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Ernährung
Erfahrungsaustausch und Diskussion zu gesunder Ernährung. Bitte beachtet bei diesem Thema die Forenregeln ganz besonders.

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Alt 02.02.2016, 11:30   #1
Emmily
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Registriert seit: 04.10.2007
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Beiträge: 282
Standard Vitamin D

Ich las gerade einen Artikel, dass wir im Winter unter Vitamin D-Mangel leiden. Man könne einen Test machen, danach dann ggf. diesen Mangel mit Präparaten ausgleichen. Der Test ist bei Ärzten nach meiner Erfahrung nicht einfach zu ergattern. Meine Lungenfachärztin hält ihn für unwichtig und ich fragte auch nicht mehr nach.
Habt Ihr so etwas prüfen lassen?
LG Emmily
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Leben und leben lassen!
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Alt 02.02.2016, 12:07   #2
MeiersJulchen
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Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.053
Standard

Der Bedarf an Vitamin D ist höchst individuell und der Testwert sagt überhaupt nichts aus, ob ein tatsächlicher Mangel vorliegt. Da will jemand mit einem Bezahl-Artikel schlichtweg Pillen verkaufen.

Bei mir ist vor 1,5 Jahren ein riesig großer Test gemacht worden, weil ich plötzlich Sehstörungen hatte (die sich letztendlich als schwere aber schmerzlose Dauer-Migräne-Aura entpuppten).

Im Zuge dessen wurde ein extrem niedriger D-Wert festgestellt und mir ist ein hochdosiertes Präparat verpaßt worden, in der Hoffung, daß sich die Symptome bessern - auch wenn diese gar nicht zu den üblichen bekannten Mangelsymptomen paßten.

Fand mein Körper aber gar nicht so toll und hat mit Durchfall reagiert und das Zeug kurzerhand vor die Tür gesetzt.
Die Symptome haben sich trotz weiterhin niedrigen Werten nach und nach gebessert - hatten also mit dem "Mangel" tatsächlich nichts zu tun. Ist bei mir eben so niedrig.



Vitamin D ist ja eigentlich auch "nur" für den Knochenstoffwechsel wichtig.
Interessanterweise kann aber genau dieselbe Funktion von Milchbestandteilen übernommen werden.
Menschen, die Milch sehr gut vertragen und regelmäßig trinken, sind auf Vitamin D oder Sonne gar nicht angewiesen. Deswegen gibt es auch vom Bevölkerungstyp her in nördlichen Regionen kaum Laktoseintolerante Menschen.

Wie gesagt: alles höchst individuell - und das ist der Grund.
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Alt 02.02.2016, 12:35   #3
Valentina
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Standard

Also, so pauschal kann man den Vitamin D- Mangel ja weder ablehnen noch muss man gleich in den Tabletten-Topf greifen.

Als ich 8 Monate (von Sept. - Mai) in Finnland gelebt habe, da hatte ich unglaublich Lust auf fetten Fisch, Müsli und Nüsse. Alles was ich vorher nicht besonders gern gegessen habe. Der Sonnenmangel machte sich bei mir definitiv bemerkbar.

Es gibt Gegenden in Deutschland, da hast du im Winter kaum Sonne. Genau da lebe ich. Meine Kollegin, die aus einem sonnigeren Gebiet hergezogen ist, hatte tatsächlich mit Abgeschlagenheit zu Kämpfen und da wurde ein Vitamin D Mangel festgestellt. Soweit ich weiß war sie allerdings weder laktoseintolerant oder hatte andere Unverträglichkeiten.

Vitamin D wird ja über mehrere Monate im Körper gespeichert und daher ist eine plötzliche Unterversorgung eher unwahrscheinlich. Nach einem dunklen Winter, vielleicht eher schon.
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Alt 02.02.2016, 13:06   #4
MeiersJulchen
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Beiträge: 7.053
Standard

Zitat:
Zitat von Valentina Beitrag anzeigen
Meine Kollegin, die aus einem sonnigeren Gebiet hergezogen ist, hatte tatsächlich mit Abgeschlagenheit zu Kämpfen und da wurde ein Vitamin D Mangel festgestellt.
Wobei ein (hier als Zahl 1 zu verstehen) Meßwert für die Feststellung eines Mangels nicht wirklich ausreicht. Man müßte auch den Wert vor der Lebens- bzw. Ortsveränderung kennen, um eindeutig sagen zu können, daß er stark gesunken ist.
Wobei es hier durchaus wahrscheinlich ist. Vor allem wenn sich das Problem mit Substitution tatsächlich innerhalb kürzester Zeit hat beheben lassen.

Wie ich schon sagte: Es hängt vom Bevölkerungstyp ab.
Bis vor noch 100 Jahren war man extremst auf jene Dinge angewiesen, die man in seiner nächsten Umgebung zur Verfügung hatte.
Heute ist das anders. Man kann seinen Standort von einem Tag zum anderen beliebig weit verändern und kann - ausreichend Infrastruktur vorausgesetzt - seine Bedürfnisse trotzdem vollumfänglich befriedigen. Sei es durch Solarien, Pillen oder eben - falls möglich - den Versuch der bewußten Ernährungsanpassung, weil man sich über die Zusammenhänge im Klaren ist.
Es reicht ja nicht aus, nicht laktoseintolerant oder sonstwie nicht-allergisch zu sein. Man muß das Nahrungsmittel auch im entsprechenden Umfang zu sich nehmen - und es muß entsprechend verwertet werden.

Der Appetit auf fetten Fisch und ähnlichen Quellen zeugt da von einem sehr gesunden Mitteilungssystem der Verdauung. Der Körper ist ja nicht doof und weiß seinen Bedarf anzumelden.


Und bevor jemand schreit "aaaaaber gaaaanz oben im Norden leben doch Eskimos. Kaum Sonne, nicht allzu helle Haut, dazu noch ständig vermummt und wo bitte haben die denn die Kühe her?!"
Mal scharf nachdenken: Womit hat man Kinder früher gequält, um Rachitis vorzubeugen? Na? Na? Klingelt's?
Echten Lebertran! Wo kommt der her? Richtig! Paßt zu den Eskimos, deren Lebensgrundlage im Walfang besteht, wie die Faust aufs Auge.
Lebensumstände sind im Fall von Vitamin D bzw. der Ausübung damit verbundener Funktionen 100% ausschlaggebend.

Und apropos Rachitis: Wenn es einen derart grassierenden Mangel hierzulande tatsächlich gäbe, müßten wir von Krüppeln umgeben sein.
Sind wir aber nicht. Dazu braucht es keine Tests.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2016, 14:20   #5
Valentina
Gehört zum Inventar
 
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Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Wobei ein (hier als Zahl 1 zu verstehen) Meßwert für die Feststellung eines Mangels nicht wirklich ausreicht. Man müßte auch den Wert vor der Lebens- bzw. Ortsveränderung kennen, um eindeutig sagen zu können, daß er stark gesunken ist.
Wobei es hier durchaus wahrscheinlich ist. Vor allem wenn sich das Problem mit Substitution tatsächlich innerhalb kürzester Zeit hat beheben lassen.
Das kann ich nicht sagen, aber mir schien es, dass es ihr besser ging

OT:

Ja, das mit den Gelüsten kommt bei mir wirklich interessant raus. Wie gesagt in Finnland habe ich Müsli wie ein Weltmeister gegessen und seit dem ich wieder hier bin auch nicht mehr angerührt.
Die vergangenen Wochen hatte ich viel dunkle Schokolade (mindestens 70 % Kakao) gegessen und Walnüsse in allen Formen. War ein gutes Hinweis auf den Magnesiummangel, der sich dennoch gezeigt hat.
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Alt 02.02.2016, 14:35   #6
zegge
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hi valentina,

vitamin d und mangel bzw. entsprechende blutuntersuchung

ich hab nen mangel und komm da auch nicht heraus. so dass ich mir jetzt die blutuntersuchung schenke.

ansonsten hatte ich mit meinem hausarzt die abmachung, einmal zahlt er und einmal zahl ich. das ganze kostet nämlich um die 21,54 zumindest im letzten jahr.

ich bin in einem fibro-forum und bei sehr vielen leuten wird auf drängen der leute das vitamin d untersucht, sehr oft mit dem ergebnis schwerer mangel.

selbst als ich 2013 zu meiner neuen hausärztin kam, hat die mal ihr vitamin d kontrolliert ..... und sie war auch in einem schweren mangel.

ich bin heute dafür es einfach mal kontrollieren zu lassen. denn ein mangel ist nicht so schnell zu merken, die langfristigen folgen aber nur schwer.

liebe grüße
zegge
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Alt 02.02.2016, 16:53   #7
Andreas2233
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Hallo

ich bin seit 06.2011 dialysepflichtig.
Mo, Mi und Fr muss ich jeweils für viereinhalb Stunden an die Maschine.

Ein Folge der Dialyse ist Vitamin D Mangel.
Dadurch droht mir die renale Ostheopatie. Die Ärzte versuchen mit 1µ Osteotriol täglich dagegen zu halten.
Obwohl ich das Medikament seit zwei Jahren einnehme werden die Beschwerden schlimmer.

Die Uni Marburg hat da eine Webseite erstellt.
http://www.nebenschilddruese.de/index.html
__________________
Andreas



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Alt 01.04.2016, 11:31   #8
Vresh
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Zitat:
Zitat von Andreas2233 Beitrag anzeigen
Hallo

ich bin seit 06.2011 dialysepflichtig.
Mo, Mi und Fr muss ich jeweils für viereinhalb Stunden an die Maschine.

Ein Folge der Dialyse ist Vitamin D Mangel.
Dadurch droht mir die renale Ostheopatie. Die Ärzte versuchen mit 1µ Osteotriol täglich dagegen zu halten.
Obwohl ich das Medikament seit zwei Jahren einnehme werden die Beschwerden schlimmer.

Die Uni Marburg hat da eine Webseite erstellt.
http://www.nebenschilddruese.de/index.html

Hey Andreas.
Ich wollte mich mal melden, da ich genau in der selben Situation bin. Vor ca. 3 Jahren hatte ich das erste mal eine Dialyse und im Zuge dessen ist mein Vitamin D Wert in den Kleller gefallen. Danach konnte er wieder mit Deskritol normalisiert werden. Danach habe ich den Wert mit Tropfen auf einen guten Level halten können (edit: Vitamin D3 Tropfen 5000 IE).
Jedoch steht jetzt wieder eine Dialyse bevor. Deskritol kann ich währenddessen leider keines nehmen meint der Arzt und nur auf die Tropfen wird mein körper wohl sprichwörtlich wie der heiße Stein reagieren (sorry für den schlechten spruch)
Hast du zufällig deine Werte im Kopf, bzw kannst du mir sagen wie das Osteotriol diese geändert hat

liebe Grüße

Geändert von MeiersJulchen (01.04.2016 um 12:26 Uhr) Grund: Link entfernt
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Alt 11.05.2016, 15:50   #9
tweety007
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Einfach so Vit. D testen machen die Ärzte nicht gern.

Nur wenn irgendwelche Folgesachen durch nen Vitamin D Mangel vorkommen.

Bei mir war es nach ner Fuß-OP, als der Knochen nicht heilen wollte, dann wurde das Vit D getestet und raus kam, dass der Wert absolut im Keller war. Bekam dann hochwertiges Vit. D für ne Zeit und die Speicher wieder zu füllen. Danach ganz normale Vigantoletten.....

LG tweety007
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