wieso Körper und Psyche das tolerieren und eben nicht mit eindeutigen Stoppsignalen aufs Überessen reagieren, wie es normal bzw. gesund wäre.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2013, 23:41   #24
silas
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Zitat:
Zitat von Auroli Beitrag anzeigen
Was ist deiner Meinung nach denn dann die Lösung wenn nicht Gewichtsreduktion?Nicht alle Dicken sind krankhaft essgestört.

Aber hier wird man ja sowieso fast gesteinigt,wenn man äußert dass dick sein tatsächlich von zu vielem und kalorienreichen Essen kommen kann.

Das nenne ich nun wirklich Verdrängung.
das Problem ist, dass das gängige Vorurteil in der Bevölkerung herrscht, jeder der dick ist würde zuviel essen! Und so einfach (schwarz/weiß) ist es eben nicht. Im Kern hast du ja Recht, wenn du sagst, dass viele durch zuviel Essen dick werden. Aber es gibt ja GRÜNDE, weshalb man zuviel isst.

Und wenn das eben psychische Gründe sind, und die können sehr vielfältig sein (essen aus Angst, essen wegen Stress, essen wegen starker Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühlen, Angst vor dem Leben, Angst vor Versagen im Job usw), ist es mit "weniger essen" schlichtweg nicht getan. Denn das hält man vielleicht ein paar Wochen, Monate durch und dann fällt man wieder ins alte Verhaltensmuster zurück.

Denn der innere Druck und die Probleme sind ja nach wie vor da. Daher ist es nicht richtig einfach zu sagen "man nimmt zu, weil man zuviel isst und fertig". Es gibt so viele verschiedene Ursachen von zuviel oder falschem Essen/Essverhalten. Und die ganzen zusätzlichen Ursachen, durch die man zunehmen kann, habe ich ja noch nicht einmal aufgeführt (Hormonschwankungen, Schilddrüse, langsamer Stoffwechsel und was sonst noch alles von meinen Vorrednern genannt wurde).

Daher reagiert man auf diese schwarz/weiß- Malerei halt auch nicht gerade positiv. Verständlich.

Mein Mann isst zb genau dasselbe wie ich (denn er kocht für uns) und isst auch zwischendurch, schnökert abends vorm Fernseher usw- was ich nur selten mache. Er hält sein Gewicht jedoch seit Jahren konstant- ohne zusätzlichen Sport. Selbst wenn er die doppelten Mengen von dem isst, was ich esse (!) schafft er es nicht über ein bestimmtes Höchstgewicht hinaus, was in der Öffentlichkeit immer noch als "normal" angesehen werden würde.

Er müsste schon Unmengen von Essen in sich hineinstopfen, um mein Gewicht zu erreichen, und vorher würde ihm sicher schlecht werden, bei den Mengen. Daran sieht man einfach, wie unterschiedlich der Körper auf Nahrung und Bewegung/wenig Bewegung bei jedem Menschen reagiert. Und seit Jahren kann er nicht verstehen, dass ich so ein Gewicht habe und halte, obwohl wir fast dasselbe Essverhalten haben!

Jeder Körper ist halt anders. Ich musste schon immer viel Sport treiben, um als Teenager schlank zu bleiben, während Freundinnen gar keinen Sport trieben und trozdem, selbst heute noch, schlank waren und sind. Sie waren immer sehr dünn und schlank und haben keine Diäten gemacht oder weniger/anders gegessen als ich. Es ist daher auch Veranlagung, ob man sehr viel für die Figur tun muss oder nicht.

Und es gibt soviele Gründe für unangemessenes Essverhalten. Ich habe zb einen Job gehabt, indem ich immer sehr viel Stress hatte, negativen Stress. Diesen Stress habe ich (anfangs unbewusst) mit zuviel Essen kompensiert, nicht viel, aber halt immer ein bisschen mehr als ich verwerten konnte. Mit den Jahren und Stück für Stück, stieg dann auch das Gewicht an. Das Essen am Abend war eine Belohnung für jeden weiteren, durchgehaltenen Tag. So habe ich 10 Jahre diesen Jobs ausgehalten, während schlanke Kolleginnen relativ schnell gekündigt haben.

Das heisst, ich halte den Druck zwar nach außen hin aus, aber nur weil ich diesen Druck dann mit den falschen Mitteln (Essen) ausgleiche. Und einmal angefangen, kommt man da nicht mehr so schnell wieder raus- oder kämpft jahrelang mit dem Jojoeffekt. Ich bin aber auch kein Typ, der Lust hat jeden Tag nach der Arbeit Sport zu treiben um den Stress so zu kompensieren. Dafür fehlt mir die Disziplin. Selbst früher, als ich noch im Sportverein war. Ich habe Sport geliebt, aber eben nicht jeden Tag!

Und andere Kollegen machen nach der Arbeit auch keinen Sport, essen ihr Mittagsessen und sind/bleiben- schlank! Und das sind auch keine "Salatesser", "Wassertrinker" oder "Gesundheitsfanatiker". Die essen auch ihre Döner, Schokolade und Pizza und bleiben schlank.

Mit "abnehmen" ist es daher meistens nicht getan, man muss sich auch seelisch stabilisieren, die Ursachen herausfinden, und belastende Dinge abstellen (wenn man das kann) oder sich andere Ventile dafür suchen (Sport, Gespräche, Hobbys, vielleicht auch den kompletten Alltag neu gestalten und Verhaltensmuster neu trainieren). Und genau das ist halt nicht so einfach, da wir alle irgendwo Stress und Belastungen ausgesetzt sind und es nicht einfach ist sich selber "zu lesen" und zu analysieren.

Nun gibt es Menschen, die mit Problemen und Stress anders umgehen als andere, da sie es von Kindheit an eben anders (besser) gelernt haben. Und andere widerum schaffen das nicht, und kompensieren Druck, Stress, Ängste, persönliche Schicksalsschläge und Belastungen halt mit Essen, oder trinken/rauchen etc.

Das ist ja auch so eine Sache. Millionen Menschen schaffen ihren Alltag nur noch mit Suchtmitteln. Niemand würde jedoch einen Raucher deshalb ausgrenzen, denn er bleibt ja schlank und damit optisch "der Norm entsprechend". Viele würden ohne ihre Zigaretten gar nicht klarkommen. Rauchen ist aber normal in unserer Gesellschaft. Es ist normal, dass man seinen Alltag nur mit Suchtmitteln bewältigen kann. Aber ein dicker Mensch soll sich gefälligst am Riemen reissen und weniger essen. So einfach eben.

Und das ärgert mich.
silas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2013, 00:23   #25
Rieke
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Zitat:
Zitat von silas Beitrag anzeigen
Nun gibt es Menschen, die mit Problemen und Stress anders umgehen als andere, da sie es von Kindheit an eben anders (besser) gelernt haben. Und andere widerum schaffen das nicht, und kompensieren Druck, Stress, Ängste, persönliche Schicksalsschläge und Belastungen halt mit Essen, oder trinken/rauchen etc.
Es ist nicht "nur" die Kompensation von negativen Gefühlen mittels Essen. Stress führt ja auch zur Ausschüttung von Stresshormonen und die greifen in den Stoffwechsel ein. Da kann man sich ganz ohne Kortisontherapie ein schönes Cushing-Syndrom anstressen. Und das wird dann zum Selbstläufer. Und weil es mit vermehrtem Appetit einhergeht, ist die Lösung schnell gefunden: einfach weniger essen.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
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