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Ernährung
Erfahrungsaustausch und Diskussion zu gesunder Ernährung. Bitte beachtet bei diesem Thema die Forenregeln ganz besonders.

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Alt 05.02.2007, 17:40   #1
MeiersJulchen
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Standard Wasser, Mineralwasser, Tafelwasser

Hallo,

Auf der Expedition durch die Körperchemie stelle ich mir inzwischen sogar die Frage, warum ich bestimmte Lebensmittel überhaupt vertrage.
Sozusagen als Gegengewicht zu der üblichen Suche nach Übeltätern, die mir mit Unverträglichkeits-Symptomen zu schaffen machen.

Dabei habe ich mich nun dem Wasser zugewandt.

Ich persönlich trinke ausschließlich Bonaqa. Es ist das einzige Wasser, was mir wirklich auch in großen, durstlöschenden Mengen schmeckt - Diese Tatsache beschäftigt mich schon seit Jahren, denn alles andere ruft bei mir seltsame Reaktionen hervor.

Stark sulfathaltige Mineralwässer schmecken für mich einfach so ekelhaft, daß ich eine regelrechte Schlucksperre bekomme.
Wasser aus der Leitung kann ich auch komplett vergessen *würg*
"Bismark"-Mineralwasser (eine Hamburger Quelle mit 20 mg/l an Sulfat) schmeckt sehr lecker und "zitronig", leider bekomme ich bei mehr als 1 Liter am Tag davon tiefliegende Entzündungen in der Haut.
"Vilsa" hat zwar einen ähnlichen Sulfatwert, aber es schmeckt als hätte jemand eine Flasche Spülmittel in die Quelle geworfen.
Lauretana (aus dem Bioladen und fast mineralfrei) schmeckt großartig, aber davon bricht mir doch glatt der Kreislauf zusammen und sogar Fieberschübe können auftreten. Hängt wohl mit den immer noch gespeicherten Stoffwechselgiften von meiner Erkrankung zusammen, die durch das fast reine Wasser in zu großen Mengen "aus den Zellen gespült" werden.

Also habe ich mich gefragt, wieso all dies bei Bonaqa nicht der Fall ist. Denn unzweifelhaft ist Bonaqa ja ein Tafelwasser, das "aus der Leitung" gezapft wird und deswegen von vielen "Genießern" schief angesehen wird.

Die Wahrheit ist jedoch - wie immer - ein wenig komplizierter.

Ich fand nämlich folgende Information bei wasserwissen.de:
"Viele Tafelwässer wie Bonaqa (Coca-Cola) sind umkehrosmosegereinigt und anschließend wieder aufgehärtet. Die Aufhärtung geschieht jedoch lediglich, um unnötige Konfrontation mit der Trinkwasserverordnung zu vermeiden, die 60 mg/L Calciumgehalt vorschreibt, doch nur, um die Korrosionsgefahr im Leitungsnetz durch weiches Wasser zu bannen."

Zudem ist Bonaqa der Limonadengrundstoff für alle anderen Produkte der Firma. Um das Aroma der Getränke in allen weltweiten Abfüllbetrieben konstant zu halten, ist diese entmineralisierende Behandlung zwingend notwendig.
Umkehrosmose liefert übrigens chemisch reines H2O. Frei von jeglichen Verunreinigungen wie z.B. Bakterien.

Danach werden dem Wasser ausschließlich die deklarierten Mineralien wieder zugesetzt.

Es ist somit sulfatfrei und für mich damit absolut verträglich.

Fazit: Tafelwasser muß nicht böse sein Besser, man verträgt etwas, als daß man einer verlorenen Ideologie nachhängt.
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Alt 05.02.2007, 17:55   #2
gerndabei
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Sehr aufschlußreich, Julchen!

Ich trinke relativ viel Wasser aus der Flasche (ohne Kohlensäure). Von diesen Wässern bekommen mir die Marken Volvic und Vittel gut. Von Gerolsteiner Naturelle wird mir kotzübel, das wird wohl am hohen Kalkgehalt liegen. Das Wasser, das bei uns aus der Leitung kommt, kann ich gut vertragen.

Manfred

Ach so, ja, ähem, Stilles Wasser geht bei mir zur Not auch, aber das erinnert mich immer an Krankenhaus.

Geändert von gerndabei (05.02.2007 um 17:58 Uhr) Grund: muß noch was dranhängen...
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Alt 05.02.2007, 18:50   #3
Marry60
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Das ist schön erklärt . sehr interessant .
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Alt 05.02.2007, 21:43   #4
Thistle
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Interessantes Thema. Mir geht es auch so, dass ich nur bestimmte Wassersorten auch in großen Mengen trinken kann. Eine ganze Weile frage ich mich nun schon, warum ich unser Aldi-Wasser (Brandenburger Urstromquelle aus Baruth) und das Markenwasser Volvic am liebsten trinke, andere Wassersorten so wie zum Beispiel Extaler unter keinen Umständen auf Dauer herunterbekomme. In unserem Büro ist man vor einer Weile auf Extaler umgestiegen. Ich kann dieses Wasser wirklich nur hineinzwingen - ich dachte, ich würde mich dran gewöhnen. Fehlanzeige. Seitdem ich das auch so kommuniziert habe, wird für mich bei jeder Bestellung wieder ein Kasten Volvic mitbestellt. Es wäre interessant zu wissen, was bei meinen Wassersorten für mich den Unterschied macht, näher auseinandergesetzt habe ich mich damit aber dann auch nie.
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Alt 05.02.2007, 22:14   #5
Sweet_sweety
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Ist schon komisch die wasser angelegenheit.
Ich vertrage auch nicht jedes wasser! ich bekomme von bonaqua ein ekelgefühl und bekomme das nicht runter! ich vertrage das wasser von LIDL, Salvus, Burgwallquelle (aber nicht so richtig) und Vilsa so einigermaßen! von Aldiwasser und die ganzen anderen wässerchen bekomme ich entweder noch mehr durst oder mir wird übel oder ich bekomm, so ekelig sich das auch anhört blähungen, bauchweh oder durchfall :S schon komisch!

LG Tinka
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Alt 05.02.2007, 22:55   #6
MeiersJulchen
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Ha!

Wer suchet der findet
http://www.mineralwasser.com/

Unter "Zahlen, Daten, Fakten" und dort "Mineralwässer" gibt's eine Riesenliste von erhältlichen Marken mit Links zum jeweiligen Abfüller, bei dem man dann mit etwas Herumgeklicke auch die Analyseergebnisse finden kann.

Nur "Fürst Bismarck" kennen die Dussel wohl nicht.
Wer's findet, sag mir Bescheid
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Alt 05.02.2007, 23:36   #7
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von Thistle
nur eröffnet sich mir ehrlich gesagt immer noch nicht, warum ich eine Präferenz für weniger Mineralien haben soll
Das weiß ich ja noch nicht einmal bei mir so richtig
... auf jeden Fall liegt sie vor

Meine Erfahrungen mit Lauretana und ein Zitat von wasserwissen bringen mich aber einer Erklärung näher:
"Wasser wirkt nicht durch das, was es mitbringt, sondern durch das, was es mitnimmt."

Kann heißen: Wenn der Körper darauf angewiesen ist, aufgrund einer Unverträglichkeit o.ä. bestimmte Stoffe auszuscheiden, so wird ihm ein Wasser, das selbst wenig gelöste Stoffe mitbringt (also noch weitere Fracht mitnehmen kann), willkommener sein als eines, das schon randvoll damit ist.
Und je nach Stoffwechsellage sind sicherlich auch bestimmte Mineralien-"Konstellation" in dieser Gesamtmenge günstiger als andere.

Interessant finde ich vor allem, daß die Geschmacksnerven diesen minimalen Unterschied offensichtlich feststellen können.
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Alt 06.02.2007, 08:09   #8
Thistle
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Danke, Julchen, das ergibt zumindest einen Sinn für mich. Was man von Dir so alles lernen kann...unglaublich, das
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Alt 09.06.2007, 17:46   #9
janica
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Mist. Hab heute Nachmittag die leeren Flaschen weggebracht. Sonst hätt ich dir die Werte eben abtippen können....naja, vielleicht findet sich ja wer anderes. Jetzt könnt ich dir nur noch die ausm Süden geben....


Ist euch schonmal aufgefallen, dass die zumindest bei Aldi Süd (im Norden ist es mir noch nicht aufgefallen) die Zuliefererquelle immer mal wieder wechseln? Früher hat mir das Wasser da immer geschmeckt, dann gab's ne Phase in der ich das Aldi-Süd-Wasser nicht trinken konnte, weil's einfach nur komisch geschmeckt hat - und jetzt, schon seit ein paar Monaten wieder, bin ich wieder zufrieden mit dem Wasser.

Lidl-Wasser find ich okay. Das von Plus mag ich nicht. Da trink ich nur Vittel. Insgesamt trink ich seit 2-3 Jahren nur noch Wasser ohne Kohlensäure, weil ich merke, dass ich davon mehr runterkriege - aber trotzdem höchstens 2l am Tag....

Und ich bilde mir ein - oder vllt. ist es ja auch wirklich so?!?? - dass Wasser aus Glasflaschen viel viel besser schmeckt als Wasser aus Plastikflaschen....ich trink aber dennoch meistens Plastikflaschen-Wasser, weil das ohne Auto einfach viel leichter nach Hause zu transportieren ist als n Kasten.


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Alt 09.06.2007, 18:08   #10
MeiersJulchen
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Plastikflaschen haben im Gegensatz zu Glasflaschen ein tatsächliches Verfallsdatum - meist 6 Monate nach Abfüllung.
Glasflaschen tragen zwar auch ein MHD (meist 2 Jahre), aber mehr oder weniger nur, um das Gesetz zu "befriedigen", das für Lebensmittel eben ein MHD vorsieht. Theoretisch ist Wasser in Glasflaschen unverderblich.

Bei Plastikflaschen gibt es da mehrere Hinderungsgründe.
1. Die Flaschen können weder mit sehr heißem Wasser gewaschen noch können sie durch Hitze sterilisiert werden. Wer wissen will wieso, kann ja mal gerne kochendes Wasser reinschütten
2. Das Plastikmaterial gibt im Laufe der Zeit kleine Mengen Acetaldehyd an den Inhalt ab.

Nr. 1 führt dazu, daß Getränke in Plastikflaschen nach dem Abfüllen mit einem Kaltentkeimungsmittel behandelt werden.
Dieses ist natürlich getestet und für harmlos befunden, da es sich nach Entfaltung seiner Tätigkeit zu komplett harmlosen Bestandteilen zersetzt.
Knackpunkt hieran ist jedoch, daß dies nur für reines Wasser (also Mineralwasser) untersucht wurde.
Trotzdem wird es auch in aromatisierten bzw. gefärbten Getränken (Limonaden, Tee) eingesetzt und es ist bis heute nicht klar, wie das Mittel mit den jeweiligen Aromen bzw. Farbstoffen reagiert.

Nr. 2 führt gegen Ende des MHDs zu einem leicht bitteren Geschmack, der gerade in Mineralwasser sehr stark durchschmeckt.
Acetaldehyd ist aber nicht gfitig sondern eine Verbindung, die der Körper sogar selbst herstellt (als Nebenprodukt des Zitronensäurezuyklus IIRC) - es schmeckt eben einfach nur scheußlich.

Wer also zumindest dieses Problem ausschließen will, sollte immer drauf achten, daß er nur Flaschen wählt, deren MHD noch ein wenig länger als 2 Monate entfernt ist.
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Alt 09.06.2007, 19:18   #11
janica
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Danke Julchen - das bestätigt ja, dass ich (zumindest, was die Glasflaschen-vs.-Plastikflaschen-Frage angeht...) nicht spinne!
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Alt 10.06.2007, 15:25   #12
Piepmatz
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Wieso kauft man stilles Wasser? Leitungswasser ist doch nichts anderes?

Undd was genau ist Sulfat? Hab grade mal aus Interesse meinen Sprudel angeguckt:

Natrium: 43mg
Magnesium: 120mg
Calcium: 294mg
Chlorid: 39mg
Sulfat: 940mg
Hydrogencarbonat: 370mg

Und das scheint ja recht viel zu sein, aber ich liebe diesen Sprudel (Eltina Sport).

Geändert von Piepmatz (10.06.2007 um 15:35 Uhr)
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Alt 10.06.2007, 15:37   #13
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von Piepmatz
Wieso kauft man stilles Wasser? Leitungswasser ist doch nichts anderes?
Wer hat Dir denn das erzählt?
Tafelwasser ist Leitungswasser - aber wie oben beschrieben auch nicht immer.
Mineralwasser dagegen entspringt zum größten Teil als stilles Wasser aus einer natürlich Quelle.
Die Kohlensäure wird dann später hinzugesetzt. Teils aus geschmacklichen Gründen aber auch, weil die Bläschen rein physikalisch konservierend wirken.

Ansonsten: Sulfat
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Alt 10.06.2007, 15:46   #14
Piepmatz
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Ich weiß schon was Sulfate in dem Sinne sind, aber ich weiß nicht ob ein hoher Wert im Wasser schlecht ist.

Und als wir in Bio "Wasser" durchgenommen haben kam die Frage mit dem Leitungswasser auch auf und uns wurde erklärt, dass Leitungswasser das Gleiche ist wie z.B. Vittel- nur die Mineralienmengen sind ein wenig unterschiedlich, aber ich lass mich da gern eines besseren belehren.

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Alt 10.06.2007, 16:15   #15
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von Piepmatz
Und als wir in Bio "Wasser" durchgenommen haben kam die Frage mit dem Leitungswasser auch auf und uns wurde erklärt, dass Leitungswasser das Gleiche ist wie z.B. Vittel
Großartig Und dieselben Lehrer sollen die Kindern auch noch über "gesundes" Essen belehren. Kein Wunder, daß da nur Schrott rauskommt, wenn die Verantwortlichen weniger Ahnung vom Thema haben als ein Fisch vom Schuhe besohlen.

Ob Sulfat gut oder schlecht ist, läßt sich genauso wenig sagen wie, ob Eiweiß, Kohlenhydrate oder andere Nahrungsbestandteile gut oder schlecht sind.

Dafür hat jeder Mensch eine eigene Zunge und Nase, mit der der Körper prüft, was da in ihn hineingeschüttet werden soll.

Die Mineralien haben unterschiedlich positive und negative Eigenschaften. Zum einen können sie sich schädlich auf die Schleimhäute des Darms auswirken, zum anderen können sie aber auch andere - noch schädlichere Mineralien - an sich binden und so verhindern, daß noch mehr Schaden entsteht.
Sulfat scheint Aluminium "einzufangen". Aber auch Calcium neutralisiert schädliche Substanzen wie z.B. Oxalsäure (deshalb wird Rhabarber und Spinat traditionell nur in Verbindung mit Milchprodukten gegessen)

Schwefel selbst ist für den Stoffwechsel enorm wichtig, denn es ist eine essentieller Bestandteil von Aminosäuren/Eiweißen.
Faule Eier stinken ja auch nur so bestialisch, weil sich bei der Zersetzung des Eiweiß' Schwefelwasserstoff bildet.
Aber Schwefel kann auch die Organe reizen und stark abführend wirken.

Sulfat ist außerdem das ungiftige Endrodukt von "Entschärfungs"-Reaktionen, die sich um die eher unfreundlichen Verbindungen wie Sulfit etc kümmern. Es wird über die Niere ausgeschieden.

Deshalb tendiere ich weiterhin zu der bereits oben zitierten Aussage:
"Wasser wirkt nicht durch das, was es mitbringt, sondern durch das, was es mitnimmt."

Wenn mein Körper darauf angewiesen ist, aufgrund seines Stoffwechsels selbst viel Sulfat auszuscheiden, dann wird er Wasser, das schon eine Riesenladung davon mitbringt eher nicht so sehr willkommen heißen.
Denn entweder wird es nicht in der Lage sein, noch weiteres Sulfat aufzunehmen oder die Niere hat einfach keinen Bock drauf, mehr zu tun als nötig.
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Alt 10.06.2007, 16:27   #16
teddyblue
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Ich bin ein erklärter Fan des Münchener Leitungswassers.
Bei uns im Büro wird praktisch nichts anderes getrunken. Es kommt so richtig schön eiskalt aus der Leitung - gibt einfach nichts besseres.
Bei Mineralwasser hab ich eine echte Abneigung gegen Sorten mit hohem Natriumanteil bzw. wenn es so fies salzig schmeckt.
Aufgefallen ist mir da z.B. mal Appollinaris.
Von Volvic und dem stillen Wasser von Aldi Nord bekomm ich nur noch mehr Durst.
Und manchmal hab ich das Gefühl, dass Wasser aus Plastikflaschen, v.a. bei den Einweg-Flaschen, ziemlich nach Plastik schmeckt.
Letzten Sommer hatte ich ab und zu mal polnisches Quellwasser in 3-Liter-Flaschen - das fand ich richtig super.

Komisch, ich trinke so viel Wasser, aber ich hab mir noch nie Gedanken darüber gemacht, warum mir manche Sorten einfach nicht schmecken wollen....
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Alt 14.07.2007, 10:34   #17
Nette
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Lese den Thread gerade erst und etwas macht mich stutzig bezüglich des Sulfatgehaltes in dem verschiedenen Mineralwässern.

Der Wikipedia-Link sagt folgendes: "Sulfate kommen in unterschiedlichen Mengen im Grundwasser vor. Für daraus gewonnenes Trinkwasser gilt nach der deutschen Trinkwasserverordnung ein Grenzwert von 240 mg/l."

Die Werte, die ihr teilweise angegeben habt, liegen doch oft erheblich über 240mg/l....
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Alt 14.07.2007, 10:46   #18
MeiersJulchen
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Mineralwasser kann man zwar trinken, aber das heißt noch lange nicht, daß es Trinkwasser wäre .... heiliges deutsches Lebensmittelgesetz

Es gibt auch Tiefsee-Mineralwässer mit Salz- und Sulfatgehalten im 10000 mg-Bereich. Die sind dann allerdings nicht zum Durstlöschen gedacht.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2007, 10:56   #19
Nette
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Der Unterschied ist mir durchaus bewußt, was ich meinte ist eher, daß zumindest ich auf ein Mineralwasser mit einem so hohen Sulfatgehalt verzichten würde. Das kann doch gar nicht gesund sein.
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Alt 14.07.2007, 10:57   #20
MeiersJulchen
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Übrigens sind die unteren und oberen Grenzwerte für Leitungswasser nicht nur an den menschlichen Bedürfnissen festgemacht (wenn überhaupt ) sondern auch an den Wirkungen, die es auf das Leitungsnetz haben kann.
Das kann man dem Zitat von wasserwissen im ersten Beitrag entnehmen.
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Alt 10.02.2015, 03:57   #21
Meerschweinchen
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So, ich bin ja durch ein anderes Thema auch dazu angeregt worden, Wasser mal intensiver zu testen.

So richtig zum Testen bin ich zwar noch nicht gekommen, weil ich derzeit so viel anderes im Kopf habe....
Testen wollte ich aber auf jeden Fall mal das Mineralwasser, was bei uns für die, die kein Heilwasser mögen, auf den Tisch kommt (Gerolsteiner).
Da hatte ich, rein vom Geschmack her, schon das Gefühl, dass ich das gerne mag. Zu Hause ohne Ablenkungen konnte ich eine 0,75 l Flasche gut "wegtrinken".

Beim Blick auf das Etikett hat sich dann so ein bisschen Julchens Vermutung aus dem anderen Thema bestätigt, dass mir wahrscheinlich ein Wasser mit mehr Mineralien besser schmecken würde (Angaben in mg/l):

Hydrogencarbonat 1,816
Calcium 348
Magnesium 108
Natrium 118
Chlorid 40
Sulfat 38
Kalium 11

Dagegen Elitess, das ich auch manchmal trinke und wo ich dasselbe Problem habe wie beim Aldi-Wasser, dass ich es nicht runterkriege:

Natrium 17,2
Kalium 3,8
Magnesium 22,3
Calcium 138
Chlorid 60,0
Sulfat 251
Hydrogencarbonat 154

Man beachte vor allem die von mir markierten Werte-ein "kleiner" Unterschied. Der Kohlensäuregehalt war bei beiden Wässern "medium".

Fazit: Ich werde mal weiter flaschenweise testen, mir aber, auch wenn ich nicht so viel Geld habe, nicht mehr mein übliches Wasser reinquälen. Das bringt mir nichts, wenn ich die Trinkmenge steigern will.
Meerschweinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2015, 15:58   #22
MeiersJulchen
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Das ist doch interessant
Vor allem, daß Du nun selbst merkst, daß bestimmte Wässer auch unaufgepeppt durchaus trinkbar sind.

Was mir aber an den Analysen auffällt (wenn Du Dich nicht vertippt hast), ist das "Ungleichgewicht" von Kalium+Natrium und Chlorid (bekanntlich Stein- bzw. Meersalz).
In dem einen gibt es viel mehr Cl, obwohl Na/K sehr viel niedriger ist. d.h. da müssen jeweils andere Verbindungen vorherrschen.

Vielleicht ist auch diese Verteilung mit ausschlaggebend?
Weiß man aber erst, wenn man mehrere gutschmeckende Wässer gefunden hat und sich so ggf. Gemeinsamkeiten herauskristallisieren.

Im Prinzip isses erstmal auch egal. Hauptsache, man weiß, was einem grundsätzlich schmeckt.
Nur später kann's helfen, Wässer gezielt(er) auszusuchen.
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Alt 12.02.2015, 21:43   #23
Meerschweinchen
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Ja, das kann sein, dass auch die Verteilung eine Rolle spielt. Bei Gerolsteiner stimmt es auf alle Fälle, was ich abgetippt habe. Da habe ich noch mal ganz genau auf's Etikett geguckt ;-)

Ich hatte jetzt die Möglichkeit, Gerolsteiner ohne Kohlensäure zu testen. Leider habe ich die Werte jetzt nicht mehr im Kopf, aber geschmeckt hat es mir nicht. War ok und zweckmäßig (hatte einen relativ wunden Hals und sollte was kohlensäurefreies trinken) aber die kleine Flasche reichte mir dann auch. Ich weiß aber noch, dass der Hydrogencarbonat - Wert nur halb so hoch war wie in dem anderen Gerolsteiner mit Kohlensäure und das Wasser sehr viel ärmer an Mineralien war als das "medium-Wasser" der gleichen Marke.

Irre. Ich werde auf jeden Fall dranbleiben, hätte nie gedacht dass Wasser nicht gleich Wasser ist und jedem was anderes schmeckt. Auch wenn ich es wohl immer schon geschmeckt habe.
Werde auf jeden Fall weiter testen und schauen, ob ich noch weitere Wassersorten finde, die mir schmecken.

Noch eine absolute Premiere: Ich konnte danebensitzen und zusehen, wie mein Freund eine fertig gekaufte Saftschorle trinkt, während ich mit meinem Wasser zufrieden war. Das wäre mit dem Aldi-Wasser undenkbar gewesen.....
Meerschweinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2015, 22:01   #24
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von Meerschweinchen Beitrag anzeigen
Ich hatte jetzt die Möglichkeit, Gerolsteiner ohne Kohlensäure zu testen. Leider habe ich die Werte jetzt nicht mehr im Kopf, aber geschmeckt hat es mir nicht. War ok und zweckmäßig (hatte einen relativ wunden Hals und sollte was kohlensäurefreies trinken) aber die kleine Flasche reichte mir dann auch. Ich weiß aber noch, dass der Hydrogencarbonat - Wert nur halb so hoch war wie in dem anderen Gerolsteiner mit Kohlensäure und das Wasser sehr viel ärmer an Mineralien war als das "medium-Wasser" der gleichen Marke.
Ein interessanter Test wäre jetzt, eine medium-Flasche so lange zu schütteln, bis sie ... äh ... still ist.
Wenn das dann anders/freundlicher schmeckt als das original-stille Wasser, dann macht das eben bereits einen Unterschied.
Sollte es dann aber auch irgendwie "nur ok" sein, so sind es vielleicht die Luftbläschen, die den Geschmacksnerven ein wenig "helfen", es gut zu finden.

Aber daß Kohlensäure alleine nicht reicht, um etwas auf Dauer schmackhaft zu machen, merkst Du ja sicher bei anderen Sorten, wo Du es trotz der Bläschen nicht gut runterbekommst.

Es ist zumindest ein Anfang.


Zitat:
Irre. Ich werde auf jeden Fall dranbleiben, hätte nie gedacht dass Wasser nicht gleich Wasser ist und jedem was anderes schmeckt
Hat bisher niemand geglaubt, der es nicht selbst erlebt hat.
Da kann ich noch so viel schreiben

Zitat:
Noch eine absolute Premiere: Ich konnte danebensitzen und zusehen, wie mein Freund eine fertig gekaufte Saftschorle trinkt, während ich mit meinem Wasser zufrieden war. Das wäre mit dem Aldi-Wasser undenkbar gewesen.....
Und dies ebenso.
Das nervigste wird am Ende sein, daß viele Leute (nämlich die, ohne diese Erfahrungen) einen dafür wahlweise bewundern (die angebliche Willenskraft) oder bedauern (wg der Einschränkung). Und dabei ist es keins von beidem, sondern man ist einfach zufrieden. Geht bei manchen niemals in die Birne ... oder ins Weltbild.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2015, 06:57   #25
Meerschweinchen
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Zitat:
Das nervigste wird am Ende sein, daß viele Leute (nämlich die, ohne diese Erfahrungen) einen dafür wahlweise bewundern (die angebliche Willenskraft) oder bedauern (wg der Einschränkung). Und dabei ist es keins von beidem, sondern man ist einfach zufrieden. Geht bei manchen niemals in die Birne ... oder ins Weltbild.
Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich bin aber schon wesentlich schlagfertiger geworden bei dem, was ich in der Öffentlichkeit esse und trinke, da ich langsam anfange, meine Nahrung und meine Getränke zu meiner Privatsache zu erklären. Wenn ich mal Lust auf eine Cola haben sollte oder ein anderes Getränk als Wasser habe ich auch keine Bedenken, das zu trinken.
Habe mal jemandem, der gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, wie viel Zucker in der Limo steckt, die ich gerade trinke, gesagt, dass ich jetzt gerade was "ungesundes" trinken will und gefälligst erwarte, dass es ein Getränk mit viel Zucker ist, wenn Limonade auf dem Etikett steht. Von dem kam nie wieder was

Für mich ist es wegen meiner jahrelangen Eßstörung besonders wichtig, diesen elenden Kreislauf aus Essen-sich schämen usw zu unterbrechen. Aber das nur am Rande, bevor es jetzt ganz offtopic wird.

Zitat:
Ein interessanter Test wäre jetzt, eine medium-Flasche so lange zu schütteln, bis sie ... äh ... still ist.
Wenn das dann anders/freundlicher schmeckt als das original-stille Wasser, dann macht das eben bereits einen Unterschied.
Sollte es dann aber auch irgendwie "nur ok" sein, so sind es vielleicht die Luftbläschen, die den Geschmacksnerven ein wenig "helfen", es gut zu finden.
Werde ich auch mal machen und bin gespannt auf das Ergebnis.

Zitat:
Aber daß Kohlensäure alleine nicht reicht, um etwas auf Dauer schmackhaft zu machen, merkst Du ja sicher bei anderen Sorten, wo Du es trotz der Bläschen nicht gut runterbekommst.
Ja, genau. Bei anderen Wassersorten mit der gleichen Menge an Kohlensäure ging es immer gerade noch so bis zur Hälfte der Flasche (1,5 l) mit dem Trinken. Ich glaube, da mochte ich dann vor allem die Kohlensäure, also das Trinkgefühl. Sobald die aber draußen war, z.B. nach 1 oder 2 Tagen, war es vorbei, da ging gar nichts mehr. Dieses Wasser ist dann im Spülbecken gelandet (habe keine Blumen).

Zitat:
Hat bisher niemand geglaubt, der es nicht selbst erlebt hat.
Da kann ich noch so viel schreiben
Manche Dinge kann man eben nur durch Erfahrung lernen und ich denke, bei einem Bereich, wo man sich so leicht fremdsteuern lässt wie bei der Ernährung (und eben auch den Trinkgewohnheiten) geht es nur so .
Meerschweinchen ist offline   Mit Zitat antworten

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